Mariahilfer Straße mit Flüchtlingspor­träts gepflastert

AUSTRIA REFUGEES MIGRATION CRISIS
Foto: APA/EPA/HERBERT PFARRHOFER Die Mariahilfer Straße wurde mit Flüchtlingsporträts ausgestattet.

Am Freitagabend wurde die Fußgängerzone auf einer Länge von 300 Metern mit 2100 Plakaten beklebt.

Mit 2100 Plakaten hat die Initiative "Inside Out" die beliebteste Einkaufsstraße Wiens in einen "Walk of Fame für Menschlichkeit" verwandelt. Von 2. auf 3. Oktober wurde die Fußgängerzone der Mariahilfer Straße auf einer Länge von 300 Metern mit Porträts von Menschen mit Fluchterfahrung und deren Helfern beklebt. Das Affichieren der Plakate dauerte laut den Organisatoren rund zehn Stunden.

"Menschen auf der Flucht sind Menschen wie du und ich. Und dafür wollen wir ein Zeichen setzen," sagen die Initiatoren des Projekts zu ihren Beweggründen. "Um die öffentliche Haltung zu verändern, braucht es eine Änderung der Wahrnehmung der Flüchtlinge auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. Flüchtlinge sollen als Menschen wahrgenommen und willkommen geheißen werden."

                                 

Flüchtlingsbegriff

Daher haben sich die Initiatoren, Marcus Arige und Marlene Zajicek, dem internationalen Kunstprojekt "Inside Out", das 2011 vom Künstler JR ins Leben gerufen wurde, angeschlossen und den Ableger "Inside Out Austria" begründet. Um die Botschaft "We are all humans" zu transportieren, will das Team den abstrakten Flüchtlingsbegriff aufheben und die Menschen, die dahinter stecken, zeigen.

Über die Crowdfunding-Plattform respect.net wurde dafür Geld gesammelt. Sollte nach Ende der Aktion Geld übrig bleiben, werde das überzählige Geld wieder anderen Flüchtlingsprojekten auf respekt.net gespendet.

(KURIER / tem) Erstellt am
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