Kultur 28.01.2013

Dem Krieg ganz nah

© Bild: Time & Life / Getty Images

Margaret Bourke-White war ein Star der amerikanischen Fotografie und prägte eine ganze Epoche - in den 1930er und 40er-Jahren.

Die Bilder von Margaret Bourke-White zierten oft die Titelseiten der Magazine Fortune und Life, für die sie jahrelang arbeitete. Manchmal stand sie selbst in den Schlagzeilen, als etwa das Magazin Life am 22. Januar 1943 ihren Bericht über den Luftangriff auf den Flugplatz El Aouina in Tunis – den wichtigsten Luftwaffenstützpunkt der Deutschen für den Nachschub von Truppen aus Sizilien – unter dem Titel „Life’s Bourke-White goes Bombing“ veröffentlichte. Ihre Bilder stehen noch heute für eine ganze Epoche.

Ihre Karriere begann 1927 in Cleveland. Dort fotografierte sie die Stahlgießereien der Stadt. Sie reiste nach Russland als der erste Fünfjahresplan umgesetzt wurde, sie dokumentierte die Dürrekatastrophe 1934 in den USA, die deutsche Invasion in Russland im Jahr 1941 und das Bombardement der Alliierten auf Deutschland. Als Auftragsarbeit für die Zeitschrift Life hielt sie im Sommer 1945 die zerstörten deutschen Städte fest. Bourke-White war bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und des Zwangsarbeitslagers Leipzig-Mockau vor Ort. Ihr Foto "Die lebenden Toten von Buchenwald" ging um die ganze Welt.

Die Ausstellung "Margaret Bourke-White. Fotografien 1930 – 1945" in Berlin präsentiert das Werk der Fotografin mit 154 Aufnahmen, Briefen und Zeitschriften. Den Schwerpunkt bilden ihren Arbeiten, die in den 1930er und 40er-Jahren in der ehemaligen Sowjetunion, der ehemaligen Tschechoslowakei, Deutschland, England und Italien entstanden sind.

Die Bilder der Ausstellung

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©Time & Life / Getty Images / Martin-Gropius-Bau

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Info: Margaret Bourke-White. Fotografien 1930 – 1945
18. Januar bis 14. April 2013
Martin-Gropius-Bau Berlin

www.berlinerfestspiele.de

Erstellt am 28.01.2013