Kultur
08.03.2013

Verschleiert: "Einschränkungen machen uns kreativer"

Die Fotos der aus dem Iran stammenden Künstlerin Sara Shamsavari zeigen junge, unabhängige Frauen mit Schleier. Im Rahmen des Internationalen Frauentages werden diese in London ausgestellt.

Die Künstlerin Sara Shamsavari wurde inmitten der Persischen Revolution in Teheran geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in London. Mit ihrer Fotoserie "London Veil", die anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März in der Royal Festival Hall in London ausgestellt werden, zeigt sie junge muslimische Frauen von heute.

Verschleiert: "Einschränkungen machen uns kreativer"

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Warum haben Sie beschlossen, verschleierte Frauen zum Internationalen Frauentag zu porträtieren?
Sara Shamsavari: Ich habe mit dieser Reihe bereits vor zwei Jahren begonnen und sie ist sowohl eine Abbildung der von uns wahrgenommenen Einschränkungen und Herausforderungen, ist aber auch davon inspiriert. Sie machen uns auf eine gewisse Art und Weise kreativer. In diesem Fall blickt man auf eine Gruppe junger, offensichtlich muslimischer Frauen. Und trotz der Vorurteile mit denen diese Frauen zu kämpfen haben, leuchten sie sprichwörtlich vor Lebensfreude und verwirklichen sich selbst mit Hilfe ihres individuellen Styles.

Was symbolisiert der Schleier für Sie?



Der Schleier weckt viele Assoziationen, positive und negative. Ich bin nicht hier, um zu urteilen. Das Ziel meiner Arbeit liegt vielmehr darin, die Teilnehmerinnen abzubilden, indem ich ihren Style und ihr Auftreten so authentisch wie möglich dokumentiere. Und zwar in einer positiven Art und Weise, die wir in unserer Gesellschaft selten sehen.

In unserer westlichen Welt wird der Schleier oft mit Unterdrückung assoziiert. In Ihren Bildern wirken die Frauen jedoch stark und unabhängig. Wie kommt das?

Ich fotografiere das, was ich sehe, was unter Umständen anders ist als das, was die Masse sieht. Ich glaube daran, dass Künstler soziale und spirituelle Entwicklungen vorantreiben können. Daher ist es wichtig, dass ich als Künstlerin die Fähigkeit praktiziere, Dinge anders zu sehen.

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