Kultur
09.12.2011

Karl-Valentin-Preis für Helge Schneider

Nach seinem Programm "Rettung naht - Superhelgi auf Tournee" macht Helge Schneider "erst mal Pause". Auftritte sind im Juni in Wien und Salzburg geplant.

Der deutsche Komiker und Musiker Helge Schneider wird 2012 mit dem "Großen Karl-Valentin-Preis" ausgezeichnet. Dies teilte das Münchner Volkstheater am Donnerstag in München mit. Er bekommt den Preis am 22. Jänner von Gerhard Polt und den "Biermösl Blosn" Hans, Michael und Christoph Well. Die Vier wurden 2007 mit dem Preis ausgezeichnet, als er zum 125. Geburtstag des Münchner Komikers Karl Valentin erstmals vergeben wurde. Die Laudatio auf Schneider hält Filmregisseur und Schriftsteller Alexander Kluge.

"Mit dem Großen Karl Valentin-Preis sollen Personen geehrt werden, die in der Nachfolge Valentins herausragende künstlerische Leistungen vorweisen können oder die sich um die geniale Persönlichkeit Valentins und dessen Werk besonders verdient gemacht haben", hieß es in der Mitteilung des Volkstheaters. 2010 wurde der Komiker und Liedermacher Fredl Fesl mit dem undotierten Preis ausgezeichnet.


Erst mal leiser treten

Kurz vor Bekanntgabe der Auszeichnung hatte Helge Schneider in Berlin angekündigt, nach der nächsten Tour "Rettung naht - Superhelgi auf Tournee" vorerst leiser treten zu wollen. "Ich bin seit 35 Jahren unterwegs und genieße das", sagte der 56-Jährige, "aber danach ist jetzt erst mal Pause". Seine letzte Tournee habe er im Sommer wegen "Kreislaufproblemen" unterbrochen. "Es hätte ja auch was anderes sein können, das Herz oder so, man ist schließlich nicht mehr der Jüngste." Jetzt sei aber alles in Ordnung, er "könnte auf der Tour de France mitmachen - mit dem Motorrad."

Was die Fans von "Superhelgi" erwarten dürfen, wollte der Musiker noch nicht verraten. "Ich kann nur sagen, der Anspruch an mich ist höher, als die Leute das vielleicht erwarten", sagte er. Ohnehin müsse er sich das meiste erst noch ausdenken. "Ich habe mal an einem Tag 20 Lieder geschrieben, es wäre doch gelacht, wenn mir nichts einfällt." Altbekanntes werde aber auch wieder dabei sein. "Die Zuschauer freuen sich ja, wenn sie Katzeklo oder Telefonmann hören."

Schonen wird Schneider sich jedenfalls nicht im Frühjahr. Die Tournee beginnt am 11. Februar in seiner Heimatstadt Mülheim, insgesamt sind 54 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt. Am 1. und 2. Juni sind Auftritte in der Wiener Stadthalle geplant, am 3. Juni eine Vorstellung im Salzburger Congress. Auch für die Zeit nach der Tournee hat der Künstler bereits Pläne: "Ich will mal wieder einen Film machen."