Fotos zum Träumen aus längst vergessener Zeit

Kopie von Hatje Cantz Verlag -
Foto: Hatje Cantz Verlag Bezaubernd kolorierte Fotografien aus dem Japan des 19. Jahrhunderts in "Japan Dreams".

Nostalgisches mit Aura im XL-Format.

Geishas, Fischer, Mönche, Kabuki-Schauspieler... Bezaubernde kolorierte Fotografien aus dem Japan des 19. Jahrhunderts präsentiert der Band "Japanese Dream" (Hatje Cantz Verlag, 98 Euro) im Riesenformat: Zur Zeit der Shōgune-Dynastie im 17. Jahrhundert wurde Ausländern die Einreise nach Japan verweigert. Nach der Grenzöffnung reiste der Kriegsberichterstatter und gebürtige Venezianer Felice Beato 1863 nach Yokohama und blieb mehr als 20 Jahre.

Er porträtierte das Land und seine Menschen der ausgehenden Edo-Zeit mit viel Einfühlungsvermögen. Die in Stroh gekleideten Bauern, die Frauen in aufwändigen Kimonos und die ganzkörpertätowierten Samurai-Krieger scheinen unwirklich und fast entrückt, denkt man an die Modernität des heutigen Japan.

Felice Beato, ein vielgereister Kriegsberichterstatter, erreichte im Juli 1863 die japanische Hafenstadt Yokohama. Er sollte mehr als 20 Jahre lang bleiben. 
Bild: "Vier Geishas" (1870) 20 Jahre, in denen er das Land in seinen Aufnahmen einfing: Er porträtierte Geishas in prachtvollen Kimonos, Samurai, Sumo-Ringer und hielt Landschaften in großartigen Bildern fest. 
Bild: "Briefträger mit Tattoos" (ca. 1880 - 1890) Damit prägte er den Stil der "Schule von Yokohama", was seinen europäischen Künstlerkollegen Charles Wirgman, Raimund Freiherr Stillfried von Rathenitz und Adolfo Farsari nicht gelang.
Bild: "Samurai in traditionellem Gewand mit breitem Bambus-Hut" (ca. 1863) Kennzeichnend für die Fotografien im Stile Beatos, die im Bildband, die anfangs noch auf Albuminplatten belichtet wurden, ist deren sorgfältige Komposition. 
Bild: "Geisha-Schule in Yokohama" (ca. 1885) Die Aufnahmen im Bildband "Japanese Dreams" sind Vorläufer und Begründer der handkolorierten Fotografie: Durch feinste Farbnuancen gewissermaßen zum Leben erweckte Impressionen erlauben einen Blick in die traditionelle japanische Gesellschaft der ausgehenden Edo-Zeit und prägten lange Zeit die europäische Vorstellung von diesem exotischen und fernen Land in Asien.
"Japanese Dreams" erschienen im Hatje Cantz-Verlag (2012).
Text von Monica Maffioli, Gestaltung von Maurizio Bartomioli. 132 Seiten, 56 farbige Abbildungen.  
33,60 x 48,60 cm; in Seide gebunden

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?