Kultur
09.03.2018

Jan Böhmermann will eine ROMY - Brandstätter antwortet

Der Satiriker ruft zum Voting auf und will den Preis in einer glitzernden Burka entgegennehmen.

Jan Böhmermann will eine ROMY. Und wie: Der deutsche Satiriker hat am Donnerstag zum Voting für die ROMY aufgerufen. Und er hat darin fast alle Internet-Trigger verpackt, die es für einen viralen Aufruf braucht: Strache, Wolf, Burka, Sebastian Kurz, die Burschenschaft Hysteria...

Pailettenburka

Der Meister des Metaebenen-Hüpfens kündigt an: "Sollte ich die ROMY 2018 gewinnen, werde ich den Preis verbotswidrig verhüllt in einer mit glitzernden Pailletten bestickten Burka entgegennehmen, in Begleitung von 100 undokumentierten syrischen Flüchtlingen, von denen keiner weiß, wie alt sie sind und wie sie überhaupt heißen. An meiner Hand Armin Wolf und die akademische Burschenschaft Hysteria zu Wien." Er werde eine Puppe von Dietrich Mateschitz verbrennen und Mozarts "Zauberflöte" rülpsen: "Und falls sich jemand beschwert oder echauffiert, werde ich live on stage mich mit den berühmten letzten Worten Adolf Hitlers rechtfertigen: “Leute, das war doch alles nur satirisch gemeint. Das war alles eine riesengroße Satire.”

"Piefkes aller Bundesländer vereinigt euch und votet für Jan Böhmermann bei der ROMY 2018. Liebe Deutsche: Holen wir uns Österreich zurück."

KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter konterte am Freitagnachmittag in einer eigenen Videobotschaft. Jeder habe das Recht, "sich so zu blamieren, wie er das möchte". Außerdem sei noch eine Riege österreichischer Unterhaltungskünstler in der Kategorie nominiert, die sich sicher nicht ohne Weiteres geschlagen gebe. Wichtig war dem KURIER-Chef jedoch festzuhalten, wie die österreichische Flagge aussieht – nämlich nicht so wie die lettische, die Böhmermann im Hintergrund einblendete.

>> Hier geht's zum ROMY-Voting