James Bond legte Mexiko-Stadt lahm

Daniel Craig bei den Dreharbeiten zu "Spectre" im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt
Dreharbeiten zu "Spectre" bescheren den Händlern Millionenverluste.

James Bond hat den Einzelhändlern in Mexio-Stadt Einbußen in Millionenhöhe beschert. Wegen der Dreharbeiten für das 24. Bond-Abenteuer "Spectre" wurden in der Innenstadt der Millionenmetropole viele Straßen und Einkaufszentren geschlossen, wie die Handelskammer Canacope mitteilte. Mehr als 6.000 Läden seien betroffen und hätten insgesamt 24,6 Millionen Dollar (22,8 Millionen Euro) verloren.

Daniel Craig alias 007 ist für "Spectre" unter anderem im alten Senatsgebäude von Mexiko-Stadt im Einsatz. Auch auf dem zentralen Zocalo-Platz wurde zwei Wochen lang bis zum Mittwoch gedreht. Vor der Kamera stand dabei auch das erste mexikanische "Bond-Girl" Stephanie Sigman. Zwar haben die Dreharbeiten dem Stadtzentrum enorme Aufmerksamkeit beschert. Doch die Entschädigung von 100 bis 130 Dollar pro Tag für die Geschäfte sei angesichts des tatsächlichen Ausfalls "lächerlich", beklagten die Händler laut Canacope.

Gegengeschäft

Pikant ist in diesem Zusammenhang, dass die Bond-Macher von Mexikos Regierung mit Steuererleichterungen im Gegenwert von rund 20 Millionen Dollar angelockt worden sein sollen. Ob man bei diesem Kalkül auch die finanziellen Verluste der Einzelhändler einberechnet hat?

Der teils auch in Österreich gedrehte Actionstreifen soll am 6. November in den österreichischen Kinos starten.

Kommentare