Kultur
10.08.2017

Interpol-Konzert in der Arena abgebrochen

Ein Gewitter beendete das Wien-Konzert der New Yorker Band Interpol nach einer halben Stunde.

Es war am Donnerstagabend alles angerichtet für das Konzert von Interpol anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums ihres richtungsweisenden Albums "Turn On The Bright Lights" aus dem Jahre 2002, mit dem sie damals den Nerv der Zeit trafen. Denn damit führten sie den unterkühlten New-Wave- und Post-Punk-Sound der 1980er-Jahre in die Nullerjahre, in eine Zeit, in der nach "Is This It" (2001), dem Erstlingswerk der Strokes, die darniederliegende Gitarrenmusik wieder aufblühte.

Die New Yorker Band rund um Sänger Paul Banks, der in Wien stimmlich stark angeschlagen klang, betrat dann auch die Bühne, um die elf Songs des Albums plus geplanter Zugabe den rund 2500 angereisten Fans zu präsentieren. Um exakt 20.30 Uhr war es soweit: Die ersten Akkorde schnitten sich durch die schwüle, schwere und energiegeladene Nachtluft.

Es musste erst dunkel werden, damit Interpol die Bühne betraten. Und so war es nur konsequent, dass das kalte Scheinwerferlicht von hinten und der Kunstnebel von allen Seiten aufzog. Aber nach einer halben Stunden und beim Song " Stella Was a Diver and She Was Always Down" war Schluss. Abgang. Der aufkommende Wind, der starke Regen und die heranziehende Gewitterwolke setzten hinter diesem Lied und hinter dem Interpol-Konzert in Wien einen verfrühten Schlussstrich. Zuerst die Unterbrechung. Nach einer halben Stunde dann die traurige Gewissheit: Abbruch: Turn Off The Bright Lights... Der Letzte dreht das Licht ab.​

Lösung

Ob Interpol im Rahmen ihrer "Turn On The Bright Lights"-Tour ihr Wien-Konzert nachholen werden, und ob die Karten dafür dann auch noch gültig sind, ist bis dato noch unklar.

Hier noch das erste offizielle Statement des Veranstalters zur Absage des Konzerts:
"Das Konzert der amerikanischen Band Interpol am 10. August in der Open Air Arena Wien musste aufgrund von schweren Unwettern bereits kurz nach Beginn abgebrochen werden, eine Fortsetzung war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir arbeiten mit allen Beteiligten an einer Lösung, bitten allerdings noch um etwas Geduld. Danke für euer Verständnis in dieser Ausnahmesituation, wir melden uns bis Mitte nächster Woche."

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