Kultur
07.07.2016

Der KURIER setzt auf einfache Sprache

Nachahmenswert: Sechs Menschen mit Lernschwierigkeiten erstellen täglich verständliche News.

Journalismus und Behinderung – diese beiden Themenfelder treffen sich meist nur, wenn Redakteure über Menschen mit Behinderung berichten. Die Inklusive Lehrredaktion in der Tageszeitung KURIER geht einen Schritt weiter. Unter Anleitung von Journalisten und betreut von Sozialpädagogen von Jugend am Werk beteiligen sich sechs Menschen mit Lernschwierigkeiten am journalistischen Berufsalltag. Seit Anfang 2016 veröffentlichen die Teilnehmer pro Woche rund 20 Nachrichtenmeldungen in einfacher Sprache.

Mitleben

"Die Inklusive Lehrredaktion bedeutet Mitleben. Für sechs sehr engagierte Menschen bedeutet sie, mitzuleben in der Welt des Journalismus. Für viele Leser bedeutet sie, mitzuleben im temporeichen Informationszeitalter", erklärte Sozialminister Alois Stöger am Donnerstag.

Neben der journalistischen Praxis und dem Aufbau von Fachwissen durch Recherche- und Foto-Workshops werden auch die Sozialkompetenz und die berufliche Integration gefördert.

Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely betonte, dass der Zugang zu Informationen für viele Menschen selbstverständlich sei, dass aber nicht alle diesen Informationen auch folgen könnten. "Die Inklusive Lehrredaktion ist ein Musterbeispiel dafür, wie man wichtige Nachrichten in einfache Sprache übersetzt und damit mehr Menschen die Möglichkeit gibt, sich am Laufenden zu halten." KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter betonte, man wolle junge Leute zum Journalismus führen, "aber auch ein Produkt liefern, das Information leicht verständlich macht".

Hier finden Sie das KURIER-Angebot in einfacher Sprache: es.kurier.at