ImPulsTanz: Frischzellen­kur für Augen und Seele

Bewegung pur: "Mouvements" von Chouinard wird uraufgeführt.
Foto: Impulstanz / Sylvie Ann Pare

Noch bis zum 14. August gastieren die besten Tänzer und Compagnien beim wohl wichtigsten Festival für zeitgenössischen Tanz in Wien.

Wer in den letzten Wochen in Wien war und erstklassige Kulturveranstaltungen erleben wollte, für den gab (und gibt) es nur eine einzige Adresse. Das von Karl Regensburger und Ismael Ivo geleitete Festival ImPulsTanz.

Denn auch die inzwischen 28. Ausgabe des wohl international wichtigsten Festivals für zeitgenössischen Tanz beeindruckte bisher Abend für Abend (an diversen Spielstätten) aufs Neue. Was schon zu sehen war? So ungefähr alles, was gut und packend ist.
Jeder Stil hat bei ImPulsTanz seine Berechtigung, von Bollywood über klassische Choreografien bis hin zu experimentellen Nischen - das Festival zeigt die gesamte Bandbreite des gegenwärtigen Tanzes. Und das auf einem künstlerischen Niveau, das seinesgleichen sucht.

Bis 14. August läuft ImPulsTanz, und es gibt noch jede Menge Höhepunkte. So gastiert etwa die Compagnie Marie Chouinard - Chouinard tanzte auch schon ein fabelhaftes Solo - mit "Les Trous du Ciel und "Mouvements"(4. August) im MuseumsQuartier. Gespannt darf man auch auf die neue Arbeit von Chris Haring und Liquid Loft sein. Unter dem Titel "Wellness - ThePerfectGarden" bespielt Haring erstmals das Palmenhaus (von 4. bis 7. August). Mit "Talking Head" gastiert Haring (11. und 12. 8.) dann im Odeon.

Choreografie-Debüt von Dirk Stermann

Sehr interessant wird auch das Projekt "Versuchsperson Silke Grabinger" ab 9. August im Schauspielhaus. Anne Juren, Hupert Lepka, Oleg Soulimenko, Philippe und Choreografie-Debütant Dirk Stermann setzen dabei Grabinger unterschiedlich in Szene.
Auf Luchino Viscontis Film "Rocco und seine Brüder" nimmt Emio Greco in "Rocco in Two" (ab 10. 8.) im Museumsquartier Bezug.

Ein Spiel mit den Kunstformen verspricht auch der Radikalperformer Ivo Dimchev. Er zeigt am 12. und 14. August im Akademietheater "X-ON", ein "Gruppenstück" mit Objekten von Franz West.

Einziger Wermutstropfen: Auf eine zukunftsweisende Lösung der Budgetproblematik warte man noch immer, so Intendant Regensburger.

Mehr zum Thema

(KURIER) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?