Bevor Marc gekrönt wurde musste er seine Angst überwinden. Theoretisch.

© RTL/Stefan Menne

Marc ist Dschungelkönig, die Therapie beendet
01/29/2017

Marc ist Dschungelkönig, die Therapie beendet

16. Tag: Das Finale zeigt, eigentlich ist "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" sowas wie eine Therapie in der geschlossenen Psychiatrie.

von Mathias Morscher

Es ist vollbracht, der mittlerweile elfte Dschungelkönig ist gekrönt. Marc Terenzi setzte sich im Finale gegen Hanka Rackwitz und Florian Wess durch. Denglisch schlägt Angststörung und Trump-Liebe schlägt Botox-Fetisch. So sind sie, die Anrufer unter den Zusehern. Leicht hatten sie es nicht immer in dieser Staffel und diesen Dschungelcampern.


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Eigentlich ist „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ ja Bildungsfernsehen, erklärte Kollege Guido Tartarotti bereits am dritten Tag, 13 Tage später gleicht das Ganze doch eher eine Therapie in der geschlossenen Psychiatrie. Kein Alkohol, keine Drogen, dafür ständig Sitzkreise und ein Doktor, der Bob heißt. Da die bisherigen Gesprächstherapie-Sitzungen offensichtlich nur bedingt Wirkung zeigten, setzt RTL im Finale alles auf eine Karte und Expositionsübungen - Fachchinesisch für Konfrontationstherapie. Natürlich in Form der Dschungelprüfung.

Klaustrophobie

Den Anfang macht Hanka mit der Prüfung „Uff!“. Die Frau, die unter anderem an Klaustrophobie leidet, darf für die Vorspeise in einen übergroßen Eisbecher steigen und wird Stern für Stern mit allerlei Grauslichkeiten gefüllt. Dabei treffen Fisch- auf Fleischabfälle, Hühnerfüße-Brösel auf grünen und roten Schleim, verfaultes Gemüse und Obst auf lebendes Getier wie Heuschrecken und Kakerlaken. Eine sichtbar eklige und stinkende Melange, doch Hanka schlägt sich gut. Hält zuerst still - obwohl sie bis zum Hals darin steht - und beweist anschließend, dass ihr Mund nicht nur zum Quatschen, sondern auch zum Losknoten und Abschrauben von Sternen gut ist. Alle Sterne, damit bekommen alle eine Vorspeise.

Phagophobie

Um die Hauptspeisen darf Marc in der Prüfung „Ächz!“ kämpfen. Auch er wird mit einer seiner Phobien konfrontiert. Er „fürchtet“ sich vor Vaginen, Penissen und Rosetten. Zumindest wenn er reinbeißen und sie schlucken muss. Diese Furcht will ihm RTL nehmen und therapiert ihn mit einer reich gedeckten Tafel bestehend aus Nippel vom Kuheuter, pürierte fermentierte Eier, einer lebenden Spinne, Kamelgehirn und natürlich einer Vagina - diesmal vom Krokodil. Alternativ könnte er auch Pasta, Schokoladenkuchen und ähnliches essen. Tut er aber nicht, er will sich ja auf die Behandlung einlassen. Doch die 16 Tage haben für eine Heilung nicht gereicht, er erspielt nur eine Hauptspeise und ein persönliches Goodie.

Arachnophobie

Florian, der dritte Patient, mag keine engen Räumen und keine kleinen Tiere - besonders Spinnen sind ihm ein Graus. Damit er seine Angst endlich verliert, darf er in einer dunklen Höhle mit - natürlich - Spinnen, Kakerlaken, Ratten und Mehlwürmern kuscheln. Fünf Minuten muss er sich liegend seiner Phobie stellen und nebenbei Sterne abknoten. Die Therapie scheint anzuschlagen, er verlässt die Höhle mit allen Sternen und sorgt damit für den Nachtisch beim finalen Abendessen. Nach dem Erfolg fühlt er sich „stark“ und brüllt nur noch „yeah“ - er vergisst fast auf sein „High Class“.

Es zeigt sich einmal mehr, Exposition funktioniert. Zumindest bei zwei von drei Patienten. Ob das ein guter Schnitt ist, beantwortet weder Doktor Google noch RTL. Für die „Verrückte, den Stripper und den Botox-Boy“ (Florian) sind es Meilensteine, die sie beim Abendessen - der letzten Gruppentherapie - feiern und besprechen. Da findet Florian sogar sein Lachen wieder. Ob dies tatsächlich an der Heilung oder der endend wollenden Wirkung vom Botox liegt, konnte bis zum Redaktionsschluss leider nicht geklärt werden.

Die Entlassung

Irgendwann wird man aus jeder psychiatrischen Anstalt verabschiedet, so auch aus dem australischen Dschungel. Den Anfang macht Florian, der wieder in die Freiheit und damit auf den deutschsprachigen Trash-TV-Markt entlassen wird. Sein größter Erfolg: er hat wieder Kontakt zu seinem Bruder, denn verändert hat er sich nach eigenen Aussagen nicht. Das Botox hält dann doch länger als jede RTL-Therapie.

Sie war die Patientin mit den meisten Macken, jedoch auch mit dem größten Erfolg. Zahlreiche ihrer fast unzählbaren Phobien hat sie überwunden, sogar Umarmungen waren gegen Ende der Intensivbehandlung möglich. Für die Dschungelkrone reicht es dennoch nicht, die gehört ihrem „Magic Marc“.

Und damit sind wir schon beim neuen Herrscher über. Über was eigentlich? Aja, über einige wenige TV-Formate wie das „Promi Dinner“. Objektiv betrachtet ist er der verdiente Sieger. Abgesehen von seiner Abneigung, komische Dinge zu essen, bewies er Ruhe, Durchhaltevermögen und Kampfgeist. Es bleibt zu hoffen, dass er länger als ein paar Wochen von seinem Erfolg zehren kann, denn seine Gage soll seinen Angaben zufolge bereits auf dem Konto des Insolvenzverwalters gelandet sein - den Umgang mit Geld lernt man eben in keiner Psychiatrie und auch nicht im Dschungel.

Kein Gesicht zu den Namen? Hier gibt's den Überblick

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