Kultur
14.03.2018

"Homo Austriacus": "Die Österreicher sind ein ganz besonderer Menschenschlag"

Neue Promis und Ciro De Luca als neuer Moderator: ab Donnerstag auf ServusTV (20.15).

"Es haben beide ihre Qualitäten", sagt Kristina Sprenger und beantwortet damit diplomatisch die Frage nach dem Warum: Warum wurde der ehemalige ORF-"Selfman" Andreas "Heimwerkerkönig" Steppan bei "Homo Austriacus" von Ciro De Luca abgelöst? Der "gelernte Wiener", wie sich der gebürtige Neapolitaner gerne selbst bezeichnet, übernimmt nämlich ab sofort bei der ServusTV-Unterhaltungsshow den Platz als Moderator, Fragesteller und Wuchteldrucker. "Unterhaltung ist eben mein Metier", sagt er im KURIER-Gespräch selbstbewusst und liefert seinen Lebenslauf mit: "Ich kann auf 28 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken – darunter sind sieben Jahre Kabarett Simpl."

Er selbst könne mit diesem Job auch zwei Sachen miteinander verbinden, die ihm ein Anliegen sind: "Information und Unterhaltung. Und als Draufgabe darf ich dann noch mit Menschen zusammenarbeiten, die ich schätze."

Abgründe

Die neue Aufgabe macht dem 47-jährigen Kabarettisten und Vorteilscard-Besitzer (De Luca ist seit Jahren ÖBB-Testimonial) sichtlich Spaß. Bei der Aufzeichnung der neuen Folgen, zu denen der KURIER eingeladen wurde, beantwortete er gut gelaunt einige Fragen. Den "Homo Austriacus" beschreibt er zum Beispiel als einen "ganz besonderen Menschenschlag", was mitunter an seiner Lernunwilligkeit liegt:

"Die Österreicherinnen und Österreicher halten gerne an Dingen fest, auch wenn das ein totaler Blödsinn ist. Diese ,Weil-es-immer-schon-so-war‘-Mentalität unterscheidet uns eben von anderen Kulturen", sagt Ciro De Luca, der den mitwirkenden Promis im Rahmen der Show u. a. die Frage stellen wird: Wie ticken die Österreicher? "Man kann es schwer sagen", rätselt Kristina Sprenger. Die Schauspielerin ist nicht nur Teil der Show, sondern führt dabei auch eines von zwei sich ständig ändernden Promi-Teams an.

An ihrer Seite nehmen zur Auftaktsendung der dritten Staffel etwa der Jahrhundert-Austrianer Herbert Prohaska und Dompfarrer Toni Faber, der im Auftrag des Herrn durch die "Seitenblicke"-Gesellschaft zieht, Platz, um Punkte bei den einzelnen Runden zu sammeln. Punkten will aber auch das andere Team, Team B, das von Gerold Rudle angeführt und von Alex Kristan und Chris Lohner komplettiert wird.

"So samma eben" lautet der Untertitel des leicht adaptierten Sendungsformats, das in den kommenden Wochen jeweils donnerstags um 20.15 Uhr im heimischen Privatsender zu sehen sein wird. In den neun neuen Folgen stehen einander immer zwei Teams gegenüber, die sich bei unterschiedlichen Aufgaben mit den Abgründen der österreichischen Seele beschäftigen. Humorvoll, nicht tiefenpsychologisch: "Ich bin ja nicht der Sigmund Freud", sagt De Luca, der mit dem Autor und Kabarettisten Gerald Fleischhacker das Drehbuch zur neuen Staffel geschrieben hat.