APA14132618 - 13082013 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Ioan Holender am Dienstag, 13. August 2013, auf dem Weg ins Festspielhaus anl. der Premiere der Guiseppe Verdi Oper "Don Carlos" im Rahmen der Salzburger Festspiele. APA-FOTO: FRANZ NEUMAYR

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Ioan Holender
08/23/2013

Holender: Philharmoniker nur "Mitwirkende"

Ex-Opernchef Ioan Holender mahnt "Besinnung" im Festspielstreit ein.

Mehrfach haben die Wiener Philharmoniker zuletzt verlangt, stärker in die Entscheidungen über die Zukunft der Salzburger Festspiele eingebunden zu werden: Als künstlerisches Zentrum der Festspiele müsse man auch in der Intendantenfrage gehört werden. Der Ex-Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, meldet sich nun in dieser Debatte zu Wort.

Er bezeichnet die Forderung der Philharmoniker, „auch in ihrem Sommerurlaub absoluter Mittelpunkt und sogar bestimmend für die Leitung des Ortes“ (also Salzburg) zu sein, als „vielleicht doch etwas überzogen. Denn immer noch bestimmt die Leitung eines Theaters, wer die Mitwirkenden sind, und nicht diese, wer die Leitung inne hat, oder?“

Holender begründet gegenüber dem KURIER seinen Einwand mit der Doppelfunktion der Musiker: „Sämtliche Mitglieder des Privatvereins der Wiener Philharmoniker sind in erster Linie Arbeitnehmer des Staatsopernorchesters. Als solche beziehen sie ein Jahresgehalt mit zwei Monaten bezahltem Urlaub im Juli und August.“ Dieser Urlaub sei „naturgemäß für deren Erholung gedacht und keinesfalls dafür, im Erholungsurlaub mehr zu arbeiten und zu leisten als in der normalen Arbeitszeit“.

Jedoch bestreiten die Philharmoniker und der Staatsopernchor „noch am 31. August die letzte Vorstellung der vier szenischen Opernproduktionen, die Orchester und Chor in Salzburg gemeinsam gestaltet haben. Am nächsten Tag beginnt ihre Arbeit für die zehnmonatige Spielzeit in der Staatsoper.“ Für Sänger und Instrumentalisten sei „Erholung in Anbetracht ihrer sensiblen körperlichen Arbeit besonders wichtig und notwendig“.

Ängstlich

Als „inadäquat und ängstlich“ bezeichnete Holender die „Reaktion der Salzburger Politiker – leider gleichzeitig auch Mitglieder des Festspiel-Kuratoriums – auf das ,Unbehagen‘ des Nobelorchesters“. Er schlägt „mehr Besinnung, Bescheidenheit und Sachlichkeit“ vor.

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