Mit "Adieu au Langage" in Cannes: Filmikone Jean-Luc Godard

© APA/EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

67. Filmfestival
04/17/2014

Godard gibt Cannes-Comeback mit 3-D-Film

Viele Regiestars im Wettbewerb von Cannes. So zeigt Altmeister Godard einen 3-D-Film. Österreich ist mit Jessica Hausners "Amour Fou" in einer Nebenschiene.

Man ist offenbar nie zu alt, um einen 3-D-Film zu machen. 83 Jahre zum Beispiel, wie Jean-Luc Godard. Dass der Filmrevolutionär der 60er- Jahre mit seinem 39. Film heuer nochmal den Wettbewerb von Cannes entert, ist zweifellos die größte Überraschung des Programms. Dieses wurde jetzt einen Monat vor Beginn des Festivals (ab 14. 5.) in Paris verlautbart. Vor drei Jahren war der Regisseur von Kultfilmen wie "Außer Atem" in der Nebenschiene "Un Certain regard" gelaufen – und er war gar nicht erst persönlich nach Cannes gereist. Man darf gespannt sein, ob der Meister, der schon lange in der Schweiz lebt, der Croisette diesmal die Ehre gibt.

Österreich in prominenter Nebenschiene

Jessica Hausner wird das sicherlich tun. Sie ist aus heimischer Sicht die erfreuliche Nachricht des Tages. "Amour Fou", ihr erster historischer Film, wurde in die Nebenschiene "Un certain regard" eingeladen (dort, wo eben Godard vor drei Jahren lief). Hausner, zuletzt mit "Lourdes" erfolgreich, konkurriert u. a. mit Wim Wenders, Mathieu Amalric und Ryan Gosling. Ihr Film basiert auf Leben und Tod des deutschen Dichters Heinrich Kleist und seiner Partnerin im Tod Henriette Vogel. Der Film – so die Produktionsnotizen – ist weniger als biografisches Porträt zu verstehen denn als Allegorie auf die Liebe.
Zurück zum Wettbewerb um die Goldene Palme: Neben Godard finden sich noch viele andere Regiestars. Olivier Assayas drehte "Sils Maria" mit Kristen Stewart und Daniel Brühl. Bertrand Bonello inszenierte den zweiten Yves-Saint-Laurent-Film des Jahres (und zweifellos den besseren als der, der im Moment im Kino zu sehen ist). Michel Hazanavicius, der mit "The Artist" in Schwarz-Weiß berühmt wurde, zeigt seinen neuen Film.

Und die Autorenfilm-Gurus Jean-Pierre und Luc Dardenne holten für "Deux Jours, Une Nuit" Marion Cotillard vor die Kamera.

Auch auf Hollywood muss Cannes naturgemäß nicht verzichten: David Cronenberg engagierte für "Maps to the Stars" erneut Robert Pattinson; Tommy Lee Jones für seine neue Regiearbeit Meryl Streep. Eröffnet wird am 14. Mai mit Nicole Kidman als "Grace de Monaco" – außer Konkurrenz.

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Die Filme im Cannes-Wettbewerb

Bei den 67. Filmfestspielen von Cannes werden 18 Filme im Wettbewerb laufen, zwei weitere außer Konkurrenz. In Folge ein Überblick über die Kandidaten für die Goldene Palme des Filmfestivals:

"Sils Maria" von Olivier Assayas (Frankreich)

"Saint Laurent" von Bertrand Bonello (Frankreich)

"Kis Uykusu" von Nuri Bilge Ceylan (Türkei)

"Maps to the Stars" von David Cronenberg (Kanada)

"Deux Jours, Une Nuit" von Jean-Pierre und Luc Dardenne (Belgien)

"Mommy" von Xavier Dolan (Kanada)

"Captives" von Atom Egoyan (Kanada)

"Adieu au langage" von Jean-Luc Godard (Schweiz)

"The Search" von Michel Hazanavicius (Frankreich)

"The Homesman" von Tommy Lee Jones (USA)

"Futatsume no mado" von Naomi Kawase (Japan)

"Mr. Turner" von Mike Leigh (Großbritannien)

"Jimmy's Hall" von Ken Loach (Großbritannien)

"Foxcatcher" von Bennett Miller (USA)

"Le meraviglie" von Alice Rohwacher (Italien)

"Relatos Salvajes" von Damian Szifron (Argentinien)

"Leviathan" von Andrei Zvyagintsev (Russland)

"Timbuktu" von Abderrahmane Sissako (Mauretanien)

Außer Konkurrenz:

"How to Train Your Dragon 2" von Dean DeBlois

"Gui Lai" von Zhang Yimou

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