Frequency: Der Rockzirkus ist wieder da

Es gab vor allem viel Hitze zum Start des allumfassenden Musik-Jahrmarkts beim "FM4 Frequency 2011": Die ersten Partypics aus St. Pölten.

Das Frequency Festival ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Jetzt wettermäßig. ... Galt früher der Schauplatz Salzburg als Garant für erfrischende Feuchtigkeit von oben, ist seit der Übersiedlung nach St. Pölten Schönwetter offenbar verpflichtend. Auch heuer wieder: Zum Auftakt des Rock-Festivals am Donnerstag gab es brütende Hitze, schwitzende Fans und ... ... schnell viel Durst. Während die ersten Bands wie Cloud Control oder Yuck auch die musikalische Stimmungslage aufzuheizen versuchten, kam die Hitze vorerst eher von oben und unten (Beton ist Design-Idee Nummer eins im Veranstaltungszentrum VAZ) als von der Bühne. Aber das macht nichts – denn die heimischen Rockfestivals sind längst zum allumfassenden Erlebnis-Parcours geworden. Der Rockzirkus ist wieder in der Stadt, und er hat alles inklusive: ... Gegen den Auftakt-Stress vom Bierschleppen, ... ... Ticketholen ... ... und Zeltbau helfen Massage-Station (aber Vorsicht bei frischen Tattoos!) oder ... ... eine beruhigende Fahrt mit dem Mini-Riesenrad, das – vom Softdrink-Hersteller gesponsert – das innere Kind gleichermaßen im bösen Rocker als auch im Stöckelschuh und/oder Schultertasche tragenden Studentenradiohörer zu wecken. Womit die Zielgruppen des
Frequency Festivals abgedeckt sind. Überhaupt hat der Frequency-Auftakt traditionell eher Kindergeburtstagsstimmung aufzuweisen als schwermütige Rock-Atmosphäre: ... Planschen im Fluss, ... ... Zeltparty ... ... und kreischende Vorfreude mit inbegriffen. Doch auch musikalisch hält das Festival, mit dem der Popmusiksommer auszuklingen beginnt, viele Versprechen parat: Nach dem Auftakttag mit den Interpol, The National, Hurts, Beady Eye, den Kooks und Seeed wartet am Freitag und Samstag noch ein reichhaltiges Programm auf die täglich 40.000 Fans, die die Veranstalter am Gelände erwarten.
Angesagt sind etwa Auftritte von Elbow, Kasabian, The Kills inklusive Kate-Moss-Hype und Deichkind am Freitag sowie
Rise Against, den Stereo MCs, den Chemical Brothers und Carl Barat am Samstag.
Den krönenden Festivalabschluss bestreiten die Foo Fighters (Bild), die etwaig existierende Grunge-Nostalgie in zeitgemäßem Gewand wieder aufleben lassen. Aber zurück zum Spaßfaktor abseits der großen Bühnen ... Die Gaudi erfordert freilich auch einiges an Vorbereitung: Vom kompletten Sofa Marke Al Bundy, ... ... über regional abgrenzende Malereien und ... ... entsprechendes Branding ... ... bis zum obligatorischen Planenaufbau auf diversen Funktionsfahrzeugen. Auch die Feuerwehr ist gerüstet - sogar mit wendigem Mini-Löschzug. Gegen die Hitze müssen die Frequency-Fans sich allerdings selbst schützen: Planschbecken ... ... in allen Größen ... ... und Farben, ... ... Massenbäder in der Traisen ... ... Spritzvorrichtungen ... ... oder einfach nur Schattenspender. Diese Kühlmethode muss wohl noch auf ihre Praktikabilität überprüft werden. Sind die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen, kann der eigentliche Sinn des Festivals verfolgt werden: Die Selbst-Darstellung. Die Standard-Pose ... Geheime Botschaften ... Maskottchen ... So wird man das Festivalgelände an diesem Wochenende nicht mehr sehen. Noch ein paar Impressionen vom Anreise- und ersten Festivaltag beim Frequency 2011 ... Bier-Paletten rollen an ... Gerollt wird überhaupt viel ... Anmarsch ... Anhänger ... Seelsorger ... Vor Langfingern wird gewarnt ... "Is here New Zealand?" "Naa, Austria...!" Ein Topf voll Bier? T-R-A-I-S-E-N In Woodstock sah das noch anders aus ...

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