Mercurys Rolls Royce unter dem Hammer

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Foto: Coys Mercurys Rolls Royce soll bis zu 13.000 Euro wert sein.

Freddy Mercury hatte zwar nie einen Führerschein, aber trotzdem einen Rolls Royce.

Der silberne Rolls Royce des legendären Queen-Sängers Freddie Mercury wird am Samstag in Birmingham versteigert. Wie das Auktionshaus Coys am Dienstag bekannt gab, ist der Wert des Oldtimers aus dem Jahr 1974 auf umgerechnet 11.000 bis 13.000 Euro veranschlagt. Die Versteigerung erfolgt im Ausstellungszentrum des internationalen Automobilsalons von Birmingham.

Der im November 1991 gestorbene Sänger hatte selbst keinen Führerschein. Die Luxus-Karosse, die ihm 1979 von seiner Plattenfirma Goose Productions vermacht wurde, ließ Mercury von Chauffeuren steuern. Zuletzt war der Rolls Royce Silver Shadow 2002 bei der Premiere des Musicals "We will rock you" in Betrieb.

Der Tachostand wird mit 100.000 Kilometer angegeben. Im Wagen liegt laut Auktionsprospekt noch immer ein Päckchen Taschentücher. Die Angehörigen hätten es nicht über's Herz gebracht, die Taschentücher nach dem Tod Freddie Mercurys wegzuwerfen.

Skurrile Auktionsstücke

Ein Zahn von John Lennon, ein BH von Marilyn Monroe oder doch lieber die Barthaare von Kaiser Franz Joseph. Mittlerweile wird alles versteigert, wer will denn schon "nur" ein Foto von seinem Star oder eine Autogrammkarte? Eben. Fans bieten mittlerweile auf die absurdesten Devotionalien und sind bereit, unverhältnismäßig viel Geld dafür auszugeben. Ende 2012 wurde in England mal wieder persönliche Habe von Elvis Presley versteigert. Darunter auch diese "kleidsame", getragene und ungewaschene Unterwäsche. Über 6.000 brachte sie ein. (mehr dazu hier) Des Kaisers Bart kam 2007 unter den Hammer. Seit seinem Tod wurden die Barthaare in einem verglasten Rahmen mit Kaiserkrone aufbewahrt. Einer Wiener Gastronomen-Familie war das Souvenier 6.900 Euro wert.  Haare sind augenscheinlich ein sehr beliebtes Andenken an den Lieblingsstar - oder eben auch nicht. Als sich Britney Spears nach ihrem Alkohol- und Drogenexzess die Haare abrasieren ließ, witterte ihr Frisör das große Geschäft. Er sammelte die blonden Strähnen ein und legte das Startgebot in der Höhe von 1 Million Dollar fest. Blöd nur, niemand zahlte soviel.  Justin Biebers Haare waren da schon gefragter. Für einen guten Zweck zahlte ein Fan 40.000 Dollar für eine einzige Haarsträhne. Für eine Wasserflasche, aus der Herr Bieber anscheinend getrunken hat, wurden bei einer Onlineauktion 600 Dollar bezahlt. 22.700 Euro war einem Arzt aus Kanada ein von Karies gezeichneter Backenzahn von John Lennon wert. Was er damit macht, bleibt sein Geheimnis. Aber auch die "Dritten" von Politkern sind heiß begehrt. So brachte die benutzte Zahnreihe von Winston Churchill 18.200 Euro ein. Ein Zigarrenstummel des britischen Premiers immerhin noch 5.000 Euro. Bonnie und Clyde schossen und raubten sich durch das Amerika der 1930er Jahre, unter anderem mit dieser "Tommy-Gun". Sie allein brachte bei einer Versteigerung Anfang des Jahres 130.000 Dollar, insgesamt brachte der Verkauf aller Waffen des Gangsterpärchen 210.000 Dollar. 2005 wurden ein BH und Seidenstrümpfe von Marilyn Monroe versteigert. Über 2.000 Euro sollte der Büstenhalter des Sex-Symbols bringen. Über die schlussendliche Höhe und den Verkäufer selbst ist leider nichts bekannt. Eine leere Hundefutterdose aus dem Müll von Paris Hilton gefischt, brachte vor einigen Jahren 305 Dollar. Eine ganze Silvesternacht mit der Hotelerbin kostet hingegen schon mal 200.000 Dollar.  Auch Autos werden sehr gerne versteigert, wenn es denn früher einmal einem berühmten Menschen gehört hat. Der Golf vom Papst brachte zum Beispiel knapp 190.000 Euro. Der Golf von Angela Merkel hingegen nur 10.156,02 Euro. Mariah Carey versteigerte eine Kopie ihrer Beine. Gebracht hat die Auktion 575 Dollar. Matthias Schweighöfer versuchte es auch mit der getragenen Unterwäsche. Er lief damit 2011 durchs Brandenburger Tor und stellte die schwarze Short anschließend auf Ebay. Erlös: 2.000 Euro. Die erste Gitarre, die Jimi Hendrix auf der Bühne in Brand steckte, wurde 2008 für 280.000 Pfund versteigert. Die Rocklegende hatte die Fender Stratocaster im März 1967 nach einem Konzert in Flammen gesetzt. Und wieder Haare. Eine Strähne der Ikone Ernesto "Che" Guevara wurde 2007 für 100.000 Euro versteigert. Der Verkäufer war nach Angaben des Autkionshauses Gustavo Villoldo, der auch an der Gefangennahme und Erschießung Che Guevaras beteiligt war. War sein Zahn schon einiges Wert, zahlt man für eine Strähne von John Lennons Haar 34.000 Euro. Ein ganzes Glas voll von Elvis Presleys Haaren wirkt dagegen schon fast wie ein Schnäppchen, das gibt es schon für 12.300 Dollar. Einmal aufs Stille Örtchen gehen, kann den Wert des selbigen bedeutend in die Höhe treiben. Zumindest wenn John Lennon der Besucher war. Die Schüssel wechselte 2008 für 12.000 Euro den Besitzer.
(APA / moe) Erstellt am
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