Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ in der Regie von Gustav Kuhn bei den Tiroler Festspielen Erl

© /Xiomara Bender

Festspiele Erl
07/09/2015

Bayreuth liegt wieder in Tirol

Erl-Intendant Gustav Kuhn setzt heuer wieder ganz auf Richard Wagner.

von Peter Jarolin

Dass Gustav Kuhn keine Affinität zu Richard Wagner hat, wird niemand ernsthaft behaupten.

Immerhin war es Dirigent Kuhn, der 2005 und danach auch 2014 den gesamten "Ring des Nibelungen" innerhalb von 24 Stunden (mit wechselnden Sängern) realisierte. Und auch bei den heute, Donnerstag, mit einem Eröffnungskonzert startenden Festspielen in Erl steht Wagner im Zentrum.

"Ring" an vier Tagen

Doch ist Intendant, Dirigent und Regisseur Kuhn heuer ja beinahe moderat geworden.

Zwei Spielserien (23. bis 26. Juli) bzw. 30. Juli bis 2. August) vom "Ring des Nibelungen" stehen auf dem Programm. Jedoch eben nicht binnen 24 Stunden, sondern binnen vier Tagen. Selbstverständlich dirigiert Kuhn im Passionsspielhaus selbst; die Besetzungen alternieren.

Unter den Solisten finden sich auch bekannte Namen wie Oskar Hillebrandt oder Franz Hawlata. Es spielt wie immer das Orchester der Tiroler Festspiele Erl.

Als Dirigent und Regisseur in Personalunion ist Gustav Kuhn auch bei zwei anderen Wagner-Opern zu erleben. So feiert bereits am Freitag (10. Juli) "Tristan und Isolde" im Festspielhaus von Erl Premiere; eine Reprise gibt es am 18. Juli.

Und im Passionsspielhaus verschaffen sich am 11. bzw. 19. Juli "Die Meistersinger von Nürnberg" Gehör. Bayreuth liegt somit auch diesen Sommer wieder in Tirol.

Bei den hochkarätig besetzten Konzerten kommen aber auch andere Komponisten zum Zug. So gibt es am 17. Juli eine Aufführung von Giuseppe Verdis "Messa da Requiem"; am Pult steht logischerweise Kuhn selbst.

Doch an manchen Abenden gönnt sich der Marathon-Mann Kuhn auch eine Pause. Etwa beim Auftritt der Musicbanda Franui mit dem genialen Puppenspieler Nikolaus Habjan am 12. Juli. Oder bei den Liederabenden von Vesselina Kasarova (16. Juli) und Francisco Araiza (22. Juli) sowie bei diversen Kammermusik-Konzerten.

Denn schließlich laufen die Vorbereitungen für die Winterfestspiele (20. 12. bis 6. 1. 2016) bereits auf Hochtouren. Dann aber gänzlich ohne Wagner.www.tiroler-festspiele.at

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