Facebook löscht Penis-Cover
Kürzlich erwirkte die deutsche Bischofskonferenz ein Verbot des Papst-Covers des Satiremagazins Titanic (der KURIER berichtete). Und jetzt der nächste Fall von Zensur - diesmal allerdings von unerwarteter Seite: Facebook löschte ein Cover des Zeit-Magazins. Wie das Magazin in einer Aussendung mitteilte, postete die Redaktion am Mittwochnachmittag beide Titelseiten der aktuellen Ausgabe auf seiner Facebook-Seite. Auf Seite eins war zwar noch ein spärlich bekleideter Mann abgebildet, unter dem Hinweis "Das ist übrigens ein Penis" war auf der zweiten Seite die Männlichkeit dann aber in ihrer ganzen Pracht zu sehen.
Offensichtlich zu viel des Guten für die strengen Forumsregeln des sozialen Netzwerkes: Das Posting mit der zweiten Titelseite verschwand plötzlich und ohne Vorankündigung von der Facebook-Seite der Zeit. Der Vorfall scheint somit der Coverstory des Magazins recht zu geben, in der "Der Penis als letztes Tabu" thematisiert wird. In ihrem Artikel geht die Autorin Elisabeth Raether der Frage nach, weshalb in der Öffentlichkeit, männliche Nacktheit ganz im Gegensatz zu weiblicher nicht vorkommt.
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