© Stanislaw Chomicki

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02/24/2015

EUROPA IN WIEN. Der Wiener Kongress 1814/15

Im Unteren Belvedere beleuchtet die Ausstellung den schillernden Alltag dieses politischen Großereignisses.

Mit „EUROPA IN WIEN. Der Wiener Kongress 1814/15“ zeigt das Belvedere in den Räumen des Unteren Belvedere und der Orangerie vom 20. Februar bis 21. Juni 2015 eine umfassende Ausstellung, die sowohl die politischen als auch die gesellschaftlichen Aspekte dieses außergewöhnlichen Ereignisses, das ganz Europa mehrere Monate hindurch in Atem hielt, beleuchtet. Gastgeber war Kaiser Franz I. von Österreich. Alle großen Mächte Europas sandten ihre Delegierten, um gemeinsam über die Neuordnung des Kontinents, der durch die Napoleonischen Kriege seine politische Stabilität verloren hatte, zu beraten. Österreich wurde durch Fürst von Metternich repräsentiert, der auch als Präsident des Kongresses fungierte. Das erklärte Ziel war, durch einen Ausgleich der Machtverhältnisse Frieden und Ordnung in Europa zu schaffen und dauerhaft zu sichern.

Die Intention der Ausstellung im Belvedere liegt darin, dem Besucher das epochale Ereignis des Kongresses im Rahmen des großen geschichtlichen Spannungsbogens, der vom Auftreten Napoleons auf der europäischen Bühne bis zur Schlacht bei Waterloo reicht, vor Augen zu führen. Somit wird anhand von Kunstwerken eine geschichtliche Erzählung mit hoher Dramatik und schillernden Persönlichkeiten präsentiert

Zu wohl kaum einem anderen politischen, diplomatischen und gesellschaftlichen Geschehen des 19. Jahrhunderts existiert so viel unterschiedliches Material wie zum Wiener Kongress. Die Aufbereitung der Exponate für eine Ausstellung stellte die Kuratoren Sabine Grabner und Werner Telesko vor die Herausforderung, ein diplomatisches und historisches Ereignis, das vor allem als ein gesellschaftliches wahrgenommen wird, anschaulich zu präsentieren. Von der Reportagegrafik und der Karikatur über Historienbilder bis hin zu Porträts in mannigfachen Formaten – vom Miniaturformat über die Skulptur bis zum großen Ölbild – reichen die aus vielen Ländern stammenden Ausstellungsstücke. Die Breite des Phänomens Wiener Kongress in seinen gesellschaftlichen und künstlerischen Verästelungen wird vor allem anhand von Hauptwerken aller Kunstgattungen dargestellt. Das Themenspektrum trägt sowohl der spannenden Chronologie der Ereignisse – von den Befreiungskriegen über die zweimalige Besetzung Wiens (1805 und 1809) bis hin zur Völkerschlacht bei Leipzig 1813 – als auch einer adäquaten Darstellung des Anteils der Protagonisten in Adel und Bürgertum Rechnung.

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Neben persönlichen Erinnerungsstücken wie Medaillen und Tabatieren sind auch das Porträt der Dorothea Prinzessin von Kurland, Herzogin von Dino, Talleyrand-Périgord und Sagan von François Gérard oder jenes des Siegers der Völkerschlacht bei Leipzig, Karl I. Philipp Fürst von Schwarzenberg, von Johann Peter Krafft zu sehen sein. Als Besonderheit konnte die Partitur der Eroica von Ludwig van Beethoven aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien für die Ausstellung gewonnen werden, ebenso wie die prächtig gestaltete Schlussakte des Wiener Kongresses, die natürlich das Kernstück der Ausstellung ist. Zu den weiteren Besonderheiten in der Schau zählen das Porträt des damaligen Außenministers und späteren Staatskanzlers Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich des englischen „Starmalers“ Thomas Lawrence wie auch das überlebensgroße Porträt von Zar Alexander I. von François Gérard aus Schloss Malmaison bei Paris, das sonst kaum auf Reisen geschickt wird.

Unteres Belvedere und OrangerieRennweg 6, 1030 WienTäglich 10 bis 18 Uhr, Mittwoch 10 bis 21 Uhr€ 11,- (Unteres Belvedere)

www.belvedere.at

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