Daniel Attia aus Wien verbrachte ein Studienjahr in Ljubljana. Über diese Zeit schrieben er und sein Studienkollege Freek ein Lied

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Musikvideo
09/27/2013

Sloweniens YouTube-Star kommt aus Wien

Ein Wiener und ein Niederländer studieren gemeinsam in Ljubljana. Was dabei herauskommt: Ein YouTube-Hit

von Sandra Lumetsberger

Um auf YouTube bekannt zu werden, ist kein großer Aufwand nötig. 500 Millionen Mal wurde das Video geklickt, in dem der einjährige Charlie in den Finger seines dreijährigen Bruders beißt, der wiederholt: „Charlie bit me“ (Charlie hat mich gebissen). Ähnlich simpel begann die Karriere von Kennan Cahill. Vor laufender Kamera imitierte der 16-Jährige vor zwei Jahren in seinem Zimmer Katy Perry und wurde berühmt. Daniel Attia aus Wien musste sich nicht zum Affen machen oder andere imitieren, um in Slowenien bekannt zu werden.

Liebeserklärung an Ljubljana

Der 25-Jährige studiert Kognitionswissenschaften an der Universität Wien und verbrachte im Rahmen des CEEPUS-Austauschprogramms ein Studienjahr in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Dort lernte er Freek Keesen kennen, einen niederländischen Erasmus-Studenten. Beide verbindet die Leidenschaft für Hip-Hop und Rap. Obwohl der Wiener seit drei Jahren keine Musik mehr gemacht hat, da er sich auf sein Studium konzentrieren will, beschlossen er und sein Kollege Freek, ihrer gemeinsamen Zeit in Ljubljana ein Denkmal zu setzen - mit einem deutsch/holländischem Rap. „Feelin' Fine“ ist eine Liebeserklärung an die Stadt. An aufregende Nächte im Alternativ-Viertel-Metelkova und neue Freundschaften.

Dass sie dazu noch ein Video drehten, entsprang einer spontanen Idee, sagt Daniel Attia im Gespräch. „Wir haben uns gegenseitig mit einer HD-Kamera an unseren Lieblingsplätzen gefilmt und Freek hat das Video am PC bearbeitet. Wir haben es auf Facebook gestellt und es hat sich auf diesem Weg verbreitet.“ Dass ihr Lied auf YouTube innerhalb weniger Wochen 82.000 Klicks bekam und die Aufmerksamkeit lokaler Journalisten erregte, bezeichnet der Student am Telefon als unglaublich. „Das war verrückt, damit hätten wir nicht gerechnet.“ Es folgten Interviews mit Nachrichtenagenturen und Zeitungen. In Slowenien spielen nun sogar Radiosender das Lied der beiden Studenten.

Mittlerweile wurden Daniel Attia und sein Kollege alias Phlegma & Freaky Freek zu „10 Jahren Rap Petek“, einer der größten Hip-Hop Veranstaltung Sloweniens, eingeladen. Per eMail ließ der Wiener wissen, dass in Kürze seiner neuer Titel „Textliebe" erscheint. „Hoffentlich mit einem Video, wenn meine Zeit in Ljubljana noch ausreicht.“ In zwei Wochen endet sein Studienjahr und der 25-Jährige fährt wieder zurück nach Wien. Denn studieren will er trotz Musikkarriere weiterhin.

Daniel Attia: Meine musikalischen Vorbilder

1. Torch (Album: Blauer Samt)
2. Tua (Album: Grau)
3. Megaloh (Album: Endlich Unendlich)

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