Mit seiner Rolle als Gauner und Aushilfslehrer in der Schulkomödie "Fack ju Göhte" landete Elyas M’Barek einen Riesenerfolg

© Constantin Film Verleih GmbH / Christoph Assmann

'Fack ju Göthe'-Star
04/26/2014

"Ich bestehe auf eine Nacktszene"

ROMY-Gewinner Elyas M’Barek würde auch gerne in österreichischen Filmen spielen.

von Peter Temel

Für seine Rolle in der Erfolgskomödie "Fack ju Göthe" wurde der Münchner Elyas M’Barek bei der Jubiläums-ROMY als beliebtester Schauspieler ausgezeichnet.

KURIER: "Fack ju Göhte" liegt mit mehr als sieben Millionen Kinozuschauern in der ewigen Liste deutscher Filme auf Platz 4, vor "Keinohrhasen" oder "Good Bye, Lenin!". Waren Sie überrascht von dem Erfolg?

Elyas M’Barek: Natürlich! Ich wusste zwar, dass es ein guter Film ist, aber es war zu keinem Zeitpunkt klar, dass das so groß wird. Aber ich halte diese Listen und Vergleiche für Quatsch. Ich freu’ mich einfach, dass so viele Leute im Kino Spaß daran hatten.

Der Filmtitel geht respektlos mit dem klassischen Bildungsideal um. Wie wichtig ist heute gute Allgemeinbildung – oder kann man ohnehin alles googeln?

Nicht nur bei "Wer wird Millionär?", sondern auch im tatsächlichen Leben ist es nie schlecht, wenn man Dinge weiß. Wenn jemand sehr viel erzählen kann, dann macht das diesen Menschen auch sehr interessant.

Sie werden oft für Rollen mit Migrationshintergrund besetzt. Sehen Sie Ihr Aussehen als Vorteil oder nervt es, auf einen gewissen Typ festgelegt zu sein?

Weder noch. Jeder Schauspieler erfüllt einen Rollentyp. Würde ich einen deutschen Namen tragen und "europäischer" aussehen, dann würde ich auch auf einen gewissen Typ festgelegt. Das einzige, was wirklich interessant ist, sind die Figuren.

Ihre Mutter ist Österreicherin, Sie sind aber in München aufgewachsen und arbeiten hauptsächlich in Deutschland

Eigentlich nur in Deutschland. Ich hab noch nie ein Filmangebot aus Österreich bekommen, nicht einmal ein Drehbuch oder ein Casting, gar nix.

Wären Sie interessiert?

Natürlich! Ihr macht doch tolle Filme. Ich verehre Josef Hader zum Beispiel. Österreich hat eine tolle Filmkultur.

Der österreichische Film "Das finstere Tal" ist 9-mal für den Deutschen Filmpreis nominiert, "Fack ju Göhte" 4-mal. Gibt’s Chancen auf den "besten Film"?

Es ist ja schon außergewöhnlich, wenn eine Komödie als bester Spielfilm nominiert ist. Preise sind immer eine Ehre und schön, aber dafür macht man ja keine Filme.

Sie waren erstmals als beliebtester Schauspieler für die ROMY nominiert. Was bedeutet dieser Publikumspreis für Sie?

Das ist für mich fast die schönste Auszeichnung, weil es ja vom Publikum kommt. Obwohl ich auch Jurys respektiere, finde ich das noch spannender. Das Publikum entscheidet ja letztlich, ob ein Film erfolgreich wird. Das ist schon eine besondere Ehre.

Freuen Sie sich darüber, wieder einmal in Wien zu sein?

Ja, ich liebe Wien! Es ist erst zirka drei Jahre her, dass ich zum ersten Mal hier war. Aber ich hab mich auf Anhieb verliebt. Ich finde es einfach schön, wie sehr die Stadt immer strahlt. Ich mag die Kaffeehäuser sehr gerne.

Sie wissen sicher, dass man in Österreich "Kaffeeeee" sagt …

Ja, natürlich. Und die Käsekrainer ist auch gut bei euch. Ich hab eine am Naschmarkt gegessen, die war der Wahnsinn! A Eitrige! (lacht)

Haben Sie in Ihrer Kindheit viel Zeit in Österreich verbracht?

Meine Familie kommt aus Oberösterreich, wir waren oft zu Besuch in einem kleinen Ort im Innviertel. Da hab ich auch im Wirtshaus mitgeholfen. Ich hab’ es geliebt, in der Küche zuzuschauen oder einen "Kaffeeeee" rauszubringen. (lacht)

Sie haben auf Facebook dazu aufgerufen, für Sie auf der ROMY-Seite zu voten.

Aber nur ein Mal. Nicht alle Kollegen haben eine Facebookseite und ich habe da mittlerweile relativ viele Fans (rund 1,8 Millionen, Anm.). Daher wäre es unfair, mehrmals aufzurufen. Außerdem wäre es peinlich, den Preis nur deswegen zu bekommen, weil ich fünfmal auf Facebook alle genervt habe.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Facebook-Auftritt?

Sehr wichtig! Die Seite wird ausschließlich von mir geführt. Ich möchte nicht, dass irgendjemand Dinge so formuliert, wie ich’s nie sagen würde. Es ist auch eine nette Möglichkeit, den Kontakt mit den Fans zu pflegen.

Es gibt aber auch negative Seiten, wenn etwa Shitstorms gegen Prominente losbrechen. Muss man das akzeptieren?

Diese Shitstorms werden manchmal ja vonseiten der Presse erzeugt. Ich weiß von Kollegen, dass das meistens nicht so heiß gegessen wird wie gekocht. Man sollte das alles nicht so ernst nehmen.

Sie setzen in Ihren Filmen immer wieder Ihren Körper ein und meinten in einem Interview, Sie hätten kein Problem damit, ein "Sex-Objekt" zu sein.

Gegenfrage: Warum sollte es ein Problem sein?

Man wird vielleicht aufs Aussehen reduziert?

Das glaube ich nicht. Ich bin ja bei der ROMY als beliebtester Schauspieler nominiert worden und nicht als beliebtestes Sex-Objekt (lacht). So lange ich noch nackt vor der Kamera stehen kann und die Leute das sehen wollen, mach ich das. Ist doch schön.

Wird in "Fack ju Göthe 2" noch mehr von Ihnen zu sehen sein?

Also, ich spiele jedenfalls wieder mit (lacht). Ich bestehe natürlich auf eine Nacktszene! Das ganze Training muss sich ja wieder lohnen.

(Interview: Peter Temel)

Die Filme von Elyas M'Barek

Zur Hälfte Österreicher, als "Türke" bekannt

In deutschen Medien wird Elyas M’Barek (31) gern als "Türke vom Dienst" bezeichnet, vor allem, seit er 2006 in Bora Dagtekins TV-Serie "Türkisch für Anfänger" die Rolle des Cem Öztürk übernahm. M’Barek ist aber Sohn einer Österreicherin und eines Tunesiers. Weitere TV-Erfolge landete er als Assistenzarzt in der Serie "Doctor’s Diary". 2010 verkörperte der Münchner in dem Kinofilm "Zeiten ändern dich" den jungen Skandalrapper Bushido.

Der große Hauptrollenerfolg kam 2012 mit der Kino-Version von "Türkisch für Anfänger". Ebenfalls mit Regisseur Dagtekin drehte er schließlich 2013 die Schulkomödie "Fack ju Göthe", die mehr als 7 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos lockte. M’Barek spielt den Bankräuber Zeki Müller, der aufgrund von Missverständnissen als unorthodoxer Aushilfslehrer an einer Schule landet.

Im September 2015 soll Teil 2 in die Kinos kommen. Bereits diesen Oktober wird M’Barek im Hacker-Thriller "Who Am I" (mit Tom Schilling und Wotan Wilke Möhring) und in der Komödie "Männerhort" (mit Detlev Buck und Christoph Maria Herbst) zu sehen sein.

Das gesamte Interview mit Elyas M'Barek

KURIER: "Fack ju Göhte" liegt mit mehr als sieben Millionen Kinozuschauern in der ewigen Liste deutscher Filme auf Platz 4, vor "Keinohrhasen" oder "Good Bye, Lenin!". Waren Sie überrascht von dem Erfolg?

Elyas M’Barek: Natürlich! Ich wusste zwar, dass es ein guter Film ist, aber es war zu keinem Zeitpunkt klar, dass das so groß wird. Aber ich halte diese Listen und Vergleiche für Quatsch. Ich freu’ mich einfach, dass so viele Leute im Kino Spaß daran hatten.

Der Filmtitel geht respektlos mit dem klassischen Bildungsideal um. Wie wichtig ist heute gute Allgemeinbildung – oder kann man ohnehin alles googeln?

Nicht nur bei "Wer wird Millionär?", sondern auch im tatsächlichen Leben ist es nie schlecht, wenn man Dinge weiß. Wenn jemand sehr viel erzählen kann, dann macht das diesen Menschen auch sehr interessant.

Sie wenden in dem Film ja eher „kreative“ Lehrmethoden an, um das einmal so zu sagen. Hätten Sie sich damals in der Schule auch einen alternativen Unterricht gewünscht?

Ehrlich gesagt, es ist schon so lange her, dass ich zur Schule gegangen bin. Ich weiß gar nicht mehr, wie das damals war. Mir hat die Schule eigentlich immer Spaß gemacht, da gibt’s nichts daran auszusetzen.

"Fack ju Göthe 2" soll ja im September 2015 in die Kinos kommen. Fans des ersten Teils wurden befragt, was sie sich für einen Titel wünschen würden. Da standen „Leck mich, Schiller“ oder„Fresse, Hesse“ zur Auswahl. Was ist Ihr Favorit?

Ich fand „Fack Ju 2“ eigentlich am Besten. Englisch ausgesprochen, klingt das ja auch zweideutig – das ist schlussendlich am besten. (lacht)

Sie wurden als Cem Öztürk in „Türkisch für Anfänger“ bekannt. Sie werden oft für Rollen mit Migrationshintergrund besetzt, z.B. als Deutschtürke. Sehen Sie da Ihr Aussehen als Vorteil, um solche Rollen zu bekommen, oder nervt es Sie eher, auf einen gewissen Rollentyp festgelegt zu sein?

Weder noch. Jeder Schauspieler erfüllt irgendeinen Rollentyp, anders geht das ja gar nicht. Würde ich einen deutschen Namen tragen und „europäischer“ aussehen, dann würde ich auch auf einen gewissen Rollentyp festgelegt. Insofern ist das total hinfällig. Das einzige, was wirklich interessant ist, sind die Figuren.

Ihre Mutter stammt aus Österreich, sie sind aber in München aufgewachsen und beruflich hauptsächlich in Deutschland tätig …

Eigentlich nur in Deutschland. Ich hab noch nie in Österreich gedreht. Was daran liegt, dass ich auch nie Angebote von euch bekomme. (lacht) Ich hab noch nie in meinem Leben irgendein österreichisches Filmangebot bekommen, nicht einmal ein Drehbuch oder ein Casting, gar nix.

Wären Sie interessiert?

Ja natürlich, gerne. Ihr macht doch tolle Filme. Ich verehre Josef Hader zum Beispiel. Österreich hat eine tolle Filmkultur.

„Das finstere Tal“ von Andreas Prochaska ist neunmal für den deutschen Filmpreis nominiert . . .

Ich hab den Film gesehen und drück denen beide Daumen für den deutschen Filmpreis.

„Fack ju Göthe“ ist viermal nominiert. Glauben Sie, dass Sie Chancen auf den „besten Film“ haben?

Weiß ich nicht, ist auch völlig egal. Es ist schon außergewöhnlich, wenn eine Komödie als bester Spielfilm nominiert ist. Preise sind immer eine Ehre und sind schön, aber dafür macht man ja keine Filme. Also ich zumindest nicht.

Sie wurden zum ersten Mal für die ROMY nominiert - als beliebtester Schauspieler. Was bedeutet dieser Publikumspreis für Sie?

Das ist eigentlich für mich fast die schönste Auszeichnung, weil’s ja vom Publikum kommt. Obwohl ich auch jede Jury respektiere, finde ich es fast noch spannender, vom Publikum einen Preis zu bekommen. Das Publikum entscheidet ja letztlich auch an der Kinokasse, ob ein Film erfolgreich wird. Das ist auch eine viel breitere Meinung. Das ist schon eine besondere Ehre, finde ich.

Tragen Sie gerne Smoking?

Ja, wenn’s der Anlass erlaubt, schon, klar!

Agenten tragen ja häufig Smoking, ich denke da an James Bond. Wäre das eine Art von Rolle, die sie interessieren würde?

Total! Aber geht ja leider nicht … ich bin ja kein Engländer. Du musst britischer Herkunft sein, wenn du James Bond spielen willst.

Es gibt ja auch deutsche Agentenfilme …

Ach so. Ja, aber das wird dann nie an James Bond herankommen. Wenn, dann schon richtig! Aber ich könnte ja mal einen Bösewicht spielen bei James Bond. (lacht) Warum nicht? Das wäre möglich.

Aus welchem Land würde der dann kommen?

Vielleicht aus Afghanistan, oder so? Afghanen habe ich zum Beispiel noch nie gespielt. Sonst hab ich schon alles durch, Italiener, Iraner, Türken natürlich, Araber. Es könnte aber auch ein Südfranzose sein, oder ein Portugiese würde auch gehen. (lacht)

Freuen Sie sich darüber, wieder einmal in Österreich zu sein?

Ja, ich liebe Wien! Es ist erst zirka drei Jahre her, dass ich zum ersten Mal in Wien war. Davor hab ich’s nie geschafft. Aber ich hab mich auf Anhieb in Wien verliebt. Ich freu mich immer wieder hierherzukommen. Wien ist eine unfassbar schöne Stadt.

Was ist für Sie das Besondere an Wien?

Ich finde es einfach schön, wie sehr die Stadt immer strahlt. Beim Ankommen sieht man gleich die Fiaker. Ich mag die Kaffeehäuser sehr gerne …

Sie wissen sicher, dass man in Österreich „Kaffeeeee“ sagt …

Ja, natürlich! Und die Käsekrainer ist auch gut bei euch. Ich hab eine am Naschmarkt gegessen, die war der Wahnsinn! A Eitrige! (lacht

Haben Sie in Ihrer Kindheit viel Zeit in Österreich verbracht?

Doch, doch. Meine Familie kommt aus Oberösterreich, ich in meiner Kindheit sehr oft zu Weihnachten oder auf Besuch in einem kleineren Ort im Innviertel. Da hab ich auch im Wirtshaus mitgeholfen. Ich hab‘ das geliebt, manchmal in der Küche zu stehen und zuzuschauen oder mal einen Kaffeeeee rauszubringen. (lacht)

Sie haben ihre Fans auf Facebook aufgerufen, für Sie auf der ROMY-Seite zu voten . . .

Aber nur ein Mal. Denn das wäre ja fast schon Schiebung oder unfairer Wettbewerb. Nicht alle Kollegen oder Mitnominierten haben eine eigene Facebookseite und ich habe da mittlerweile relativ viele Fans (rund 1,8 Millionen, Anm.) und daher wäre es unfair, da mehrmals aufzurufen. Außerdem wäre es auch peinlich, den Preis nur deswegen zu bekommen, weil ich fünfmal auf meiner Facebookseite darauf hingewiesen habe und alle genervt habe.
Aber ich danke natürlich jedem, der für mich gevotet hat.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Facebook-Auftritt?

Sehr wichtig! Die Seite wird auch ausschließlich von mir geführt, da gibt’s kein Team dahinter. Mittlerweile sind da ja so viele Leute auf meiner Facebookseite, da möchte ich nicht, dass irgendjemand Dinge so formuliert, wie ich’s nie sagen würde. Das ist mir schon wichtig, dass das ich bin. Es ist auch eine nette Möglichkeit, den Kontakt mit den Fans irgendwie zu pflegen, so weit es geht, und auch manchen was zurückzugeben. Die auch ein bisschen daran teilhaben zu lassen, an dem, was ich so sehe oder gerade erlebe. Und das ist von beiden Seiten freiwillig, das ist das Schöne.

Es gibt aber auch negative Seiten an den sozialen Medien, wenn etwa regelrechte Empörungswellen gegen Prominente in Form von Shitstorms losbrechen. Muss man dieses Phänomen akzeptieren?

Diese Shitstorms werden manchmal ja vonseiten der Presse erzeugt. Ich weiß von Kollegen, dass das oft gar nicht so heiß gegessen wird wie gekocht. Manchmal sagt man etwas in Interview, das in einem anderen Kontext total dramatisch wirkt. Man sollte das aber alles nicht so ernst nehmen. Ich glaube, das ist im Internet genauso wie in den Zeitungen: Was heute geschrieben wird, ist dann meistens morgen wieder vergessen.

Man hat dann zumindest für Aufmerksamkeit gesorgt …

Ich weiß nicht … ich brauche keine Aufmerksamkeit.

Im Fall von Markus Lanz war die Aufregung im Netz ziemlich heftig, es gab auch Online-Petitionen. Gibt’s da einen Punkt, wo sie sagen, es reicht?

Ich weiß nicht, ob eine Petition wirklich gerechtfertigt ist. Sagen wir mal, ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Aber man sollte die Meinung der Leute auch ernst nehmen.

Wird Ihnen „Wetten, dass..?“ abgehen?

Also, ich hab’s mir in meiner Kindheit sehr gern angesehen, damals mit Thomas Gottschalk. Es war damals auch einfach ein Happening.Vor zwanzig Jahren hab ich das noch spannend gefunden. Es ist ja überhaupt schön, wenn eine Sendung über so viele Jahrzehnte läuft und gesehen wird. Aber alles hat irgendwann sein Ende. Von FjG werden wir vermutlich auch nicht fünf Teile drehen. Irgendwann ist es vorbei, und dann kommt halt was Neues. Man muss ja auch mit der Zeit gehen. Ich habe die Sendung seit langem nicht mehr aktiv verfolgt.

Hat es Sie dennoch gefreut, dass Sie im Vorjahr noch bei „Wetten, dass..?“ zu Gast waren?

Absolut. Ich fand es total spannend, einmal in der Sendung meiner Kindheit selbst zu Gast zu sein. Ich hatte eine Art Audienz bei Miley Cyrus. Wir haben gemeinsame Fotos gemacht, das war sehr lustig. Ich hab das dann auch auf Facebook gepostet. Es war das meistgelikte Foto auf meiner Seite bis dato (über 100.000 Likes).

Miley Cyrus hat mir ihrem Sexappeal gespielt und viel Aufmerksamkeit bekommen. Sie setzen in Ihren Ihren Filmen auch Ihren Körper ein und haben in einem Interview gesagt, sie haben kein Problem damit, ein „Sexobjekt“ zu sein.

Gegenfrage: Warum sollte es ein Problem sein?

Man wird vielleicht aufs Aussehen reduziert?

Nein, das glaub ich nicht. Ich bin ja jetzt auch als beliebtester Schauspieler nominiert und nicht als beliebtestes Sex-Objekt. (lacht)
So lange ich noch nackt vor der Kamera stehen kann, und die Leute das sehen wollen, mach ich das. Ist doch schön. Wer weiß, was in zehn Jahren ist . .

Wird in „Fack ju Göthe 2“ noch mehr von Ihnen zu sehen sein?

Also ich spiele wieder mit. (lacht) Ich bestehe natürlich auf eine Nacktszene. Das ganze Training muss sich ja wieder lohnen.

Inm Thriller „Who Am I“ werden Sie einen Hacker spielem. Wie war das für Sie, einmal in so eine Rolle zu schlüpfen?

Das war vor allem aufgrund des Genres ganz spannend. Es ist ein sehr wilder Film, sehr krass. Ich glaube, das wird einige Leute überraschen, ist für deutsches Kino schon sehr außergewöhnlich.

Konnten Sie an Ihre Grenzen gehen?

Ja, gerade was die Nachtdrehs anbelangt, draußen, im Winter in Berlin.

„Who Am I“ hat eine tolle Besetzung (u.a. Tom Schilling, Wotan Wilke Möhring, Anm.). Ist das auch ein Film, mit dem Sie in andere Genres vordringen können?

Ich mache Filme nicht aus strategischen Gründen, um danach was anderes zu machen. Ich mach es, wenn ich Lust drauf habe, wenn mir das Drehbuch gut gefällt, wenn ich mir vorstellen kann, ein Teil davon zu sein. Und das war da der Fall. Und ich freu mich natürlich auch, dass es einmal etwas anderes ist. Es ist für mich als Schauspieler interessant, auch einmal andere Dinge zu machen und nicht auf Komödie festgelegt zu sein. Mein erster Film „Wholetrain“ war ja auch ein Drama.

Besteht nicht die Gefahr, auf einen gewissen Rollentyp festgelegt zu werden, wenn man mit einem Film sehr erfolgreich ist?

Ich find es nicht schlimm. Es ist doch eher schön, wenn man eine Marke ist und für irgendwas steht und die Leute dir ein Drehbuch schicken, weil sie eine Rolle vor Augen haben.

Ist Hollywood für Sie ein Thema?

Weiß ich nicht. Ich mach mir da echt keine Gedanken darüber. Ich warte mal ab, was passiert. Also wenn jemand eine gute Idee hat, bin ich bestimmt interessiert. Aber bloß weil auf einem Film der Stempel Hollywood steht, heißt das nicht automatisch, dass es gut sein muss. Aber ich bin mir sicher, dass es auch total spannend ist, in Amerika zu drehen.

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