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Kultur
12/05/2011

Eine starke Marke, neue Geschäftsfelder

"Mut zur Diversifikation" lautet das - bei den Österreichischen Medientagen diskutierte - Motto. Denn anders gibt es heutzutage kein Überleben.

von Anna Gasteiger

Medientage - Wie es geht, zeigen deutsche Medienhäuser wie der Zeit-Verlag oder die Spiegel -Gruppe: Mit Printmedien allein lässt sich kein Staat mehr machen. "Mut zur Diversifikation" lautet das - bei den Österreichischen Medientagen diskutierte - Motto. Mut zur Erschließung neuer Geschäftsfelder also. Denn anders, darin waren sich die Diskutanten einig, gibt es heutzutage kein Überleben.

Für KURIER-Geschäftsführer Thomas Kralinger geht es "in die gleiche Richtung" wie bei Zeit und Spiegel . Schon vor Jahren habe man mit Produkten wie der KURIER-Freizeit und dem ImmoKURIER den Markt erweitert. "Print ist für uns der Kern unseres Geschäfts. Rundherum bauen wir neue Dinge - etwa die Futurezone oder den Kilocoach - auf." (Einen Link zum KiloCoach finden Sie am Ende des Artikels.)

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehe immer die starke Marke KURIER. "Unser Ziel ist es, für unsere Leser in allen Lebenssituationen ganz stark verfügbar zu sein." Zum "Mut zur Diversifikation" gehöre aber auch der Mut zum Scheitern. "Wir sind auf einem sehr dynamischen Markt und wissen über die Konsumenten noch sehr wenig."

Video Medientage

Unterschiedliche Auffassungen gibt es, was die Bezahlung von Inhalten im Internet betrifft. Während die österreichischen Medienmacher dahingehend optimistisch sind, sagt Stefanie Hauer vom Zeit-Verlag: "Ich sehe bei den allermeisten Verlagen und auch bei uns keine Chance auf Paid Content". Und auch Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron denkt "nicht im Traum daran, Spiegel-Online zu bepreisen".

Auch in Hinblick auf Social Media: "Der Freund des Freundes ist unsere größte Konkurrent. Seine Empfehlung ist viel mehr wert als unsere. Deswegen möchte ich, dass der Freund des Freundes einen Spiegel-Online-Artikel empfiehlt. Hier sind wir nur präsent, wenn wir frei zugänglich sind."

Austria Kiosk

Ein neues Beispiel für Paid Content ist der "Austria Kiosk" - ein virtueller Zeitungsstand für heimische Kaufzeitungen und -magazine -, der im Oktober online geht (www.austria-kiosk.at). Entwickelt wurde die Plattform von der Austria Presseagentur. APA-Geschäftsführer Peter Kropsch spricht von einem "Schulterschluss" der heimischen Kaufmedien in Sachen Paid Content.

Auf der Startseite des Austria-Kiosk findet sich eine Übersicht der angebotenen Medien. Nach einmaliger Registrierung kann man die gewünschte Zeitung, Zeitschrift oder ein Magazin via Klick plus Passwort-Eingabe kaufen. Die Ausgaben sind ab ihrem Erscheinungstag 30 Tage verfügbar und können dauerhaft abgespeichert werden. Die Preise orientieren sich an den Printausgaben.

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