
© REUTERS HERWIG PRAMMER
Eine lange, langatmige "Zauberflöte" zum Start
Die erste Opernpremiere bei den Salzburger Festspielen gab szenisch wenig her und wirkte langatmig.
Erste Opernpremiere bei den Salzburger Festspielen – und der Applaus fiel nicht sehr euphorisch aus, sogar die Buhrufe gegen das Regieteam waren nicht sehr emotional. Vermutlich waren nicht wenige Besucher froh, dass es nach knapp vier Stunden vorbei war mit dieser „Zauberflöte“, die vor allem szenisch wenig aussagt und langatmig wirkt.
Nikolaus Harnoncourt kehrte für diese Mozart-Produktion als Operndirigent zurück zu den Salzburger Festspielen, am Pult seines Concentus Musicus. Seine Gestaltung ist, wie immer bei diesem Mann, der hinter die Fassade blickt, radikal und ungewöhnlich. Er setzt auf regelmäßige Wechsel der Tempi, viele Ritardandi, dann heftige Attacken. Eine intensive Gestaltung, die in vielen Phasen die Grenzen auslotete und fast zum Stillstand geriet.
Die Regie von Jens-Daniel Herzog ist in einer Schule, inspiriert von Hogwarts, angesiedelt, berührt in keinem Moment und ist von großer Fadesse.
Die Besetzung in der Felsenreitschule ist durchwachsen. Julia Kleiter sticht als Pamina mit glockenreinem Sopran heraus, Bernard Richter als Tamino forciert etwas zu stark, statt seinen Tenor strömen zu lassen. Mandy Fredrich hat alle Spitzentöne für die Königin der Nacht, Georg Zeppenfeld ist ein Sarastro mit eleganter Tiefe und Markus Werba ein nicht sehr auffälliger Papageno.
-
Hintergrund
-
Hauptartikel
-
Hintergrund
-
Bilder