Ivana Rauchmann und das Serapions Ensemble in Gutenstein

© /Claudia Prieler / Festspiele Gutenstein

Ein Theaterzauberer für den "Barometermacher auf der Zauberinsel"
07/19/2015

Ein Theaterzauberer für den "Barometermacher auf der Zauberinsel"

Kritik: Ferdinand Raimunds Zauberposse bei den Festspielen Gutenstein.

Raimunds Posse um den "Barometermacher auf der Zauberinsel" ist eine Suche nach dem Ich, den wahren Werten und dem Glück. Noch immer ein reizvolles Thema, doch ein wenig Straffung könnte das Stück schon vertragen. Für die Regie hat Gutenstein-Intendantin Isabella Gregor den Theaterzauberer Erwin Piplits ins felsig-grüne Idyll gelockt. Mitgebracht hat er hervorragende Mitstreiter: Das bunt gemischte Serapions Ensemble bevölkert die Szene als Matrosen, Zwergenarmee, Nymphen, Hofstaat … Die szenische Poesie hätte manchmal ein bisschen mehr Stille zum Staunen verdient.

Julian Loidl (Quecksilber) gefällt durch Präsenz, Schwung, Spiellaune. Der hinterhältigen Zoraide gibt Ivana Rauchmann die passende Mischung aus kapriziöser Selbstverliebtheit und arroganter Attraktivität; an diesem It-Girl ist schon der Papa, der Inselbeherrscher Tutu (Rainer Spechtl), gescheitert. Sophie Resch bietet als Linda mit ihrem locker-unbefangenen Spiel Natur pur. Ljubisa Lupo Grujcic – als Leibdiener Hassar "schön wie Karl-Heinz" – und Christoph Fälbl als hilfreicher Waldbewohner kassieren ihre verdienten Lacher. Ein Abend, der die Fahrt nach Gutenstein lohnt.

KURIER-Wertung:

von Barbara Palffy

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