APA13450864-2 - 30062013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - Roman Lazik als "Apollo" sowie Olga Esina als "Terpsichore", Nina Polakova als "Polyhymnia" und Ketevan Papava als "Kalliope" während einer Szene aus "Apollo" am Freitag, 28. Juni 2013, anl. einer Fotoprobe zur "Nurejew Gala 2013" in der Wiener Staatsoper. Premiere: 29. Juni 2013. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER
APA13450864-2 - 30062013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - Roman Lazik als "Apollo" sowie Olga Esina als "Terpsichore", Nina Polakova als "Polyhymnia" und Ketevan Papava als "Kalliope" während einer Szene aus "Apollo" am Freitag, 28. Juni 2013, anl. einer Fotoprobe zur "Nurejew Gala 2013" in der Wiener Staatsoper. Premiere: 29. Juni 2013. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

© APA/HELMUT FOHRINGER

Staatsoper

Ein Potpourri der Ballettkunst

Die Nurejew-Gala war ein fulminanter Saisonabschlusss für das Staatsballett.

06/30/2013, 05:44 PM

Mit der Nurejew Gala 2013 feierte das Wiener Staatsballett am Samstag einen fulminanten Saisonabschluss in der Staatsoper. Nächste Woche beginnt ein dreiwöchiges Gastspiel in Paris – unter Ballettdirektor Manuel Legris geht der Aufstieg weiter. Die dem Gedenken an Rudolf Nurejew, der vor 20 Jahren starb und heuer seinen 75. Geburtstag gefeiert hätte, gewidmete Gala beweist einmal mehr, welch höchste Ansprüche der klassischen Ballettkunst unter Legris erfüllt werden.

Nur wenige Compagnien kommen bei einem fast vierstündigen Gala-Programm nahezu ohne Gäste aus, und kaum ein anderer Direktor hat den Mut, auf circensische Choreografien zu verzichten. Längst ist es auch keine Selbstverständlichkeit, dass die Musik live gespielt wird. Für die umsichtige musikalische Leitung des Orchesters der Staatsoper sorgte Kevin Rhodes.

Der Chef tanzt selbst

Zu Ehren seines Mentors Nurejew tanzte Legris selbst. Mit seiner Partnerin Aurélie Dupont, einziger Gast und Ètoile im Ballett der Pariser Oper, brillierte er in John Neumeiers Pas de deux aus Léo Delibes „Sylvia“ in einer Studie über verschiedene Situationen, die ein reifes Paar durchlebt: vorbildhaft für „seine“ Compagnie, eine Instanz in Sachen Stil, Synchronität und Musikalität.

Von John Neumeier war auch „Vaslaw“, eine 1979 kreierte Hommage an den großen Tänzer Vaslaw Nijinsky, zu bewundern. Zu von Igor Zapravdin gespielten Klavierstücken Bachs bewies Denys Cherevychko seine Sonderstellung. Ungemein biegsam, geschmeidig, grenzenlos fließende Wechsel vom Adagio zu rasanten Schritten – schon was er tanzt, ist außergewöhnlich, aber vor allem das Wie wird in diesem Stück zu einer Sensation. Auch die ihn begleitenden Solistinnen und Solisten gefielen in Neumeiers Bewegungsvokabular.

Spektakuläre Sprünge und technische Bravour zeigte Mihail Sosnovschi als Partner von Kiyoka Hashimoto in Agrippina Waganowas Pas de deux „Diana und Aktäon“. Ausgezeichnet auch Irina Tsymbal als Mary Vetsera und Kirill Kourlaev als Kronprinz Rudolf im Pas de deux aus dem 2. Akt von Kenneth MacMillans „Mayerling“, ein hochdramatisches, erotisches Spiel mit dem Feuer.

Romantisch

Maria Yakovleva und Einspringer Masayu Kimoto überzeugten in einem Ausschnitt aus Pierre Lacottes Fassung von „La Sylphide“ mit spritziger Beinarbeit und romantischer Haltung.

Ein weiterer Höhepunkt war George Balanchines neoklassisches Meisterwerk „Apollo“ mit Roman Lazik in der Titelrolle, harmonisch begleitet von den Musen Terpsichore (Olga Esina), Polyhymnia (Nina Poláková) und Kalliope (Ketevan Papava). Olga Esina und Vladimir Shishov gefielen am Ende als Solisten im dritten Akt aus Rudolf Nurejews „Raymonda“, mit einem schönen Gesamtbild als würdiger Referenz an den unvergessenen Tänzer.

Im Anschluss an die Vorstellung ernannte Legris Alice Firenze und Davide Dato, die zuvor ihr Können eindrucksvoll bewiesen hatten, zu Solisten.

Bilder aus der "Nurejew Gala 2013"

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