Kultur

Andreas Gabalier ("MTV Unplugged") hat am Donnerstagabend in Berlin den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie "Volkstümliche Musik" bekommen. Er blieb der Verleihung aber wie viele andere Geehrte fern. Christina Stürmer ging in der Kategorie "Künstlerin international" leer aus. Großer Sieger des Abends war der 70-jährige Panikrocker Udo Lindenberg mit gleich drei Auszeichnungen.

Udo Lindenberg bei Echo-Verleihung gefeiert

Lindenberg wurde als bester Künstler des Jahres national geehrt und erhielt für sein Werk "Stärker als die Zeit" auch die Auszeichnung "Album des Jahres". Außerdem gewann er und sein Team den Produzenten-Preis. "Jetzt bin ich ehrlich geplättet. Jetzt bin ich wirklich stehend K.o.", sagte Lindenberg bei der Preisverleihung. "Andere Leute gehen in Rente und wir pushen immer weiter."

Großer Verlierer war das Produzentenduo Stereoact, das keine seiner drei Nominierungen in einen Preis ummünzen konnte. Ihr Hit "Die immer lacht" war das meistverkaufte Lied im vergangenen Jahr, womit früher der Echo sicher gewesen wäre. Nach den neuen Vergabekategorien setzte sich beim Hit des Jahres nun "One Dance" von Rapper Drake feat. Wizid & Kyla durch.

Auch die großen Favoriten des Abends mussten sich mit zwei Preisen zufrieden geben: Das Hip-Hop-Trio Beginner war in vier Kategorien nominiert, gewann letztlich aber nur in den Sparten Hip Hop/Urban national und den Kritikerpreis. "Das ist das erste Mal, dass wir gleich zwei Echos bekommen. Vielen Dank dafür. Das ist auf jeden Fall Hammer", sagte Rapper Denyo. Bei all den miesen Rezensionen für ihr Album "Advanced Chemistry" sei der Kritikerpreis "der größte Treppenwitz des Jahres", sagte sein Bandkollege Jan Delay.

Echo: Viele Flops am roten Teppich