Kultur
13.03.2013

Doku über rechte Szene in Österreich

"Trotz Verbot nicht tot" zeigt die Geschichte von Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich (22.30, ORF2).

Von den Altnazis der Nachkriegszeit zu Jugendlichen, die ein Hitler-Leiberl ähnlich cool finden wie andere ein Che-Guevara-T-Shirt: In seinem neuen Dokumentarfilm "Trotz Verbot nicht tot" (Mittwoch, 22.30 Uhr, ORF 2) erzählt Robert Gokl die Geschichte von Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich. Drei Phasen unterscheidet der Filmemacher und Historiker: Die der Altnazis, die der Neonazis in den 70- und 80er-Jahren sowie die in den 1990ern entstandene Skinhead-Kultur – ein globalisiertes und kommerzialisiertes Phänomen mit teils bizarren Auswüchsen.

Zu Wort kommen u. a. der ehemalige Skinhead Mike und jener deutsche Undercover-Journalist, der unter dem Pseudonym Thomas Kuban in der rechtsradikalen Szene recherchierte. Er wolle mit seinem Film keinen Alarmismus betreiben, sagt Gokl; plädiert aber für mehr „selbstbewusste, demokratische Zivilcourage: darüber reden und nicht wegschauen.“