Kultur
14.10.2017

Diese Bücher sollten Sie lesen!

Das Team der freizeit schreibt nicht nur, wir sind auch allesamt richtige Vielleser. Auf den folgenden Seiten verraten wir unsere unterschiedlichen Lese-Leidenschaften: Pro Kollege eine aktuelle Neuheit, einen persönlichen Dauerbrenner und ein Buch zum Verschenken – oder zum Geschenktbekommen.

Martin Kubesch

„Gaston“, André Franquin Vor 60 Jahren erfand der Belgier André Franquin mit Gaston die Figur eines Redaktionsboten in einem Comicverlag. Zunächst nur als Nebenfigur gedacht, eroberte der liebenswert-chaotische Faulenzer rasch die Herzen der Leser und wurde ein Star. Gaston-Comics, nie länger als eine Seite, bersten schier vor Witz, Ideenreichtum und Herzenswärme. Ganz große Kunst zum Immer-wieder-lesen! Carlsen, 153,20 €

„Das Vermächtnis der Spione“, John le Carré Einmal noch schickt Le Carré sein literarisches Alter Ego George Smiley los, um eine Geschichte, die vor Jahrzehnten ihren Anfang nahm, zu Ende zu bringen ... Wie kein anderer versteht es der bald 86-jährige Brite, die Welt der Nachrichtendienste von aller Romantik zu befreien und ihr Tun als das zu schildern, was es ist: unmoralisch. Ullstein, 24,70 €

„Sumo“, Helmut Newton Es war das erste XXXL-Buch der jüngeren Zeit: Mehr als 30 Kilo schwer, geliefert mit einem eigenen Präsentationspult, gestaltet von Philippe Starck, auf 10.000 Exemplare limitiert. Buch gewordene Gigantomanie fürs Designerloft, 90er-Jahre pur. Schön und völlig unsinnig. Aber vielleicht schenkt es mir einmal ein vermögender Engel – und das Loft gleich mit dazu!Taschen, erschienen 1999

Eva Gogala

„Die Flucht der Dichter und Denker“, Herbert Lackner Grenzzäune, überladene Schiffe, lange Märsche durch unwirtliche Gegenden, Kinder, die von ihren Eltern getrennt werden. Ein Buch über Flucht und Flüchtlinge, Parallelen zur Gegenwart nicht zufällig, sondern beabsichtigt. Weil Geschichte sich offenbar wiederholt. Ein Buch über Menschen, ihre Schicksale, Leid, Bösartigkeit, Güte, Mut und Verzweiflung. Unsentimental in klarer Sprache. Absolute Empfehlung.Ueberreuter, 22,95 €

„Die Geschichte von der 1002. Nacht“, Joseph Roth Der liebeshungrige Schah von Persien in Wien, der Baron von Taittinger, der sich und andere ins Unglück stürzt, die Ofensetzerstochter Mizzi Schinagl aus Sievering, die zur Prostituierten wird, obwohl es ihr Lebenstraum ist, Baronin zu sein und die Enthüllungen der Skandalpresse und ihre Folgen. Der große Joseph Roth diesmal mit Ironie und Gesellschaftskritik zum Wiederlesen.KiWi, 12,95 €

„Gesammelte Werke“, Hugo Bettauer In den 1920ern war Hugo Bettauer Bestseller-Autor, schrieb „Die freudlose Gasse“ und „Stadt ohne Juden“, setzte sich für Schwangerschaftsabbruch und straffreie Homosexualität ein. Ein moralisch empörter Zahntechniker erschoss ihn 1925. Der famose hannibal-Verlag brachte 1980 Hugo Bettauers Gesamtwerk heraus. Leider längst vergriffen. Seither hoffe ich, dass ein Verlag sich Bettauers annimmt.hannibal, sechs Bände, erschienen 1980

Barbara Reiter

„Das Fundemant der Ewigkeit“, Ken Follett Ich habe noch keinen Follett ganz geschafft. In meinem Bücherregal stehen „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ – zur Hälfte gelesen. Irgendwie geht mir bei dicken Wälzern immer die Puste aus. Aber die Lust darauf, das Dranbleibenkönnen zu trainieren und der Respekt vor einem Autor, der ein 1100-Seiten-Werk schafft wie „Das Fundament der Ewigkeit“, ist so groß, dass ich es dieses Mal durchziehen werde. Wenn, gelingt das nur mit dem neuen Follett!Lübbe, 36 €

„Salz auf unserer Haut“, Benoîte Groult Das Leben ist zu kurz, um bei der Fülle an guten Büchern eines mehrmals zu lesen, aber einmal sollte man es versuchen. Die Erkenntnis: Je nach Lebenslage und Stimmung nimmt man Geschichten anders wahr. Einmal dominiert in „Salz auf unserer Haut“ die Liebesgeschichte einer Pariser Intellektuellen zu einem bretonischen Fischer, ein anderes Mal die Stärke und Kraft der weiblichen Hauptfigur.Knaur, 9,99 €

„Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner“, Niklas Maak Häuser erzählen die tollsten Geschichten: Eine Halbkugel aus Beton, die ein Regisseur für sich und seine Geliebte über einer Steilküste in Sardinien aufgestellt hat, eine Hütte in Mexiko, in die sich ein amerikanischer Ex-Banker zurückgezogen hat. Was verbirgt sich dahinter? Der Autor hat weltweit nach Antworten gesucht. Am spannendsten sind nie die eigenen vier Wände, sondern die der anderen. Bitte schenken! Hanser, 20,60 €

Vea Kaiser

"Die Mythologie der Griechen", Karl Kerényi Welche Edition der Griechischen man liest, ist egal. Hauptsache man liest Griechische Sagen! Diese alten Mythen vermögen, uns seit Jahrtausenden unverändert das zu erklären, was zu verstehen am allerwichtigsten ist: Wer sind wir eigentlich, wir grausamen kleinen Menschenwesen. Bücher kommen und gehen. Doch diese Mythen bleiben.Neu bei Klett-Cotta, Teil 1 und 2 in einem Band, 25,70 €

„Liebeskunst“, Ovid „Sollte die Kunst zu lieben jemandem fremd sein, dies Gedicht les er und liebe gekonnt“, schreibt Ovid. Seit über 2000 Jahren belehrt er uns über die Freuden der Erotik, und dank einer neuen Prunk-Edition, können wir nun nicht nur mit Ovid die Liebe feiern, sondern uns auch an einem wunderschönen Buch erfreuen, wobei der lateinische Text durch drei renommierte Latinisten um allerhand Informationen zur alten Welt ergänzt wurde. Ein gedruckter Hochgenuss über den Genuss der Liebe.Herausgeber Tobias Roth, Melanie Möller, Galiani Berlin, 41,10 €

„Tyll“, Daniel Kehlmann Ich war ja schon ein Kehlmann-Fan, da war Kehlmann noch nicht der Kehlmann, sondern ein junger Autor und ich eine dreizehnjährige St. Pöltnerin, die sich in der Buchhandlung Schubert in ihn verknallte. Als Kehlmann-Leserin der ersten Stunde schätze ich zwei Aspekte seines Werks ganz besonders: wie er mit historischen Stoffen umzugehen vermag und sein Händchen für Schelme. Tyll verspricht beides, ich kann es kaum erwarten!Rowohlt, 23,60 €


Bernhard Praschl

„Drei Stunden zwischen zwei Flügen“, F. Scott Fitzgerald Seit mir mein Vater einen Fitzgerald schenkte, befinde ich mich in guter Gesellschaft. Für Haruki Murakami ist der US-Klassiker der Beste und in Handkes „Kurzem Brief ...“ liest der Held selbstverständlich „Der Große Gatsby“. Seine Erzählungen stehen zwar im Schatten der großen Romane, eignen sich dafür aber locker zum Immerwiederlesen. Wenn es sein soll auch zwischen zwei U-Bahn-Fahrten.Diogenes, 11,30 €

„Heiss ist die Liebe, kalt ist der Tod“, Manfred Rebhandl Kriegen sie sich? Oder doch nicht? Kitty, die herbe Ermittlerin aus Ottakring, und Ali, der neue (Schmalspur-) kollege mit der großen türkischen Familie in Berlin. Aber halt, hier geht es auch um einen Mordfall: Wer bloß hat diese hässliche Leiche auf dem Gewissen? Oft lustig, immer knallhart. So muss Krimi, wenn ein Autor in die Rolle der Frau schlüpft.Haymon, 12,95 €

„Playboy 1953-1979“, Hugh Hefner Aus gegebenem Anlass! Einen Menschen wie Hugh Hefner wird es nie mehr geben: Psychologe, Playboy, Verleger, Jazzfan und lebenslanger Erotomane. In diesen sechs (!) Bänden gibt es natürlich viel zu Schauen. Aber auch zu Lesen - etwa Short Stories von Ray Bradbury, Ian Fleming und Norman Mailer sowie XXLarge-Interviews mit Zeitzeugen wie Richard Nixon und Martin Luther King.Taschen Verlag, Sechs Bände, 1910 S., 99 €

Sabine Edelbacher

„Doktor Glas“, Hjalmar SöderbergMord aus Liebe ist ja in der Literatur nichts Ungewöhnliches, wäre der Protagonist nicht als Arzt tätig und hegte eine tiefe Abneigung gegen menschliche Körper. In diesem Meisterwerk des schwedischen Schriftstellers an der Wende zum 20. Jh. fühlt man, wie die Mordlust des singulären Sonderlings unausweichlich, weil einfach nicht mehr zu bremsen ist. Mein Buch war sogar schon einmal leihweise in Schweden, aber das ist eine andere Geschichte.Manesse, 19,95 €

„Fürstinnen“, Eduard von Keyserling „Ach Graf, wie die Levkoien heute stark duften“. Der Lieblingsautor von Karl Lagerfeld hat auch mein Herz erobert. Ob „Wellen“, „Schwüle Tage“ oder „Landpartie“ – der schwer erkrankte Eduard Graf von Keyserling war einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler. Meine Sammlung ist fast vollständig. „Fürstinnen“ wurde heuer in einer Neuausgabe von Manesse wieder aufgelegt.Manesse, 19,95 €

„Winter“, Texte aus der Weltliteratur Falls es aufgefallen ist, ja, ich liebe den Manesse-Verlag, denn für meine täglichen Pendlereien mit der Bahn gibt es kein besseres Format. Dieses Büchlein verzaubert mit einer erlesenen Auswahl an poetischen Klassikern rund um die Winterzeit. 21 schwarz-weiße Illustrationen bebildern die Geschichten. Warmer Wein, Kaminfeuer und fallender Schnee gehören unbedingt zum erweiterten Vergnügen an dieser Lektüre. Manesse, leider nur mehr über Antiquariate erhältlich

Andreas Bovelino

„Unter dem Astronautenmond“, John Updike Trotz großer Konkurrenz der größte unter den US-Literaten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine „Rabbit“-Romane begleiten mich seit 30 Jahren. Derzeit bin ich wieder beim zweiten Teil der Tetralogie: 1970 an der US-Ostküste, eine Nation im Wandel. Verunsicherte Männer, Frauen außer Kontrolle, Drogen, Rassenvorurteile – poetisch, wild, melancholisch.rororo, 9,95 €

„Swing Time“, Zadie Smith Dass sie eine außergewöhnliche und immens kluge Erzählerin ist, hat die Londonerin schon mit „Zähne zeigen“ und vor allem „Über die Schönheit“ bewiesen. Mit „London N-W“ warf sie etliche formale Traditionen über Bord und erntete hymnisches Kritikerlob. Gerade erschien die deutsche Ausgabe ihres neuesten Romans „Swing Time“, der Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Angeblich wieder „klassischer“ als zuletzt – ich freu mich auf jeden Fall darauf.Kiepenheuer&Witsch, 24 €

„Das Geschehen der Ilias“, J. Grethlein Das Problem mit Büchern zur Geschichte, so sie über populärwissenschaftliche Banalitäten hinausgehen: Sie sind oft sehr teuer. Als ehemaliger Hethitologie-Student ist meine Faszination für die späte Bronzezeit allerdings ungebrochen – und dieses Buch steht ganz oben auf meiner Wunschliste fürs Christkind. Wie etliche andere Werke des Verlags, die alle so um die 100 Euro kosten. Es aber wert sind.Vandenhoek & Ruprecht, 80 €

Patrick Wollner

„Bei Anbruch der Nacht“, Kazuo Ishiguro Die fünf anknüpfenden Kurzgeschichten des vor einer Woche mit dem Nobelpreis gekürten Ishiguro erzählen über Musik, menschliche Bündnisse und Begegnungen. Ishiguro selbst beschreibt sein Buch als Werk in fünf Bewegungen: ein Zyklus von Treffen sonst unbekannter Menschen, die durch Musik herbeigeführt werden.Blessing, 10,30 €

„Wer’s findet, dem gehört’s, Meine Tagebücher und ich“, David Sedaris Das neue Werk vom leidenschaftlichen Geschichtenerzähler Sedaris, der auf 600 Seiten seine Tagebücher veröffentlicht. Die Aufzeichnungen fangen mit den Erzählungen eines jungen Tellerwäschers im Jahr 1977 an und enden mit den Einträgen eines internationalen Autors der frühen 2000er. Humorvoll, intim und mit einer Prise Misanthropie.Blessing, 25,70 €

„Nose to tail“, Fergus Henderson Henderson beschreibt die (oftmals humorvollen) Grundlagen seiner schmackhaften englischen Küche. Klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht: ein Besuch seiner Restaurants in London (St. John) reicht, um zu erkennen, dass die tierische Verwertung von Kopf bis Fuß nicht nur nachhaltig ist, sondern auch einfach gut schmeckt.Echtzeit Verlag, 49 €

Annemarie Josef

"Die rote Zora“, Kurt Held Diese Jugendheldin hat auf ewig einen Platz in meinem Buchregal. Der Abenteuerroman rund um das Schicksal des Waisenjungen Branko, der von der Roten Zora und ihrer Bande Schutz bekommt, als die Erwachsenen ihn ins Gefängnis stecken wollen, ist ein Buch für starke Mädchen (und Buben) und alle, die es werden wollen. Wer’s gelesen hat, fährt sicher auch mal an die kroatische Adria zur Burg Nehaj (freier Blick auf die Insel Krk). Fischer KJb, 8,30 €

„Die Zweisamkeit der Einzelgänger“, Joachim Meyerhoff Mooaah! Noch ein paar Mal schlafen, dann erscheint der vierte Teil des Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“. Genial, was der gefeierte Burgschauspieler bisher aufs Papier brachte. In Erinnerung an den aberwitzigen Vorgängerroman über seine Zeit in der Münchner Villa der Großeltern möchte man vor Ungeduld den Treppenlift auf- und abfahren. Diesmal geht’s um Liebesturbulenzen! Moaahh, würde Großmama sagen. Ab 9.11.Kiepenheuer & Witsch, 27,40 €

„Lost in Translation“,Ella Frances Sanders Kennen Sie „Kaapshljmurslis“? Das lettische Wort beschreibt die Misere, zur Hauptverkehrszeit eingequetscht in Bus oder Bahn zu sein. „Kili“, „Tsundoku“, und „Utwaiien“ lauten weitere „Unübersetzbare Wörter aus der ganzen Welt“, die komplexe Situationen oder Gefühle treffend ausdrücken, wo andere Sprachen mehrere Sätze brauchen. Schenken!DuMont, illustriert, 18,60 €

Christian Seiler

„Das Leben des Vernon Subutex“, Virginie Despentes Tragisch, lustig, sarkastisch, zupackend. Die Despentes schildert in ihrem neuesten Buch die Geschichte eines beispiellosen Abstiegs, und ich kann das Buch nicht weglegen, lächelnd, kopfschüttelnd, lachend, mit Tränen in den Augen. Ein Epos, fantastisch geschrieben, kurzweilig, wahr. Zum Glück kommen noch zwei Fortsetzungsbände.

Kiepenheuer & Witsch, 22 €

Reclams Städteführer Wien: Architektur und Kunst“, Hildegard Kretschmer Praktisch und klein, passt in die Jackentasche und weiß immer Bescheid, wenn ich irgendwo in Wien ein Gebäude sehe, über das ich mehr wissen will. Spitzenmäßiger Verbündeter bei der spaziergängerischen Vermessung der Stadt, von „Akademie der bildenden Künste“ bis zum „Zwanz’ger Haus“ (das inzwischen 21er Haus heißt).

Reclam, 11,80 €

„Nichts als die Welt. Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren“, Georg Brunold Epochales Werk des Reporters und Philosophen Georg Brunold. Brunold sammelte Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, Dokumente, Zeitungsberichte, Reportagen und stellte eine monumentale Sammlung von Texten zusammen, die umwerfend interessant, schön und wertvoll ist.

Galiani Berlin, 89 €

Angelika Hager

„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, Grischka Voss Als ich das letzte Kapitel las, war ich in Tränen aufgelöst. Davor musste ich so sehr lachen, dass es mich fast von der Couch gehauen hat. Grischka Voss schildert ihr Heranwachsen in einer neurotischen Künstlerfamilie mit so viel Sinn für das Komische in den größten Katastrophen, dass man sie zwanglos in eine Reihe mit David Sedaris und Joachim Meyerhoff stellen kann. Es ist kein Anekdotenbuch, Marke „Mein Vater, der Theatergott“, sondern eine Reise durch eine Kindheit und Jugend in einer radikalen Aufbruchsstimmung, bei der sie sich selbst schonungslos offen legt und viel von den Ängsten und Kämpfen ihrer Künstlereltern erzählt.Amalthea, 25 €

„Wie Barney es sieht“, Mordecai Richler Die Lebensbeichte eines hinreißenden Dreckskerls ist Mordecai Richlers „Wie Barney es sieht“: Ein Buch, in dem ich immer wieder lese, weil es so schön trocken, melancholisch, lakonisch & jiddisch ist.

Liebeskind, 23 €

„Werke“, Anton Kuh Hiermit annonciere ich, dass mich die Gesamtausgabe von Anton Kuh unter dem Weihnachtsbaum sehr glücklich machen würde, sie ist leider sehr teuer: Anton Kuh war ein verbaler Akrobat, scharfsinnig und gemein, und der öde Gemeinplatz, dass seine Texte von beißender Aktualität sind, passt diesmal wirklich. Wallstein-Verlag, Sieben Bände,herausgegeben von Walter Schübler, 255 €

Heidi Strobl

„Was man von hier aus sehen kann“, Mariana Leky Immer, wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf ... Im September entdeckte ich dieses neu erschienene Buch und bin an einem kinderlosen Wochenende komplett reingekippt, nur Hund und Hunger unterbrachen kurzfristig meinen Lesefluss. Ein Roman voller Fantasie, Humor und Überraschungen, über das Leben, Lieben und Sterben.DuMont Verlag, 20 €

„Die Wand“, Marlen Haushofer Nach Stefan Zweig, Friedrich Dürrenmatt und Ernest Hemingway war es Marlen Haushofer, deren Welten mich faszinierten. Die Schicksale ihrer Frauen-Charaktere, die sich von einem Tag auf den anderen komplett veränderten. Was passiert, wenn nichts mehr so ist, wie es gerade noch war? „Die Wand“ hab ich immer wieder gelesen, und mir meine eigenen Bilder dazu, bei aller Wertschätzung für Martina Gedeck, nicht durch den Kinofilm verderben lassen.Ullstein, 8,20 €

„Flora“

Ein eingerolltes Farnblatt, die Kerne einer reifen Sonnenblume, die Struktur einer Roten Rübe - Bilder, die schöner nicht sein könnten. Bücher, die sich zwischen Botanik und Kunst bewegen, ziehen mich magisch an. In diesem neuen Bildband repräsentieren 300 Illustrationen botanische Schönheit aus aller Herren Länder und geben Einblick in künstlerisches Schaffen auf einer Zeitachse von 3000 Jahren. Für dieses Buch schaffe ich Platz in meiner Bibliothek, neben meinen geschätzten 1500 Kochbüchern.DVA, 60,70 €