Bestätigt: Philippe Jordan wird Musikdirektor der Staatsoper

Frühling in Wien 2015
Foto: ORF Jordan: Chef der Symphoniker und an der Pariser Oper

Wird ab 2020/'21 sechs Monate pro Jahr in Wien sein.

In Salzburg, wo sich zur Zeit ein wesentlicher Teil der Klassikszene aufhält, konnte man am Sonntag aus höchst qualifizierter Quelle ein Gerücht hören, das am Montag Vormittag dann bestätigt wurde: Die Wiener Staatsoper bekommt ab 2020/’21 wieder einen Musikdirektor. Der künftige Direktor Bogdan Roščić hat sich mit Philippe Jordan geeinigt, den amtierenden Musikchef der Wiener Symphoniker bzw. der Pariser Oper.

Dort ist er seit der Saison 2009/’10 im Amt (mit Intendant Stéphane Lissner) und extrem erfolgreich. In der vergangenen Woche triumphierte er bei den Bayreuther Festspielen als Dirigent der Eröffnungsproduktion, Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg". Gestern dirigierte er ein Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen.

Der letzte Musikdirektor an der Wiener Staatsoper war Franz Welser-Möst, der sich aufgrund eines Konfliktes mit Direktor Dominique Meyer aus dieser Funktion zurückgezogen hatte.

Philippe Jordan, der auch schon Chefdirigent der Grazer Oper war, wurde 1974 in Zürich geboren. Seit 2014 leitet er die Symphoniker. Dieser Vertrag (und jener in Paris) läuft bis 2021.

"Wir gratulieren Philippe Jordan aufrichtig und sehr herzlich", sagte Symphoniker-Vorstand Johannes Neubert laut einer Aussendung. "Wir verstehen diese Entscheidung auch ein Stück weit als Anerkennung für die zahlreichen künstlerischen Erfolge, die Philippe Jordan in den letzten Jahren gemeinsam mit den Wiener Symphonikern erzielen konnte.“

(kurier) Erstellt am
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