Michael Gira lässt seine Schwäne zum letzten Mal fliegen.

© /William Lacalmont

CD-Kritik
06/19/2016

Die Swans lassen es mit "The Glowing Man" gut sein

Die US-Formation legt mit "The Glowing Man" ein episches Abschlusswerk vor.

von Marco Weise

Nach melodischem L√§rm in den Achtzigern, wenig gelungenen Weltmusik-Versuchen und dem monumentalen "Soundtracks for the Blind" im Jahr 1996 verschwanden die Swans f√ľr Jahre von der Bildfl√§che. Die von Michael Gira 1982 in New York gegr√ľndete Rockformation wollte es ab 2010 aber wieder wissen und versorgt die Welt in regelm√§√üigen Abst√§nden mit neuen musikalischen Grenzg√§ngen. Die in der Postpunk√§ra sozialisierte Noise- und Industrial-Formation rund um den eigenwilligen Querkopf Gira ver√∂ffentlichte mit "The Glowing Man" am Freitag eine Art Abschlusswerk, bei dem die Anh√§nger der Schw√§ne wieder viel Geduld und Zeit aufbringen m√ľssen. Denn auch auf dem neuen Werk, erneut ein Doppelalbum, ziehen sich St√ľcke gerne einmal √ľber 30 Minuten. Das mag durchaus anstrengend oder herausfordernd sein, aber wer durchh√§lt, wird belohnt ‚Äď mit einer Sch√∂nheit, einem melodischen Sonnenuntergang, den die Swans aus all den Feedback-Gitarren-St√∂rger√§uschen langsam und √ľber Minuten herausdestillieren. "Finally Peace" ‚Äď das Ende ist gekommen.

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