Kultur 02.12.2016

"Gilmore Girls"-Macherin über die "letzten vier Worte"

© Bild: Saeed Adyani/Netflix

Die Serien-Erfinderin Amy Sherman-Palladino äußerte sich nun in mehreren Interviews.

Viele Zuseher der neuen "Gilmore Girls" auf Netflix waren vom offenen Ende der Serie nur wenig überzeugt. Die Serien-Erfinderin Amy Sherman-Palladino wollte diese aber schon immer mit jenen vier Worten (ACHTUNG SPOILER: Rory sagt ihr Mutter, dass sie schwanger ist) "Mom, I'm pregnant." beenden wollte, die nun tatsächlich ausgesprochen wurden. Lorelai-Darstellerin Lauren Graham sagte, dass sie von der Entscheidung, die Serie mit einem Cliffhanger zu beenden, ebenfalls sehr überrascht war.

Der Kreislauf des Lebens

Amy Sherman-Palladino musste sich nun deswegen einigen Interviews stellen. Sie selbst hatte die Serie vor der siebten und somit letzten Staffel verlassen. Das Ende der neuen "Gilmore Girls"-Folgen bezeichnete sie nun als "Leben, das sich selbst wiederholt". In dem Sinne, dass auch Lorelai, die Mutter von Rory, alleinerziehend war. "Sie hat nun dasselbe Alter wie Lorelai als die Serie gestartet hat. Es ist ein bisschen wie in 'Der König der Löwen', der ganze Kreislauf des Lebens", sagte Shermann-Palladino zu The Hollywood Reporter.

Sie mag auch die Idee davon, die Fans der Serie darüber im Unklaren zu lassen, was Rory nun tun wird. "Das Ding mit diesen Frauen ist, ihr Leben weitergehen zu lassen. Und Veränderungen zuzulassen. Ich mag es, dass wir die Serie mit einer ruhigen und beständigen Emily beendet haben. Und bei Rory mit: 'Was zur Hölle?' Das ist realistischer, wie wenn alle drei glücklich und zufrieden sind und jeder geht mit einem Einhorn nach Hause."

Fortsetzung folgt?

Dass Rorys Karriere ins Strudeln geraten ist, findet Shermann-Palladino ebenfalls realistisch: "Mit 32 sollte das Leben ein offenes Feld sein", sagt sie in einem Interview mit Buzzfeed. Und deutete an, dass Rory nicht unbedingt entscheiden muss, das Baby zu behalten. Bei der Frage, ob es eine weitere Fortsetzung geben wird, hält sich Shermann-Palladino bedeckt. "Sag niemals nie", lautet das Credo von ihrem Ehemann Dan Palladino, der die Serie produziert. Die beiden wüssten natürlich wer der Vater ist, wollen es aber nicht sagen. "Es ging nicht wirklich um den Vater, sondern das Ereignis. Die Menschen können ihre eigenen Entscheidungen darüber treffen, wer der Vater ist. Es gibt tausend Möglichkeiten, es ging aber nicht um den Jungen. Denn ganz offen gesagt, es war immer etwas seltsam, wie besessen die Leute von Rorys Liebesleben waren, auch in jenen Situationen der Serie, in denen es niemals um ihr Liebesleben ging."

Flops: Die Karrieren der "Gilmore Girls"

( kurier.at , elmo ) Erstellt am 02.12.2016