Exzellent: Eddie Redmayne als Stephen Hawking im Rollstuhl.

© /UPI

Wenn das Leben die große Liebe überlebt
12/25/2014

Wenn das Leben die große Liebe überlebt

Stephen Hawkings Eheglück und -drama.

Die Anzeichen kommen zuerst schleichend, dann rapide. Zuerst zittert nur seine Hand ein bisschen, dann hat er Schwierigkeiten, einem Zug hinterherzulaufen. Schließlich stürzt er in voller Länge zu Boden. Die Diagnose der Ärzte ist niederschmetternd. Stephen Hawking, der begabte britische Physik-Student am Elite-Collage Cambridge leidet an einer Erkrankung des motorischen Nervensystem. Lebensaussicht: zwei Jahre.

Doch das war in den 60er-Jahren; Stephen Hawking lebt heute immer noch.

James Marsh ("Man on Wire") erzählt das Leben des Wissenschaftlers – weltberühmt durch Werke wie "Eine kurze Geschichte der Zeit" – in erster Linie als Ehegeschichte. Sie beruht auf den Memoiren von Hawkings erster Frau Jane, die er kurz vor dem Ausbruch seiner Krankheit kennenlernte.

Unprätentiös, atmosphärisch stimmungsvoll und schauspielerisch exzellent gespielt, entfaltet der Brite die Szenen einer Ehe. Trotz aller Widrigkeiten beginnt die Verbindung von Stephen und Jane Hawking im Glücksrausch. Doch aus den zwei Jahren werden Jahrzehnte, und die Strapazen, die ein genialer, aber schwer kranker Mann und die Erziehung von drei Kindern mitbringen, nützen Jane ab.

Konventioneller, aber einfühlsamer Film über den Verschleiß einer großen Liebe in den Mühlen des Alltags. Physik spielt dabei kaum eine Rolle.

Info: Die Entdeckung der Unendlichkeit. GB 2014. 123 Min. Von James Marsh. Mit Eddie Redmayne, Felicity Jones.

KURIER-Wertung:

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.