Kultur
26.04.2018

Deutschrap: Was sagen junge Frauen zu den sexistischen Texten?

Anna (15) und Aisha (16) sehen die Texte gelassen: "Die meisten Mädls sind ziemlich selbstbewusst heutzutage."

Deutschrap ist nach dem Echo-Skandal um Kollegah und Farid Bang in aller Munde. Neben den umstrittenen Zeilen der Rapper, die Holocaustopfer verhöhnen, ist es vor allem die Frauenfeindlichkeit in vielen Texten, die das Genre in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt haben.

Gehört wird Deutschrap jedoch vor allem von Jugendlichen. Aisha Becirevic (16) und Anna Blanc (15) , waren zum Töchtertag beim KURIER zu Gast. Zeit also, zwei potenziell betroffene junge Frauen zu dem Thema zu Wort kommen zu lassen. 

Macht die harte Sprache im populärsten Genre der zeitgenössichen Popmusik auch den Alltag härter? Und wie fühlt man sich als junge Frau, die in den Textzeilen oft zum (sexualisierten) Objekt degradiert werden? Vorweg: Das Abendland ist nicht gefährdet. "Ich würde das nicht so hart nehmen", sagt etwa Anna, die selbst keinen Deutschrap hört. "Ich glaube nicht, dass die Burschen oder irgendwer schlechter wird durch die Musiker."

"Erwachsene übertreiben sehr oft, würde ich jetzt mal sagen", meint Aisha. "Die Jungs mit denen ich mich abgebe, hören diese Musik nicht. Wenn dann nur zur Belustigung." Und, man sei schließlich mündig: „Wir  sehen schon ein: ,Das ist dämlich.'"