Cecilia Bartoli als "La Comtesse Adele de Formoutiers" und Lawrence Brownlee als "Le Comte Ory"

© APA/PHOTOWERK/WERNER KMETITSCH

Cecilia Bartoli
02/23/2013

Der Opernstar ist zurück: Bartoli singt in "Le Comte Ory"

Nach ihrer Virus-Erkrankung singt sie ab Samstag, 23. Februar, nun doch an der Wien. Cecilia Bartoli über „Comte Ory“ und ihre Salzburger Pläne.

von Peter Jarolin

Opernsänger sind eben auch nur Menschen. Mit "großem Bedauern" musste Cecilia Bartoli die ersten drei Vorstellungen der wohl eigens für sie angesetzten Rossini-Oper "Le Comte Ory" im Theater an der Wien absagen. Nun ist die Intendantin der Salzburger Pfingstfestspiele wieder gesund und singt die Partie der Adèle.

„Das Publikum soll mit diesem Rossini einfach nur Freude haben und lachen – auch das sollte in der Oper doch erlaubt sein“, betont Bartoli im KURIER-Interview. Und munter weiter: „Musik ist ja eine Quelle der Freude, selbst wenn tragische Themen verhandelt werden“, meint die quirlige Römerin. Zusatz: Ich liebe es aber sehr, auf der Bühne zu blödeln. Das passt zu mir.“

Sicher, auch das passt zu der enorm seriösen, musikhistorisch tätigen (man denke an ihr jüngstes Album "Mission") Mezzosopranistin. Das Tragische kommt aber auch wieder. Etwa bei den Pfingstfestspielen, wo Bartoli die Titelpartie in Vincenzo Bellinis "Norma" verkörpern wird. Dass diese Rolle meist von Sopranistinnen gesungen wird, lässt sie gar nicht gelten. „Früher haben viele Mezzos die ,Norma‘ und andere große Belcanto-Partien gesungen. Wir wollen in Salzburg bewusst zu dieser Tradition zurückkehren.“

Gutes Gefühl

Und wie sieht die Bilanz nach dem ersten Jahr als Intendantin in Salzburg aus? Bartoli lachend: „Es fühlt sich unglaublich gut, wenn man in so kurzer Zeit schon etwas bewirken kann. Ich habe diesen Job ja noch nie vorher gemacht. Aber es hat geklappt. Alle waren ganz zufrieden. Zumindest habe ich nichts Gegenteiliges gehört. Und Alexander Pereira ist ein Mann, der einem schonungslos die Wahrheit sagt. Aber man sollte auch wissen, wie man ihn zu nehmen hat.“ Und wie? Lacht: „Mit Charme und Witz!“

In welche Richtung sollen sich die Festspiele weiterentwickeln? „Wir haben heuer erstmals Ballett dabei; Tanz will ich enger ans Festival binden. Und es wird keine Koproduktionen geben. Aus einem einfachen Grund. Die Menschen soll merken, dass sie bei uns etwas Einmaliges hören, das es sonst nirgends auf der Welt gibt. Das bedeutet ja nicht, dass ich nicht auch in anderen Städten, so wie Wien, auftreten werde.“

INFO: "Le Comte Ory" von Gioachino Rossini im Theater an der Wien, Linke Wienzeile 6, 1060 Wien. Jean-Christophe Spinosi dirigiert das Orchester Ensemble Matheus. Regie: Moshe Leiser und Patrice Caurier. Mit Pretty Yende/Cecilia Bartoli (Comtesse Adele), Lawrence Brownlee (Le Comte Ory), Regula Mühlemann (Isolier), Liliana Nikiteanu (Ragonde), Peter Kalman (Le Gouverneur), Gaia Petrone (Alice), u.a. Weitere Aufführungen am 23., 25. und 27. Februar. Karten: 01/58885, www.theater-wien.at

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