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Ausstellung im NHM
11/04/2014

Der menschliche Fußabdruck aus dem All gesehen

Das Naturhistorische Museum zeigt die Ausstellung "Human Footprint - Menschliches Handeln im Satellitenbild".

Seit Jahrtausenden verändert der Mensch seine Umwelt, sein Einfluss auf die Erde ist so groß, dass man bereits vom Zeitalter des "Anthropozäns" spricht. Besonders deutlich wird das Ausmaß menschlicher Eingriffe auf Satellitenfotos.

Der Fußabdruck des Menschen zeigt sich aus dem All betrachtet auf vielfältige Weise: Von bunten Salztümpeln in weiten Ackerflächen im Südwesten Australiens und im Sand versinkenden alten Oasenstädten, über die schweren Wunden, die der Bergbau in Chile oder Botswana geschlagen hat, bis zu alten (Venedig) und neuen Lagunenstädten (Katar) oder Flüchtlings- und Pilgerlagern reicht das Spektrum der Bilder. Mit der im Rahmen von "Eyes On - Monat der Fotografie" gezeigten Schau "Human Footprint - Menschliches Handeln im Satellitenbild" im Wiener Naturhistorischen Musem wolle man einerseits die künstlerisch-fotografische Seite der Satellitenbilder zeigen und andererseits "dokumentieren, was der Mensch mit seiner Umwelt macht", sagt NHM-Direktor Christian Köberl.

2011 ist dazu bei eoVision ein opulenter Bildband erschienen, 56 großformatige Bilder daraus zeigt das NHM nun in der Ausstellung.

Bilder aus "Human Footprint"

Human Footprint001.jpg

Human Footprint003.jpg

HumanFootprint_Start.jpg

Human Footprint005.jpg

Human Footprint004.jpg

Weston

Los Angeles

Chicago

San Fransisco

Rio

Rotterdam

Lübeck

Venedig

Sevilla

Xiaoyuantun

Bashang

Chittagong

zarya

Yas

Wahdi as-Sahba

Prieska

Detoie

Felidhoo

Beaumont

Ayers Rock

Nageri Hana

Prydz Bay

Human Footprint002.jpg

Keine moralische Wertung

Die Wertung über die zum Teil "drastischen Eingriffe" wolle man aber den Besuchern überlassen, zeigte sich Köberl einig mit Paul Schreilechner von der Salzburger Satellitenbild-Firma eoVision, die den Bildband und die bereits in Salzburg, Bonn und Münster gezeigte Ausstellung erarbeitet hat. "Wir wollen mit den Bildern nicht mit erhobenen Zeigefinger und moralisierend auftreten, sondern zeigen, wie vielfältig die Aktivitäten sind", so Schreilechner.

Aufgenommen wurden die Bilder von vier verschiedenen Satelliten mit einer Auflösung von 50 Zentimetern bis einem Meter. Das sei das Maximum, das im zivilen Bereich derzeit möglich sei. Die 56 Satellitenbilder der Ausstellung können übrigens zum Preis von 240 bis 990 Euro gekauft werden, mit dem Erlös wird das NHM unterstützt.

INFO: Ausstellung "Human Footprint: Menschliches Handeln im Satellitenbild" im Naturhistorischen Museum Wien, 5.11.-8.3.2015. Zur Ausstellung ist ein Kurzführer und der gleichnamige Bildband erschienen

Naturhistorisches Museum

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