Deichkind: Frust wegen YouTube-Sperre

dpa/Angelika WarmuthDie Hamburger Band Deichkind posiert am 06.02.2012 in Hamburg. Die vergangenen vier Jahre mit dem Tod ihres Produzenten waren für Deichkind keine leichte Zeit. Jetzt sind sie zurück - im Gepäck ihr neues Album «Befehl von ganz unten».
Foto: dpa/Angelika Warmuth

Nach Musikvideo-Sperre äußert Band auf Facebook großen Unmut über Lizenzstreit zwischen YouTube und GEMA.

Die Hamburger Electronic-HipHop-Band Deichkind hat auf der eigenen Facebook-Seite ihren Unmut über die Sperre ihres Musikvideos "Leider Geil" auf YouTube geäußert. Dort heißt es:

"Sooo,

"Leider geil" ist jetzt auch gesperrt.

Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig.."


Der kurze, eindeutige Eintrag hat bis dato mehr als 25.000 Likes von den Fans erhalten. Der virtuelle Protest scheint bereits Erfolg gehabt zu haben, denn so ist "Leider Geil" für deutsche Nutzer bereits wieder auf YouTube abrufbar.

Lizenzabgaben ungeklärt

Grund der Sperre: YouTube-Betreiber Google und die deutsche GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) konnten sich bis dato immer noch nicht über die Höhe der Lizenzabgaben einigen. Damit wird das Deichkind-Video wohl auch in näherer Zukunft nicht das einzige bleiben, das auf YouTube für deutsche Nutzer nicht zu sehen ist.

(futurezone) Erstellt am
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