Christoph Waltz mit seiner Ehefrau Judith Holste vor der Golden Globe-Gala.

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Golden Globes
01/12/2015

Christoph Waltz bleibt dieses Jahr ohne Golden Globe

Das Jugenddrama "Boyhood" war mit drei Auszeichnungen großer Gewinner. Ovationen für Paris-Opfer.

Es wäre sein erster Golden Globe als Hauptakteur gewesen. Christoph Waltz ging Sonntagnacht in Los Angeles bei den 72. Golden Globes aber leider leer aus. Der gebürtige Wiener war bei den Film- und TV-Preisen für seine Rolle in Tim Burtons Kunstbetrüger-Streifen "Big Eyes" erstmals als bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical) nominiert. Waltz holte sich 2010 und 2012 Globes für seine Nebenrollen in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" respektive "Django Unchained", für die er dann auch die entsprechenden Oscars erhielt.

"Boyhood" räumte ab

Großer Gewinner des Abends war das Jugenddrama"Boyhood".Richard Linklaters Film hat als bestes Filmdrama und in zwei weiteren Kategorien gewonnen und geht damit als Favorit in das Rennen um die Oscars. "Boyhood" erzählt die über zwölf Jahre erzählte Geschichte einer Kindheit. Richard Linklater wurde für seine Arbeit auch als Bester Regisseur ausgezeichnet, Patricia Arquette als Beste Nebendarstellerin. Linklater widmete den Preis allen Eltern, die jeden Tag in der Erziehung ihrer Kinder das Beste geben, sagte der US-Amerikaner.

Als bester Film in der Kategorie Komödie/Musical gewann die britisch-deutsche Groteske "The Grand Budapest Hotel" über ein Hotel in der fiktiven osteuropäischen Republik Zubrowka. Der Film von Wes Anderson setzte sich gegen den Favoriten "Birdman" und drei weitere Filme durch.

Die Golden Globes werden vom Verband der Auslandspresse (Hollywood Foreign Press Association/HFPA) vergeben. Sie gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung Ende Februar.

Die Gewinner der Globe-Nacht in Bildern

USA GOLDEN GLOBES 2015

Director Richard Linklater accepts the Golden Glob

Actor Patricia Arquette accepts the Golden Globe A

Director and writer Alejandro Gonzalez Inarritu of

Actor Michael Keaton accepts the Golden Globe Awar

Actor Amy Adams accepts the Golden Globe Award for

Julianne Moore

USA GOLDEN GLOBES 2015

72nd Annual Golden Globe Awards - Season 72

Director and producer Wes Anderson accepts the Gol

Producer Rodnyansky and director Zvyagintsev pose

Rap artist Common poses backstage after he and sin

Johann Johannsson poses with his award during the

Honoree actor George Clooney poses with the Cecill

72nd Annual Golden Globe Awards - Season 72

72nd Annual Golden Globe Awards - Season 72

Actor Kevin Spacey accepts the Golden Globe Award

Ruth Wilson poses with her award for Best Actress

Gina Rodriguez poses with her award for Best Actre

Matt Bomer poses with his award during the 72nd Go

Program creator Jill Soloway poses with the award

Actors Tina Fey, Margaret Cho and Amy Poehler pefo

Actor Jack Black poses with a trophy that was part

Beste Schauspieler

Julianne Moore und Eddie Redmayne sind nach Ansicht der Jury die besten Drama-Schauspieler des Jahres. Moore gewann für ihre Rolle im Alzheimer-Drama "Still Alice" den Golden Globe. Redmayne siegte als Forscher Stephen Hawking in "Die Theorie der Unendlichkeit".

Michael Keaton ("Batman") konnte mit seiner Darstellung eines alternden Hollywood-Schauspielers in der Film-Satire "Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" den ebenfalls als Bester Hauptdarsteller in einer Komödie nominierten Waltz ausstechen. Beobachter hatten Waltz ohnehin diesmal wenig Chancen eingeräumt. Waltz' Kollegin Amy Adams hingegen erhielt den Preis als Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical für ihre Rolle in "Big Eyes".

Beste TV-Serien

In den Fernsehkategorien gewann die Ehe-Geschichte "The Affair" den Preis als Beste Dramaserie. Beste Comedy-Serie wurde die vom Online-Versandhändler Amazon produzierte Transsexuellen-Geschichte "Transparent".

Die Musik des isländischen Komponisten Johann Johannsson zum Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" über den britischen Physiker Hawking, der an der von den Ice Bucket Challenges bekannten Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) leidet, gewann den Golden Globe als Beste Filmmusik. "Glory" wurde zum Song des Jahres gekürt. Das Lied stammt aus dem Bürgerrechtsdrama "Selma" wurde im vergangenen Jahr immer wieder bei Protesten gegen Polizeigewalt und die Tötung von Afro-Amerikanern durch weiße Polizisten in den USA gesungen.

Ovationen für Opfer der Anschläge in Paris

Mit stehenden Ovationen bedachte das Publikum der Golden-Globes-Gala ein Plädoyer der Veranstalter für die Pressefreiheit. "Gemeinsam werden wir zusammenstehen gegen Jeden, der das Recht auf freie Meinungsäußerung unterdrückt", sagte der Chef des Verbands der Auslandspresse in Hollywood, Theo Kingma. Das gelte für jeden Ort der Welt, "von Nordkorea bis Paris". Kingma bezog sich damit nicht nur auf das jüngste islamistische Attentat auf die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo", sondern auch auf den Hackerangriff auf den Filmkonzern Sony, der im Zusammenhang mit der Nordkorea-Satire "The Interview" stand. Der Film, in dem es um ein Mordkomplott gegen Machthaber Kim Jong-un geht, war wegen ominöser Anschlagsdrohungen zunächst zurückgehalten, dann aber doch veröffentlicht worden. Das Hollywood-Publikum der Preisverleihung in Los Angeles erhob sich bei Kingmas Worten. Einige Gäste - auch Songcontest-Gewinnerin Conchita Wurst war eingeladen - trugen einen Anstecker mit der Aufschrift "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie), darunter der Schauspieler George Clooney.

Die Golden Globe Awards, Trophäen in Form einer goldenen Erdkugel, gehören zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. In den USA sind sie der wichtigste Filmpreis nach den Oscars und der bedeutendste Fernsehpreis nach den Emmys. Der Verband der Hollywood-Auslandspresse vergibt die Trophäen seit 1944, heuer zum 72. Mal. Über die Gewinner in unterschiedlichen Kategorien entscheidet eine Gruppe von internationalen Journalisten, die in Hollywood arbeiten.

Die Eröffnungs-Rede von Tina Fey und Amy Poehler

Christoph Waltz im Porträt

Die Gewinner der 72. Golden Globe Awards

FILM

Bestes Filmdrama: "Boyhood"
Weiters nominiert: "Foxcatcher", "The Imitation Game", "Selma", "Die Entdeckung der Unendlichkeit"

Beste Hauptdarstellerin – Drama: Julianne Moore - "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern"
Reese Witherspoon - "Der große Trip - Wild", Rosamund Pike - "Gone Girl - Das perfekte Opfer", Felicity Jones - "Die Entdeckung der Unendlichkeit", Jennifer Aniston - "Cake"

Bester Hauptdarsteller – Drama: Eddie Redmayne - "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Steve Carell - "Foxcatcher", Benedict Cumberbatch - "The Imitation Game", Jake Gyllenhaal - "Nightcrawler", David Oyelowo - "Selma"

Bester Film - Komödie/Musical: "Birdman"
"Grand Budapest Hotel", "Into the Woods", "Pride", "St. Vincent"

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical: Amy Adams - "Big Eyes"
Emily Blunt - "Into the Woods", Julianne Moore - "Maps to the Stars", Helen Mirren - "Madame Mallory und der Duft von Curry", Quvenzhané Wallis - "Annie"

Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical: Michael Keaton - "Birdman"
Ralph Fiennes - "Grand Budapest Hotel", Bill Murray - "St. Vincent", Joaquin Phoenix - "Inherent Vice - Natürliche Mängel", Christoph Waltz - "Big Eyes"

Bester Animationsfilm: "Drachenzähmen leicht gemacht 2"
Baymax - "Riesiges Robowabohu", "Manolo und das Buch des Lebens", "Die Boxtrolls", "The Lego Movie"

Bester fremdsprachiger Film: "Leviathan" (Russland)
"Höhere Gewalt", "GET - Der Prozess der Viviane Amsalem", "Ida", "Tangerines"

Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette - "Boyhood"
Jessica Chastain - "A Most Violent Year", Keira Knightley - "The Imitation Game", Emma Stone - "Birdman", Meryl Streep - "Into the Woods"

Bester Nebendarsteller: J.K. Simmons - "Whiplash"
Robert Duvall - "Der Richter: Recht oder Ehre", Ethan Hawke - "Boyhood", Edward Norton - "Birdman", Mark Ruffalo - "Foxcatcher"

Bester Regisseur: Richard Linklater - "Boyhood"
Alejandro González Iñárritu - "Birdman"Ahnungslosigkeit, Ava DuVernay - "Selma", David Fincher - "Gone Girl", Wes Anderson - "Grand Budapest Hotel"

Bestes Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris, Armando Bo - "Birdman"
Richard Linklater - "Boyhood", Gillian Flynn - "Gone Girl", Wes Anderson - "Grand Budapest Hotel", Graham Moore - "The Imitation Game"

Beste Filmmusik: Jóhann Jóhannsson - "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Alexandre Desplat - "The Imitation Game", Trent Reznor & Atticus Ross - "Gone Girl", Antonio Sánchez - "Birdman", Hans Zimmer - "Interstellar"

Bester Originalsong: John Legend & Common - “Glory" ("Selma")
Lana Del Rey - “Big Eyes” ("Big Eyes"), "Mercy Is" ("Noah"), "Opportunity" ("Annie"), Lorde - "Yellow Flicker Beat" ("Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1")

FERNSEHEN:

Beste Dramaserie: "The Affair"

Bester Schauspieler in einer Dramaserie: Kevin Spacey in "House of Cards"

Beste Schauspielerin in einer Dramaserie: Ruth Wilson in "The Affair"

Beste Comedyserie: "Transparent"

Bester Schauspieler in einer Comedyserie: Jeffrey Tambor in "Transparent"

Beste Schauspielerin in einer Comedyserie: Gina Rodriguez in " Jane the Virgin"

Beste Miniserie oder Fernsehfilm: "Fargo"

Bester Schauspieler in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm: Billy Bob Thornton in "Fargo"

Beste Schauspielerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm: Maggie Gyllenhall in "The Honorable Woman"

Bester Schauspieler in einer Nebenrolle in einer TV-Serie, Miniserie oder Fernsehfilm: Matt Bomer in "The Normal Heart"

Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle in einer TV-Serie, Miniserie oder Fernsehfilm: Joanne Froggatt in "Downton Abbey"

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