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Billeteursaffäre
12/07/2013

Matthias Hartmann überlegt Neuausschreibung

Laut "profil" überlegt Burgtheater-Direktor die Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation.

Die Billeteursaffäre in den Bundestheatern zieht immer weitere Kreise. Bereits 1998 prozessierte ein Mitarbeiter der Volksoper erfolgreich gegen die Security-Firma G4S, die für die Bundestheater den Publikumsdienst organisiert. Das berichtet das Nachrichtenmagazin profil in seiner Montagsausgabe. Zuletzt hatte ein Burgtheater-Billeteur öffentlichkeitswirksam die Auslagerung an G4S angeprangert.

Bereits ein Jahr nach Übernahme des Publikumsdienstes durch G4S im Jahr 1996 hatte der Sicherheitskonzern, der künftig auch das Schubhaftzentrum in Vordernberg betreiben soll, die Auszahlung des "Zettelgeldes" gestrichen, so das Magazin. Das "Zettelgeld" entspricht jener zehn Prozent Provision aus den Erlösen der Programmhefte, aus denen die Billeteure pro Jahr umgerechnet 900 bis 1.800 Euro lukrierten.

Das Arbeits- und Sozialgericht Wien hielt damals laut profil fest, dass die G4S in ihrem "Rundumschlag" gegen den Kläger "an der Grenze zur Verleumdung" agiere und mit den Methoden der "Vorverurteilung" arbeite. Dies habe gezeigt, "dass bei Ausübung des Unternehmensgegenstandes 'Bewachung' offensichtlich eigenwillige Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden (Bespitzelung, Verdächtigungen, Mutmaßungen, etc.)".

Der Direktor des Burgtheaters, Matthias Hartmann, überlegt derzeit dem Magazin zufolge eine Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation. Derzeit würden auch Gespräche mit dem einstigen Kläger in der Volksopern-Causa geführt. Bundestheater-Chef Georg Springer sah zuletzt dagegen "keinen Anlass" zu einer Kündigung der Zusammenarbeit mit G4S. Er hatte betont, dass es bisher keine Probleme mit der Firma gegeben habe.

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