Beyoncé veröffentlichte "Lemonade" exklusiv auf der Streamingplattform "Tidal". Ärgerlich.

© REUTERS/MARIO ANZUONI

Neue Platte
04/25/2016

Beyoncé veröffentlicht "Lemonade"

"Lemonade" erscheint exklusiv auf "Tidal", dem Streamingdienst von Jay-Z. Die Fans sind verärgert.

Darauf haben ihre Fans lange gewartet: Beyoncé hat wenige Tage vor dem Start ihrer Welttournee ihr neues Album veröffentlicht. Die US-Musikerin stellte "Lemonade" in der Nacht zu Sonntag exklusiv auf der Musik-Onlineplattform "Tidal" ihres Ehemannes Jay-Z zur Verfügung. Zuvor war auf dem US-Sender HBO ein einstündiges Special mit visuellen Eindrücken der Platte zu sehen.

Das sechste Studioalbum des R&B-Stars enthält zwölf neue Songs, darunter Kollaborationen mit The Weeknd, James Blake, Kendrick Lamar und Jack White. Fans ärgerten sich in sozialen Netzwerken, dass "Lemonade" zunächst nur auf "Tidal" zu hören ist und nicht auf anderen Musikdiensten. Das monatliche Abo für den Streamingdienst, an dem auch Beyoncé selbst beteiligt ist, kostet knapp zehn Euro. Zuletzt veröffentlichten auch Kanye West und Rihanna ihre Alben zunächst exklusiv bei "Tidal", das in der Szene eher als Flop gilt.

Beyoncé zeigte sich bei der Veröffentlichung ihrer neuen Platte wieder einmal als Meisterin des Marketings. Direkt am Ende des nicht groß angekündigten TV-Specials, in dem sie auch Einblicke in ihr Privatleben und ein Limonaden-Rezept präsentierte, konnten Fans ihre neuen Songs online hören. Ihre erste Single "Formation" brachte die Musikerin im Februar auf den Markt, nur einen Tag vor ihrem Auftritt beim "Super Bowl".

Privat und politisch

Die Texte auf dem Album sind dann wie ein Warnschuss zu verstehen. Sie passen zu den Gerüchten, nach denen es in der Ehe zwischen Beyoncé und Jay-Z kriseln soll. Nun erzählt die Sängerin in "Lemonade" die Geschichte einer betrogenen Frau, die über sich und die Gesamtsituation verärgert ist. Aber es wird gehofft und versöhnt, statt abgerechnet. Eindeutiger wie härter wird Beyoncé, wenn sie die Rolle der schwarzen Frau in der US-Gesellschaft thematisiert.

In "Don't Hurt Yourself" reflektiert Beyoncé, 1981 in Houston, Texas geboren, anhand ihres aktuellen Schicksals über ihre Herkunft aus dem Süden der USA. Dabei schreitet sie die ganze Bandbreite der schwarzen Musik ab - vom aktuellen Hip-Hop-Sound beeinflusste R&B-Stücke bis hin zu Gospel, Country und Soul.

Die mehrfache Grammy-Gewinnerin beginnt am Mittwoch in Miami ihre Welttournee "Formation", die sie im Juli auch für zwei Konzerte nach Deutschland, aber nicht nach Österreich, bringt. Deshalb hatten Fans schon vor Wochen mit der Veröffentlichung des neuen Albums gerechnet.

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