Kultur
07.02.2012

"Bello ballo": TV-Zitate vom Opernball 2011

Die ORF-Moderatoren des Opernballs hatten am Red Carpet viel zu tun. Die dort geführten Interviews hatten am meisten Witz.

Alfons Haider zur jungen Dame, die für die Ausgabe der Damenspenden verantwortlich ist, als diese sagt, sie selbst würde sich einen Triumph-Gutschein aussuchen: "Das haben Sie doch nicht notwendig!" - Dürfen jüngere Frauen jetzt keine Dessous mehr tragen?

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Eine Opernballgesellschaft entsteigt einer Kutsche. Kommentator Karl Hohenlohe: "Das ist ja ganz spannend, was da herausquillt!"

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Klaus Eberhartinger wiehert beinahe, als er Anna Netrebko mit "I wish you a maarrrvellous eeveening!" begrüßt. Als Eberhartinger Anna Netrebko und Erwin Schrott danach fragt, ob sie im Leben neben all den Verpflichtungen noch genug Platz (engl. space) für einander haben, versteht Anna Netrebko stattdessen "Spice" (Schärfe, Würze) und sagt: "We have enough spice in our life!"

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Bob Geldof sagt zu Interviewer Klaus Eberhartinger im Scherz, er erinnere ihn an einen Priester: "Ich bin aus Irland. Und dort sehen die Priester so aus..."

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Eberhartinger versucht zu intonieren wie ein brrrritischer Sir und macht das alles in allem recht gut. Zum chinesischen Pianisten Lang Lang sagt er: "You started as a wonder-child, like Mozart!" - Wunderkind heißt auf Englisch aber "prodigy"

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Ob es sooo gut ankommt, wenn Klaus Eberhartinger der Botschafterin von Mauritius "enooorm viel Platz zum Tanzen" wünscht?

Moderations-Debütantin Mirjam Weichselbraun in der Staatsoper zu Alfons Haider: "Mit so einem alten Hasen an meiner Seite kann ja gar nichts schiefgehen..."

Haider: "Hast du wirklich live und on air "alt" zu mir gesagt? … `Hase` nehme ich als Kompliment!"

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Christoph Wagner-Trenkwitz, der zweite Kommentator aus dem Kämmerchen, entdeckt "Christoph Leitl, das lächelnde Gesicht der österreichischen Wirtschaft".

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"Ich halte die Stange" - Mirjam Weichselbraun vor Beginn der Eröffnung, als sie kurz die Kordel ergreift, die das Publikum zurückhalten soll.

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Barbara Rett interviewte wie immer würdevoll und mit Esprit die Kulturschaffenden am Ball. Korrekt aber lustig klingend, wünschte sie dem italienischen Bariton Ildebrando D`Arcangelo einen "bello ballo". Dominic Meyer lud sie auf einen "Lamourhatscher" ein. Der Franzose wusste sofort Bescheid und wollte zum Tanz schreiten. "Erst dann, wenn die Kameras weg sind", beschied ihm Rett augenzwinkernd.

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"Das ist nicht Hansi Hinterseer" sagt Christoph Wagner-Trenkwitz über den in der Lugner-Loge stehenden Helmut Werner.

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Als sich "Ruby" über die Brüstung der Loge lehnt und dabei viel Dekolleté zeigt, macht sich Wagner-Trenkwitz Sorgen, ob sie nicht herausfällt. Karl Hohenlohe: "Dass Ruby herausfällt, ist hier glaub ich nicht das Problem ...".

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Karl Hohenlohe, als die Bundeshymne erklingt: "Aufstehen, Christoph!"