Bei Strauss ist die Welt fast in Ordnung

Rosenkavalier…
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Kritik: "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss ist wieder an der Wiener Staatsoper zu sehen.

Der Rosenkavalier von Richard Strauss an der Wiener Staatsoper – das ist immer auch eine Art künstlerischer Gradmesser. Vor allem für das Orchester, das zum Auftakt der aktuellen Spielserie (Reprisen: 13. und 17. Jänner) unter der kundigen Leitung von Jeffrey Tate viele Feinheiten der Partitur hörbar machte. Dass Tate mitunter auf sehr langsame Tempi setzte, ist mehr als vertretbar.

Noch dazu wenn Angela Denoke die Marschallin so berührend-wissend gestaltet und dabei zu höchster Intensität und Dramatik findet. Erfreulich auch das Rollendebüt von Sylvia Schwartz als Sophie; etwas klein ist Stephanie Houtzeels Stimme für die Partie des Octavian. Als Gestalterin überzeugt sie.

Peter Rose als komisch-polternder Ochs war merklich verkühlt; Clemens Unterreiner gab einen jungen Fanial. Hervorragend: Ulrike Helzel als Annina.

KURIER-Wertung: **** von *****

(kurier) Erstellt am
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