Auktion brachte mehr als 300.000 Dollar

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Foto: palm beach modern auctions / studio 54 Andy Warhol, Calvin Klein, Brooke Shields und Steve Rubell im Studio 54.

Studio 54: Eine Statue von Andy Warhol brachte 52.800 Dollar ein.

Erinnerungsstücke aus dem legendären New Yorker Nachtclub "Studio 54" haben bei einer Versteigerung mehr als 300.000 Dollar (rund 225.000 Euro) eingebracht. Teuerstes Stück sei mit 52.800 Dollar (39.650 Euro) eine Metallstatue des Künstlers und Stammgastes Andy Warhol gewesen, teilte das Auktionshaus Palm Beach Modern Auctions am Dienstag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Florida mit, wie die "New York Times" berichtete.

Ein von Warhol aufgenommenes Foto, auf dem Tina Turner, Rod Stewart und Cher gemeinsam mit "Studio 54"-Mit-Eigentümer Steve Rubell posieren, kostete 11.400 Dollar (8.560 Euro). Das Gästebuch des Nachtclubs, in dem auch vermerkt wurde, wer umsonst trinken darf und wer nicht, wurde für 7.200 Dollar (5.407 Euro) verkauft.

Mehr als 1.000 Menschen nahmen an Auktion teil

Insgesamt nahmen nach Angaben des Auktionshauses mehr als 1.000 Menschen an der Versteigerung am Samstag teil, bei der auch Tische, Stühle und Lampen aus der Disco unter den Hammer kamen. Die rund 400 Teile aus dem Inventar gehörten Mit-Eigentümer Rubell, der 1989 starb und sie seinem Partner, dem Mode-Designer Bill Hamilton, hinterließ. Hamilton gab die Erinnerungsstücke zur Auktion frei, nachdem sie jahrzehntelang in seiner New Yorker Wohnung gelagert hatten.

Im "Studio 54" tanzten zwischen 1977 und 1981 Stars wie Bianca Jagger, Truman Capote, Elizabeth Taylor, Liza Minelli, Diana Ross und Frank Sinatra. 1981 verkauften Rubell und Mit-Gründer Ian Schrager die Disco, die damals als bekanntester Nachtclub der Welt galt. Bis 1991 wurde sie von neuen Eigentümern erfolgreich weiter betrieben. Heute wird das Gebäude als Theater genutzt.

Ein Einblick in das legendäre "Studio 54"

Das Studio 54 war in den 1970er-Jahren einer der angesesagtesten Clubs der Welt.
Bild: Brooke Shields und Calvin Klein im Studio 54, 1981 (Bild: Adam Scull) Es war der Ort, an dem Nachtschwärmer aus aller Welt legendäre Partys feierten, unmengen an Drogen konsumierten wurden und sich die High Society amüsierte.
Bild: Andy Warhol, Calvin Klein, Brooke Shields und Steve Rubell im Studio 54, 1981 (Bild: Adam Scull). Einer der Gründer des Nachtclubs: Steve Rubell beim DJ, 1978. Ein Jahr zuvor hatte er den legendären Club eröffnet. Im "Studio 54" wurde die Stilrichtung Disco geprägt. 1981 war dann aber Schluss - der Nachtclub sperrte zu. Das Ende wurde mit einer Party gefeiert. Motto der Veranstaltung: "Das Ende des modernen Gomorrah". Fünf intensive Jahre reichte, um den Mythos des Clubs zu begründen. Caroline Kennedy, Willie Woo und Sterling St. Jacques, 1977. Das "Studio 54" war mehr als nur ein Club: "Es war Geschichte", schreibt Anthony Haden-Guest, selbst lange Stammgast, in seinem Buch "The Last Party", einem Nachruf auf die Disco-Ära. Steve Rubell, Estee Lauder und Lillian Carter im Studio 54. (Bild: Sonia Moskowitz). Im "Studio 54" war jeder ein Star - egal ob reich, arm, jung, alt, hetero oder schwul. Die Einzige Hürde war der Türsteher am Eingang. Hat man dieses Hindernis bewältigt, war man im Paradies. Und konnte Stars wie Bianca Jagger, Truman Capote, Elizabeth Taylor, Liza Minelli, Diana Ross und Frank Sinatra treffen. Michael Jackson, Liza Minelli und Nipsey Russel im Studio 54 , 1977 (Bild: Russel C. Turiak). 1981 verkauften Rubell und Mit-Gründer Ian Schrager die Disco, die noch bis 1991 von neuen Eigentümern erfolgreich weiter betrieben wurde. Ryan O'Neal, Margaret Trudeau, Steve Rubell und Grace Jones am Sofa im Studio 54, 1978 (Bild: Robin Platzer). Heute wird das ehemalige Studio 54 als Theater genutzt.

(APA / jr) Erstellt am
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