Kultur 06.03.2013

Art Karlsruhe mit rund 15.000 Kunstwerken zum zehnten Geburtstag

220 Galerien erwarten Geschäfte im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Kunstmesse Art Karlsruhe zeigt bei ihrer zehnten Auflage bis zum Sonntag rund 15.000 Kunstwerke. Sie werden in vier Hallen von 220 Galerien aus 13 Ländern präsentiert. Die Spanne reicht von der klassischen Moderne bis zu aktuellen Werken. "Wir legen Wert auf den künstlerischen Aspekt, deshalb der Slogan "Mit Leidenschaft für die Kunst"", sagte Initiator und Kurator Ewald Karl Schrade am Rande der Eröffnung am Mittwoch.

Bis zu 50.000 Besucher erwartet

Kunst werde oft nur als renditeträchtige Kapitalanlage gehandelt, die Art wolle dagegen das Interesse an Bildern, Skulpturen und Fotografien wecken. "Die Auseinandersetzung mit der Kunst selbst ist es, die das Publikum zum Erwerb einer Arbeit führt", erläuterte Schrade sein Konzept. Er rechnet mit bis zu 50.000 Besuchern.

Zum Jubiläum hat der zurzeit hoch gehandelte Offenbacher Künstler Stefan Strumbel im Eingangsbereich der Messe ein poppige Installation mit einem riesigen rosa-gelben Plastikkruzifix und aufblasbarer Kuckucksuhr geschaffen. Außerdem bietet er eine Sonderedition an bestehend aus einem Skizzenbuch, das er als "Strumbel-Bibel" bezeichnet, sowie einem Kruzifix und einer Jubiläumskerze.

Große Bandbreite

Zum Geburtstag organisierte die Art auch eine Sonderausstellung mit knapp 200 Fotos der französischen Bildreporterin Gisèle Freund (1908 bis 2000). Sie wurde vor allem mit ihren Fotos von Künstlern wie Simone de Beauvoir, James Joyce und Alberto Giacometti bekannt.

Schrade legt auch Wert darauf, dass die Galerien jeweils einen Künstler besonders herausstellen. So sind auf der Art rund 170 kleine Einzelausstellungen von Malern und Bildhauern zu sehen, darunter ein Skulpturenpark von Markus Lüpertz.

Bei der Messe werden nach Schätzungen Kunstwerke mit einem Gesamtwert im zweistelligen Millionenbereich verkauft. Einige Werke sind bereits für wenige hundert Euro zu haben, das teuerste Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner wird auf 3,7 Millionen Euro veranschlagt.

( APA ) Erstellt am 06.03.2013