Eintauchen in die Kunstproduktion

Akademie der Bildenden Künste, Rundgang…
Foto: Lisa Rastl Schaulust und Kunstdiskurs im lockeren Werkstätten-Ambiente in der Akademie der bildenden Künste.

Studierende und Absolventen der Akademie der bildenden Künste zeigen bis Sonntag ihre Kunst.

Auch die Markise einer Bar kann „Gegenständliche Malerei“ sein. Aus der Klasse „Grafik“ kommt dazu ein Lebkuchenherz mit einer Zuckerguss-Aufschrift, die man seiner Verehrten eher nicht zumutet: „Auch du hast ein schönes Arschloch.“

Sie sehen schon: An der Wiener Akademie der bildenden Künste sind die Grenzen künstlerischer Genres längst nicht mehr so scharf gezogen, wie sie es einmal waren.

Alles fließt

Der jährliche Rundgang zu den Abschlusspräsentationen der einzelnen Klassen und der Absolventinnen und Absolventen ist ein idealer Ausgangspunkt für alle, die den oft schwer fassbaren Zustand aktueller Kunstproduktion besser verstehen wollen: Hier ist Kunst dort zu erleben, wo sie entsteht; hier sieht man Persönlichkeiten dabei zu, wie sie das Wesen des Kunstbetriebs zu begreifen und ihren Platz darin zu definieren versuchen. Der Rahmen der Akademie ist dabei speziell, denn hier können Markt und Ausstellungsbetrieb aus halbwegs sicherer Distanz reflektiert werden. Bis Sonntag dauert die Schau mit dichtem Rahmenprogramm – darunter eine Kunstauktion, deren Erlös die Zugangshürden von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten abbauen soll (25. 1., 18 h).

www.akbild.ac.at

(KURIER) Erstellt am
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