Paul Gauguin: Nafea faa Ipoipo, 1892 - Wann heiratest Du? Öl auf Leinwand, 105 x 77,5 cm

© Sammlung Rudolf Staechelin/Kunstmuseum Basel

Kunstmarkt
02/05/2015

300 Millionen Dollar für einen Gauguin

Damit wäre das Gemälde das teuerste Kunstwerk der Welt / Picasso-Enkelin verkauft ihre Schätze "privat".

von Michael Huber, Georg Leyrer

Eigentlich war man diese Woche in London auf der Jagd nach dem Rekord-Zuschlag: Sotheby’s und Christie’s hatten überaus prominente Auktionen am Programm.
Für ein Rumoren am Kunstmarkt sorgte dann aber keine Versteigerung, sondern ein Privatverkauf. Und was für einer: Für die Rekordsumme von rund 300 Millionen Dollar soll das Gemälde „Nafea faaipoipo“ (Tahitianisch für „Wann heiratest du“) von Paul Gauguin (1892) kürzlich den Besitzer gewechselt haben.

Damit wäre das Bild das teuerste Kunstwerk der Welt.

Bestätigen will die Summe niemand. Aber zahlreiche Medien, darunter die New York Times und Der Standard, berichten über die Gerüchte bzw. das Rumoren um den Rekordpreis. Das Werk wird in der aktuellen Gauguin-Ausstellung in Riehen bei Basel/CH (ab 8. 2.) gezeigt. Der Besitzer bestätigte den Verkauf, nicht aber den Preis und den Käufer.

Bei letzterem soll es sich um die Herrscherfamilie von Katar handeln, die 2011 bereits 250 Millionen US-Dollar für Cézannes „Kartenspieler“ hingeblättert haben soll. Auch das wurde nie bestätigt.

Unzweifelhaft ist, dass viele der teuersten Kunstwerke der Welt abseits der Auktionssäle diskret ihre Besitzer wechseln. Käufer und Verkäufer sparen sich so nicht zuletzt die oft substanziellen Provisionen, die im Fall von Sotheby’s auch erst kürzlich erhöht wurden.

In diese privaten Transaktionen kommt nun auch bald frische Ware: Wie die New York Times berichtet, will Marina Picasso, eine Enkelin des 1973 verstorbenen Kunst-Titanen, Teile ihres Erbes abseits des offiziellen Marktes zu Geld machen, um damit wohltätige Projekte zu fördern.

Marina Picasso bekam nach dessen Tod rund 10.000 Picasso-Werke, darunter rund 300 Gemälde, zugesprochen.

Auktionen

Die Abendauktion bei Sotheby’s sei mit einem Erlös von umgerechnet 247 Millionen Euro die größte gewesen, die je in London stattfand, hieß es. Das Top-Los, ein Venedig-Bild von Claude Monet, brachte 31,39 Millionen Euro ein. Konkurrent Christie’s meldete, dass man allein mit Surrealismus mehr als 100 Millionen US-Dollar umgesetzt habe; Top-Los war ein Bild von Joan Miró um 20,5 Mio. Euro.

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