Georgina hat es hinter sich

Die RTL-Dschungelshow geht langsam aber sicher ins Finale. Warum das Ekelformat Rekordquoten bringt.
Eine Frau wird von einem Mann am Lagerfeuer gedehnt.

Georgina Bülowius, ja, so heißt sie tatsächlich, ist mit einem Rekord in die Dschungelcamp-Geschichte eingegangen. Am achten Tag der Ekel-Show "Ich bin ein Star- holt mich hier raus" musste die Ex-"Bachelor"-Kandidatin ihre siebente Dschungelprüfung in Folge absolvieren. Diese zweifelhafte Ehre wird zumeist den Nervensägen und Lästerzungen im Camp zuteil. Das per Televoting abstimmende Fernsehpublikum weiß nämlich ziemlich genau, wen es belohnt oder bestraft (siehe Analyse weiter unten).

Nun wurde das "Sams mit Haarverlängerung" an Tag 13 zur Überraschung aus dem Camp gewählt. Bei dem ehrgeizigen Model Fiona Erdmann war die Begeisterung nicht zu übersehen. "Ihr seid geil" rief sie in den Urwald – und meinte damit die Zuschauer, die ihre Gewinnchance am Leben gelassen haben.

Ein Mann im Khaki-Hemd niest oder spuckt vor einem grünen Hintergrund.

Ein Mann in Khaki-Kleidung sitzt an einem Tisch mit einem Teller mit unbekannten Speisen.

Eine Frau wird in einer Dschungelprüfung mit Maden und anderem Unrat überschüttet.

Eine schlammbedeckte Frau mit Schutzbrille hält ein Mikrofon in die Höhe.

Eine Frau in Badebekleidung steht in einem verglasten Raum, während Wasser hineinströmt.

Eine Frau im Bikini mit Taucherbrille posiert vor zwei Personen im Dschungel.

Eine Frau liegt in einem Dschungelcamp auf einer Matratze.

Drei Frauen, eine mit Kapuze, halten Champagnergläser und scheinen überrascht.

Eine Frau hält einen Geburtstagskuchen mit einer brennenden Kerze in der Hand, während ein Junge daneben steht.

Drei Personen stehen im Dschungel, möglicherweise Teilnehmer einer Reality-Show.

Ein Mann schwingt an einem Trapez vor einem Hintergrund mit Dschungelmotiven.

Eine Frau springt mit einem gelben Surfbrett über die Wasseroberfläche.

Zwei Frauen sitzen im Dschungel, eine mit erhobener Hand.

Eine Frau mit rotem Haar und Blätterkranz streckt die Zunge heraus, während eine andere Frau ihr gegenüber steht.

Eine Frau mit Schutzbrille ist mit einer klebrigen Substanz bedeckt.

Eine Frau kniet in einem Behälter voller Fisch und Wasser, möglicherweise als Teil einer Mutprobe.

Eine Frau mit roten Haaren weint und hält ihre Hand vor den Mund.

Zwei Frauen waschen sich mit Wasser in einem Dschungelcamp.

Ein Mann mit starkem Make-up und Federn im Haar steht im Dschungel.

Eine Frau liegt im Bikini und hört Musik mit einem MP3-Player.

Ein Mann mit Taucherbrille hantiert unter Wasser an einer Holzeinrichtung, während Krebse um ihn herum schwimmen.

Ein Mann mit Taucherbrille und Schnorchel im Wasser, neben ihm eine Krabbe.

Mehrere Personen, darunter Claudelle Deckert und Joey Heindle, im Dschungel mit Hüten und Dschungelcamp-Outfits.

Eine Gruppe von sechs Personen posiert vor einem dunklen, hölzernen Hintergrund.

Eine Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht hält sich die Hand an die Stirn.

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Eine Frau sitzt an einem Tisch mit unbekannten Speisen und macht ein unzufriedenes Gesicht.

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Eine Frau mit Rucksack steht auf einer Holzplattform im Dschungel und ballt die Fäuste.

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Zwei Personen sitzen im Dschungel und unterhalten sich.

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Eine Frau steht auf einer Matratze, während ein Mann daneben sitzt.

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Ein Mann reitet auf einer Känguru-Statue und wird mit Wasser bespritzt.

Zwei schlammbedeckte Personen stehen im Dschungel mit erhobenen Händen.

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Ein Mann mit Hut und Brille gibt vor einem Dschungelhintergrund zwei Daumen hoch.

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Mehrere Personen, darunter eine Frau mit Hut, sind im Dschungel zu sehen.

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Mehrere Personen sitzen um ein Lagerfeuer, einige tragen Hüte und rote Kleidung.

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Eine Person mit Schutzbrille und Stirnlampe untersucht einen Tunnel.

Ein Mann mit Helm und Mikrofon inmitten von üppigem Grün jubelt.

Eine Gruppe von Personen, einige mit Hüten, steht im Dschungel beieinander.

Ein Mann mit Hut und roter Weste lächelt und zeigt zwei Daumen nach oben.

Zwei Frauen sitzen im Dschungel auf einer Decke und unterhalten sich.

Eine Dragqueen liegt in einem Dschungelcamp auf einer Liege.

Eine Frau steht in einem Wasserbecken voller Abfälle und telefoniert mit Taucherbrille.

Eine Frau sitzt auf einem Bürostuhl über einem Becken mit dunkler Flüssigkeit, während zwei Personen zusehen.

Eine Gruppe von Dschungelcamp-Teilnehmern sitzt auf einer Bank vor üppigem Grün.

Zwei Personen und mehrere Ferkel in einem schlammigen Gehege.

Ein Mann isst einen Burger in einem Auto, mit Pommes und einer Dose Cola in der Nähe.

Eine Gruppe junger Leute sitzt am Pool und trinkt Champagner.

Mehrere Personen, darunter eine Dragqueen, stehen im Dschungel beieinander.

Mehrere Personen stehen vor einem Schild mit der Aufschrift „11 Sterne Hotel“ im Dschungel.

Dschungelcamp Tag 8
Eine Frau mit einem Stern in der Hand deutet auf Schlangen auf einem Bett.

Dschungelcamp Tag 8
Zwei Frauen stehen inmitten von tropischer Vegetation vor einem Felsen.

Dschungelcamp Tag 8
Eine Frau wäscht sich unter einem Wasserfall die Haare.

Dschungelcamp Tag 8
Eine Frau in Kletterausrüstung erklärt zwei Personen etwas im Wald.

Dschungelcamp Tag 8
Olivia Jones isst im Dschungelcamp etwas.

Dschungelcamp Tag 8
Eine Frau rennt mit einem gelben Stern in der Hand über eine brennende Plattform.

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Ein Mann liegt entspannt in einer Hängematte im Freien.

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Eine Frau mit roten Haaren weint, eine Träne läuft ihr über die Wange.

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Eine rothaarige Frau und ein Mann im Dschungel, möglicherweise bei Dreharbeiten.

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Zwei Personen, vermutlich bei einer Dschungelprüfung, essen Insekten.

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Eine Dragqueen mit Hut isst ein Insekt vor grünem Hintergrund.

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Eine Frau mit Schutzbrille klettert schlammbedeckt über ein Seilnetz.

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Eine Frau mit pinkfarbenem Haar und starkem Make-up lacht neben einem Mann mit Hut.

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Eine Frau mit Taucherbrille blickt durch ein Spinnennetz.

Ein Mann mit Brille liegt entspannt im Freien.

Ein Mann namens Klaus in Unterwäsche steht im Dschungel.

Zwei Personen kriechen durch einen transparenten Tunnel, der über einem Gewässer hängt. Ein Mann steht auf einer Plattform im Wasser.

Eine Frau sitzt erschöpft auf einem Stuhl in einem heruntergekommenen Raum.

Zwei Personen sitzen im Dschungel, eine telefoniert, die andere schaut zu.

Zwei Personen sitzen im Dschungelcamp beieinander.

Eine Frau und ein Mann machen Übungen im Freien, während sie von Wasser bespritzt werden.

Ein älterer Mann mit einem Tuch auf der Stirn sitzt in einem Golfwagen, während ein Sanitäter seine Hand hält.

Ein älterer Mann wird von einem Sanitäter im Golfwagen betreut.

Ein Mann mit Helm steht in einem überfluteten, gemauerten Schacht.

Eine Frau steht in einem überfluteten Tunnel, während Wasser von oben herabströmt.

Eine Frau im Bikini sitzt in einer rustikalen Holzhütte.

Eine Frau sitzt in einem Dschungelcamp, während ein Mann mit Brille mit ihr spricht.

Ein Mann in Kapitänsuniform salutiert vor einem Hintergrund aus tropischen Pflanzen.

Eine Gruppe von Personen, darunter ein „Bräutigam“ mit Maden bedeckt, steht vor einem tropischen Hintergrund.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem luxuriösen Raum, während ein Mann in Uniform spricht.

Ein Mann mit Brille und eine Frau stehen vor einem grünen Hintergrund und halten kleine Gegenstände in den Händen.

Ein Mann mit Hut und eine Frau mit kurzem, blonden Haar lächeln in die Kamera.

Dirk Bach und Sonja Zietlow
Mehrere Personen in Dschungelkleidung, darunter eine Dragqueen, stehen im Grünen.

Eine Person mit pinkfarbenem Haar liest einen Brief im Dschungel.

Mehrere Personen in roter Kleidung sind in einem Dschungelcamp zu sehen, einer gießt Wasser ins Feuer.

Drei Personen in leichter Kleidung in einem Dschungelcamp, eine Frau gießt Wasser ins Feuer.

Ein Mann sitzt im Dschungel und hält eine grüne Tasse.

Ein Mann liegt in einem Schlafsack im Dschungel.

Zwei Personen sitzen im Dschungel, eine isst aus einer Metallschale.

Ein Mann mit Schutzbrille und Anzug isst einen Käfer, während Maden auf ihm liegen.

Eine Frau und ein Mann schauen überrascht hinter tropischen Pflanzen hervor.

"Wird das Dschungelcamp ohne Georgina und ihre Zickereien langweilig?" fragte Bild.de nach dem Rausschmiss der rothaarigen Teilnehmerin. Fünf Kandidaten sind noch im Rennen umd die Dschungelkrone: Favoritin Olivia Jones, die Drag-Queen aus Hamburg, Schauspielerin Claudelle Deckert, Fiona Erdmann und die Sänger Patrick Nuo und Joey Heindle. Letzterer sorgte zumindest in der ersten Hälfte des 17-tägigen Dschungel-Dramas für heitere Momente:

Ein Mann mit Hut wird von einer Hand geohrfeigt.

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Ein Mann mit Helm und Action-Kamera überquert eine Hängebrücke aus Seilen.

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Ein junger Mann mit Hut und Rucksack blickt aufmerksam in die Ferne.

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Ein Mann mit Hut und roter Weste unterhält sich mit einer anderen Person.

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Ein schlammverschmiertes Brautpaar steht auf einem roten Teppich vor tropischer Vegetation.

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Ein Mann mit Schutzbrille und Insekten im Mund und auf dem Körper gibt einen Daumen nach oben.

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Ein Mann mit Hut und roter Weste hält die Hand vor das Gesicht.

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Ein Mann mit Hut und roter Jacke steht vor einem grünen Hintergrund.

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Ein Mann mit Brille liegt entspannt auf einem Kissen.

Ein Mann mit Hut und Bart steht neben einer Frau mit pinkfarbenen Haaren.

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Ein Mann liegt entspannt in einer Hängematte, neben ihm ein Hut.

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Ein junger Mann mit Hut und roter Jacke lächelt in die Kamera.

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Eine Frau mit pinkfarbenem Haar und starkem Make-up lacht neben einem Mann mit Hut.

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Ein Mann mit Schmutz bedeckt und einer Taucherbrille auf dem Kopf steht vor dichtem Grün.

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Ein Mann mit Hut zieht an seinen Ohren und hält eine Zigarette in der Hand.

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Ein Mann mit Schlamm bedeckt wird gefüttert, während zwei andere Personen zusehen.

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Matt LeBlanc als Joey Tribbiani liegt bekleidet in einem Pool auf einer gelben Luftmatratze.

Actor Matt LeBlanc in new television series Joey
Ein Mann mit Hut und roter Weste sitzt im Dschungel.

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Eine Frau und ein Mann, beide mit Schmutz und Würmern bedeckt, stehen vor Dschungelkulissen.

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Königsgrillen schmecken ein wenig nach Huhn, Kakerlaken nussig und lebende Regenwürmer überraschen mit einem Hauch von Soja. Dank der siebten Auflage von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ auf RTL wissen wir das jetzt. Auch jene Menschen, die sich diese Geschmacksfrage nie stellen wollten und die nur beim Gedanken an einen Insektenschmaus der Brechreiz plagt.

Dennoch sitzen viele davon wie Millionen anderer Zuschauer vor ihren Fernsehgeräten – Ekel birgt eben seine ganz spezielle Anziehung. Was macht das Dschungelcamp 2013 auch dieses Mal zum Quotenbringer?

Für Medienexperten ist es – zusammengefasst – der Mix aus Faszination und Grauen. Basis dafür ist ein verändertes Medienverhalten, in dem Klatsch, Tratsch und eben auch Ekel oder Grauen für alle Konsumentenschichten salonfähig geworden sind. „Solche Formate haben mittlerweile mehr Zuseher als hochwertige Kultursendungen auf 3Sat“, sagt der Berliner Medienpsychologe Jo Groebel.

Doch es kommen noch weitere Aspekte dazu, die den Erfolg solcher Sendungen ausmachen – obwohl das Setting ja im Grunde immer das gleiche ist. „Hier prallt die gesamte Bandbreite menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften in ganz klassischer Gruppendynamik aufeinander“, analysiert Groebel im KURIER-Gespräch. In jeder Gruppe gibt es die Zicken, die Umsorgenden, die Vorlauten, die Charakterschweine. „Mit diesen Einzelfiguren kann man sich identifizieren.“ Die Dynamik funktioniert nicht nur im positiven Sinn: „Man baut ebenso Lieblingsfeinde auf, bei deren Scheitern man dann Schadenfreude empfindet.“

Angstbewältigung

Für Fritz Hausjell, Kommunikationsforscher an der Uni Wien, zählt vor allem die „Faszination Schaulust“. „Durch das Zuschauen kommt es in gewisser Weise zu einem eigenen Miterleben von Dingen, vor denen man selbst Ekel empfindet, die vielleicht sogar eine persönliche Grenze überschreiten.“ Das könne sogar eine Bewältigungsstrategie von unterschwelligen oder realen Ängsten sein. „Aus der Forschung wissen wir: Wer besonders viel Angst hat, beschäftigt sich oft intensiv mit solchen Formaten.“

Damit das alles auf den Bildschirmen tatsächlich wie nach Drehbuch funktioniert, braucht’s freilich alles andere als den Zufall. Groebel: „Die wahre Kunst solcher Formate besteht darin, alles einzubauen – bis hin zu sozialen Unterschieden. Die Geschichten erzählen sich dann durch die Konstellationen von selbst.“ Auch für Hausjell spielen die – austauschbaren – Akteure im Dschungelcamp nur zu einem geringen Teil eine Rolle. „Offensichtlich ergibt dieser ganze gewisse Rahmen einen Sinn für die Zuschauer. Der Ekel erzeugt Neugier.“

Das Publikum für den Konsum von Ekel-Sendungen zu verurteilen, sei für die Experten aber der falsche Zugang. Hausjell nimmt besonders die Produzenten in die Pflicht: „Ihnen ist die Frage nach Ethik in ihren Programmen umzuhängen. Nicht den Zuschauern.“ Die Köpfe hinter der Sendung müssten sich Kritik gefallen lassen. Weil sie sich mit Themen beschäftigen, die eigentlich keine sind. „Diese Tendenzen zu kultivieren, ist eine intellektuelle Unterforderung der Zuseher.“ Dazu kommen die Multiplikatoren. Jo Groebel: „Wenn wir Medienmenschen nicht ständig drüber berichten würden, wäre es abseits des Fernsehschirms kein so großes Thema.“

Für den Kommunikationsforscher zählt da weniger, dass etwa die renommierte Süddeutsche die Autoren des Dschungelcamps für „Meister des hintergründigen Humors“ hält. „Eigentlich ist Ekel-Fernsehen kein Thema für ein Massenmedium. Die Unterhaltungsbranche bräuchte diese Ebene nicht, es gibt andere Herausforderungen für sie – und spannendere Themen, die das Leben der Zuseher tatsächlich betreffen.“

„Beste Fernsehunterhaltung mit Niveau“ nennen deutsche Medien die RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Wer darin nur Trash sieht „verkennt den Kern der Sendung“, frohlockt etwa das Nachrichtenmagazin Focus. Es gehe in der Show um menschliche Werte: Ins Finale kämen regelmäßig nicht die Lästerzungen und Querulanten, sondern jene, die mit Anstand und Würde durch die gut zwei Wochen Dschungel gegangen sind. Beispiel: Menschen mit Vergangenheit wie die einst berühmte Schauspielerin Ingrid van Bergen oder der Sänger Costa Cordalis, der nach seinem Sieg in der allerersten Staffel sein Image als abgehalfterter Schlagerheini zurechtrücken konnte. „Angeberei, Intrigantentum, Feigheit werden mit Abwahl bestraft. Die Zuschauer belohnen Eigenschaften wie Höflichkeit, Teamgeist, Mut“, schreibt Focus.

Ob es nun Ritterlichkeit oder doch Trash ist, der fasziniert: Die Ekelshow spricht viele Zielgruppen an. Besonders viele Fans hat die Dschungelshow bei Gutverdienern, haben deutsche Marktforscher errechnet. Genau 44 Prozent der Zuseher verfügen über ein überdurchschnittliches Haushalts-Nettoeinkommen über 2250 Euro. Keineswegs also „Unterschichtenfernsehen“. Darunter sind etwas mehr Frauen als Männer, der Altersschwerpunkt liegt bei den jüngeren Zuschauern bis 49 Jahre. In der aktuellen Staffel setzt die Show zu neuen Quoten-Höhenflügen an. In Deutschland erreichte die Sendung vergangene Woche täglich mehr als 7 Millionen Zuschauer, in Österreich sehen regelmäßig rund 250.000 Menschen die Show.

Unschön ist allerdings, was die Bild dieser Tage enthüllte: Die sogenannte „Dschungel-Bibel“, das streng vertrauliche Mitarbeiter-Handbuch, welches Anweisungen an die rund 400 Dschungelcamp-Angestellten beinhaltet. Mitarbeiter würden extrem kontrolliert, und wer sich nicht an die Vorschriften hält, der muss gehen. Den Mitarbeiten sei Kontakt mit Promis verboten. Auch nicht nett: „Wir können nicht garantieren, dass Sie keiner giftigen Schlange begegnen.“

Er war der Star, ihn holten sie raus. Nach 50 Stunden war für Helmut Berger Finale grande – Dr. Bob entließ den geschwächten Schauspieler aus gesundheitlichen Gründen. Die Dschungelhitze war angeblich zu groß. Eine Wendung, die manche als wenig überraschend kommentierten – alles durchdacht, hieß es da, die Ekelcamp-Entlassung wäre von Anfang an als PR-Gag geplant gewesen. Der deutsche Medienexperte Jo Groebel dazu: „Strategisch war es ein guter Coup von RTL. Aber ich habe es kritisch gesehen. Menschen, die körperlich und psychisch offensichtlich Probleme haben, muss man nicht vorführen. Was auch immer geplant war, mit großer Wahrscheinlichkeit hat man ihn bewusst herausgenommen.“

Laut Boulevardmedien wird Berger nun in einem Luxushotel vor der Presse versteckt und abgeschirmt. Seit er erfahren habe, dass die beiden Moderatoren über ihn und seine Alkoholsucht gewitzelt hätten, sei er stinksauer. Bergers Hang zur Rage ist gefürchtet – man will wohl nichts riskieren.

Für den Ex-Beau scheint das Camp dennoch ein gutes Geschäft – die kolportierten 150.000 Euro Gage sind ihm angeblich sicher. Ein Promi-Bonus – nicht alle Freunde der rohen Made bekommen diesen Höchstsatz. Dschungelcamp-Star Brigitte Nielsen soll auch in dieser Kategorie kassiert haben, Z-Promis wie Kim Gloss (Ex-DSDS-Kandidatin) oder Zauberkünstler Vincent Raven gingen mit 30.000 Euro Wildnisprämie heim.

Zunächst einmal ist Schweigen im Wald, denn die wenigsten professionellen Scouts und Survival-Spezialisten haben einen Fernseher. Ron Bachmann, Leiter der Natur- und Wildnisschule in den Alpen (www.wildniszentrum.at), weiß immerhin, wer nicht im australischen Dschungel sitzt: „Der Gerhard Berger.“ Auf die Frage, wie ihm die Wildnis-Show im TV gefällt, meint er: „Die Show zeigt, wie unsere Gesellschaft funktioniert, wo wir hingehen, jeder gegen jeden und keine Zusammenarbeit.“ Und das grausliche Getier, das sich die Campbewohner in den Mund stecken, muss das sein? Für den Fachmann ein klarer Fall von „Friss, Vogel, oder stirb!“: „Wenn Proteinquellen zur Verfügung stehen, dann muss man sie nutzen. Egal, ob im Bergwald oder im Outback.“

Worauf es im Ernstfall wirklich ankommt, ist: „Organisation, Organisation und noch einmal Organisation. Es nützt nichts, wenn die Gruppe aus lauter gestandenen Survival-Lehrern besteht, wenn sie sich aufreibt und niemand weiß, wer was macht, dann gibt es Probleme.“ Wasser suchen, Unterstand bauen, Feuer machen, diese Dinge kommen erst danach.

Am besten man hat schon früh im Leben gelernt, unerwartete Situationen alleine zu meistern, sagt der Mann aus den Pitztaler Bergen. „Ich habe als Kind schauen müssen, wie ich meine Probleme selber löse. Wenn mein Rad hin geworden ist, und ich war 10 Kilometer von daheim entfernt, hab’ ich mich durchschlagen müssen, egal, ob’s g’schnieb’n hat, ob’s geregnet oder die Sonne g’schienen hat. Heute lässt man Kinder nicht mehr frei herumlaufen und solche Erfahrungen machen. Die sind aufgeschmissen, wenn sie niemanden anrufen können, der sie abholt.“

Die Ausrüstung

Selbst abgehärtete Outdoor-Freaks kommen ohne ein großes, scharfes Messer mit breitem Rücken nicht aus. In der Praxis dient es vor allem zum Spalten von Holz. Zum Draufhauen nimmt man ein zweites Stück Holz. Handbeil, Zunder, Feuerstein und ein Kochtopf mit Deckel sind ebenso unverzichtbar in der Wildnis.

Die Grundbedürfnisse

Sie haben den Flugzeugabsturz überlebt und wissen nicht, wie es jetzt weitergeht? Sie müssen sich zunächst um Folgendes kümmern: einen trockenen Schlafplatz, trockenes Feuerholz (nie vom Boden aufheben, sondern die unteren Äste eines Baums nehmen), Wasser suchen (manche Pflanzen speichern es in ihren Organen), zuletzt pflanzliche Nahrung sammeln. Tiere roh herunterzuwürgen kostet Mitteleuropäer viel Überwindung. Ein Tipp: Rohe Austern sind als Einstieg für Survival-Anfänger nicht schlecht. Dann kann man beginnen, Insekten in Öl zu braten. Der Geschmack soll akzeptabel sein.

Eine Gruppe von Prominenten posiert inmitten von tropischer Vegetation für ein Gruppenfoto.

Eine Gruppe von Prominenten posiert inmitten von tropischen Pflanzen für ein Gruppenfoto.

Ein Mann in Kapitänsuniform salutiert vor einem Hintergrund aus tropischen Pflanzen.

Eine Frau mit hochgesteckten Haaren und einem Paillettenoberteil posiert vor tropischen Pflanzen.

Eine Frau hält eine orangefarbene Königsnatter in ihren Händen, umgeben von tropischer Vegetation.

Eine Frau in einem schwarzen Korsett hält ein Glas Sekt vor einem tropischen Hintergrund.

Eine Frau in roter Jacke hält eine weiße Katze vor einem Hintergrund aus tropischen Pflanzen.

Eine Frau mit roten Haaren und schwarzem Kleid posiert vor tropischen Pflanzen.

Eine Dragqueen in einem glitzernden Kostüm posiert vor tropischen Pflanzen.

Ein Mann mit Brille hält eine Maske von Dagobert Duck vor einem Hintergrund aus tropischen Pflanzen.

Ein Mann in einem Anzug steht inmitten von tropischen Pflanzen.

Ein junger Mann lächelt, umgeben von tropischen Pflanzen.

Ein Mann mit roter Lederjacke steht inmitten von tropischen Pflanzen.

Ein lächelnder Mann in einem weißen Rüschenhemd steht inmitten von tropischen Pflanzen.

Joey: Die besten Sager des Sprücheklopfers

Ein Mann mit Hut wird von einer Hand geohrfeigt.

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Ein Mann mit Helm und Action-Kamera überquert eine Hängebrücke aus Seilen.

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Ein junger Mann mit Hut und Rucksack blickt aufmerksam in die Ferne.

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Ein Mann mit Hut und roter Weste unterhält sich mit einer anderen Person.

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Ein schlammverschmiertes Brautpaar steht auf einem roten Teppich vor tropischer Vegetation.

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Ein Mann mit Schutzbrille und Insekten im Mund und auf dem Körper gibt einen Daumen nach oben.

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Ein Mann mit Hut und roter Weste hält die Hand vor das Gesicht.

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Ein Mann mit Hut und roter Jacke steht vor einem grünen Hintergrund.

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Ein Mann mit Brille liegt entspannt auf einem Kissen.

Ein Mann mit Hut und Bart steht neben einer Frau mit pinkfarbenen Haaren.

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Ein Mann liegt entspannt in einer Hängematte, neben ihm ein Hut.

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Ein junger Mann mit Hut und roter Jacke lächelt in die Kamera.

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Eine Frau mit pinkfarbenem Haar und starkem Make-up lacht neben einem Mann mit Hut.

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Ein Mann mit Schmutz bedeckt und einer Taucherbrille auf dem Kopf steht vor dichtem Grün.

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Ein Mann mit Hut zieht an seinen Ohren und hält eine Zigarette in der Hand.

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Ein Mann mit Schlamm bedeckt wird gefüttert, während zwei andere Personen zusehen.

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Matt LeBlanc als Joey Tribbiani liegt bekleidet in einem Pool auf einer gelben Luftmatratze.

Actor Matt LeBlanc in new television series Joey
Ein Mann mit Hut und roter Weste sitzt im Dschungel.

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Eine Frau und ein Mann, beide mit Schmutz und Würmern bedeckt, stehen vor Dschungelkulissen.

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