Klitschko schlägt Thompson k.o.

Der Weltmeister im Schwergewicht lässt nichts anbrennen und knockt den 40-jährigen US-Amerikaner in der 6. Runde aus.
Ein Boxer schlägt seinen Gegner mit einem roten Boxhandschuh ins Gesicht.

Wladimir Klitschko bleibt wie erwartet Schwergewichtsweltmeister der Box-Verbände WBA, WBO, IBF und IBO. Am Samstagabend schlug der 36-Jährige den 40-jährigen Herausforderer Tony "Tiger" Thompson aus den USA in der sechsten Runde k.o.

Bis zu Klitschkos 51. K.o.-Erfolg im 61. Kampf war die Auseinandersetzung in Bern vier Runden lang relativ ausgeglichen verlaufen. Klitschko war der Respekt vor der unangenehmen Rechtsauslage seines Kontrahenten anzumerken. 2003 hatte er gegen Rechtsausleger Corrie Sanders ein vernichtendes K.o. hinnehmen müssen. Am Samstag fehlten Thompson jedoch die Mittel, um den Weltmeister aus der Ukraine ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ab Runde fünf erhöhte Klitschko das Tempo und kurz vor dem Pausengong lag Thompson erstmals auf dem Ringboden. In der Ecke stehend kassierte er eine krachende Rechte und nur durch Klammern rettete er sich in die Pause. Sein Widerstand war aber gebrochen.

Klitschko bearbeitete seinen Gegner in der Sechsten an den Seilen und nach einer weiteren harten Schlagserie fand sich Thompson erneut in horizontaler Lage wieder. Der US-Veteran kam zwar noch einmal rechtzeitig auf die Beine, doch der Ringrichter hatte ein Einsehen und brach das Duell ab. Thompson war nicht mehr in der Lage, sich effektiv zu verteidigen. Bereits 2008 hatte er gegen Klitschko eine K.o.-Niederlage hinnehmen müssen, hielt damals aber wenigstens bis zur elften Runde durch.

"Nichts Neues an der Klitschko-Front"

"Ich habe schon schlechtere Kämpfe der Klitschkos gesehen", kommentierte Österreichs Kommentatoren-Legende Sigi Bergmann das Duell vor 22.000 Zuschauern im Berner Stade de Suisse und fügte hinzu: "Nichts Neues an der Klitschko-Front. Man muss aber auch hinterfragen, wie ein Mann wie Thompson in den Ranglisten so weit nach vorne gekommen ist, um als Pflichtherausforderer zu dienen". Den Klitschko-Fans in den 150 Ländern, in denen der Kampf zu sehen war, dürfte das egal sein. Vitali, der ältere der beiden Brüder und Weltmeister der WBC, wird im September die nächste Show abliefern. In Moskau bittet er den Deutschen Manuel Charr zum Tanz.

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