Ein Wochenende im Zeichen des Genusses

Wellness im Hotel Jagdhof und Pistenspaß am Stubaigletscher: Eine gute Mischung fürs Wochenende.
Das Hotel Jagdhof mit Außenpool im Winter unter blauem Himmel.

Ich sitze im Auto und - ob ich es will oder nicht - muss an Wolfgang Ambros denken. Genauer gesagt an sein "Schifoan", denn es ist zwar nicht Freitog auf'd Nocht und es sind auch nicht die Ski, die ich am Auto montiert habe, sondern das Snowboard, aber ich mache mich auf den Weg ins Stubaitoi, weu durt auf die Berg' ob'n ham's immer an leiwand'n Schnee.

Nun bin ich ja ein Mensch, der sich jedes Jahr aufs Neue vornimmt, zumindest einmal in der Saison aufs Brettl zu steigen, und es dann aber aus Zeitmangel oder weil das Wetter gerade nicht passt, doch nicht schafft. Dieses Mal, hab ich mir gedacht, trickse ich mich selber aus und starte die Saison einfach früher. Denn während in den regulären Skigebieten noch alle sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken warten, die auch tatsächlich auf der Piste liegen bleiben, ist am Gletscher schon längst die Hölle los.

Ein Teller mit rosa gebratenem Fleisch, Pilzen und Sauce.
In Neustift im Stubaital komme ich im Spa-Hotel Jagdhof unter - ein Relais & Chateaux Hotel,  vor kurzem unter den Top-Gourmet-Häusern Österreichs auf Platz zwei gelandet. Zurecht, denn die Küche ist pipifein. Zur Auswahl stehen am Abend jeweils drei Vorspeisen, Suppen und Hauptspeisen sowie eine breite Käseauswahl mit fruchtigen Chutneys und ein riesiges Angebot vom Dessertbuffet. Sonntags gibt's ein 7-gängiges-Gala-Dinner. Die Speisen reichen vom rosa gebratenen Kalbstafelspitz an Lauch Bries Canelloni und sautierten Kräutersaitlingen bis zur geschmorten Schulter vom Stubaier Reh mit wildem Brokkoli, glacierten Maroni und Topinambur. Ich bin im Himmel.

Rustikaler geht's nicht 

Eine Holzwand ist mit zahlreichen Hirschgeweihen und Jagdtrophäen geschmückt.
Die Einrichtung ist der Traum jedes Fans der ländlichen Romantik: Überall stehen urige Truhen - echte Tiroler Antiquitäten, Bilder von Hubert Weidinger und zahlreichen Jagdtrophäen von Gams, Hirsch, Reh und Steinbock zieren die Wände. Holz und schwere Teppiche soweit das Auge reicht. Es bleibt kein Zweifel: Ich befinde mich in Tirol.
Ein Innenpool mit Mosaikfliesen und rustikalem Dekor, inklusive Wasserrad.
Ein Whirlpool mit Unterwassermusik ist das Herzstück der Vitalwelt.
Nicht mehr ganz zeitgemäß und ein wenig kitschig ist die Einrichtung im Spa. Das Angebot ist jedoch groß: So gibt es neben Saunen und Kübeldusche auch Dampfbäder in verschiedenartigsten Ausführungen. Der Behandlungsbogen reicht von Massagen bis hin zu angenehmen Bädern. Ein Manko ist allerdings, dass die Anzahl der Liegen und Ruheräume ziemlich beschränkt ist. Sportskanonen haben auch die Möglichkeit sich im Fitnessraum auszutoben.

Einmal Gletscher und zurück

Blick auf eine verschneite Berglandschaft unter einem bewölkten Himmel.
Die Lage im Stubaital ist perfekt für alle, die sich gerne auf die Piste begeben - auch wenn im Tal selbst noch kein Schnee liegt. Zweimal täglich fährt der Shuttelbus die Gäste zur Gletscher-Talstation und wieder retour. Einen Komfort den ich gerne in Anspruch nehme, bedenkt man alleine die Parkplatzsuche und den anschließenden Weg zur Gondel. Schnell merke ich, ich bin nicht die einzige, die die Skisaison schon etwas früher starten lässt. Die Vorteile des Gletschers wollen (vor allem am Wochenende) viele nützen. Trotzdem halten sich die Wartezeiten in Grenzen und das Anstellen hat sich definitiv gelohnt: Ich stehe das erste Mal am "Top of Tyrol" und genieße eine unglaubliche Aussicht. Von den Ötztaler- über die Stubaier Alpen bis zu den Dolomiten reicht das faszinierende Panorama in dieser Gletscherwelt auf über 3000 Metern.

Das Snowboarden ist trotz belebter Piste ein Traum, der Schnee perfekt. Aber kein Wunder, allein die Mittelstation zum Eisgrat -  liegt auf knapp 2300 Meter, die Abfahrten darunter sind noch geschlossen. Immer wieder mache ich Pause und genieße das Panorama - ein Traum in Weiß. 

Genuss am Gletscher

Blick aus einem Restaurant auf eine verschneite Berglandschaft mit Skifahrern und Gondeln.
Das höchste Haubenrestaurant Österreichs
Das Schaufelspitz am Stubaier Gletscher ist Österreichs höchstes Haubenrestaurant. Der Tiroler Koch David Kostner interpretiert Tiroler Klassiker wie Speckknödel neu und setzt auf regionale Lieferanten für das spezielle Restaurant auf 3000 Höhenmeter.
Skihütten haben natürlich ihre Berechtigung und sind für viele Pistenlöwen das Beste am Ski-Zirkus überhaupt. Wenn ich ehrlich bin, kann ich aber ganz gut ohne den traditionellen Germknödel mit Vanillesauce zu Apres-Ski-Musik leben. Dass es am Eisgrat ein Haubenlokal gibt, kommt mir also nicht ganz ungelegen. Ja richtig, ein Haubenlokal. Am Gletscher. Erst vor kurzem hat David Kostner auf 2900 Meter das Restaurant Schaufelspitz eröffnet. In edlem Ambiente werden gehobene österreichische Küche und Gerichte mit internationalen Einflüssen, aus frischen Produkten der Region direkt vor den Augen der Gästen zubereitet und das Beste: keine derbe Musik. Dass man im Top-Restaurant mit Skikleidung und Boots einmarschiert, fühlt sich am Anfang zwar etwas komisch an, die Scheu lege ich aber schnell ab, schließlich haben die anderen Gäste auch nicht Anzug oder Kleid an. Das Essen schmeckt herrlich. Gut gestärkt genieße ich den Rest des Tages auf der Piste bevor es wieder ins Hotel geht. Dort wartet schon der nächste kulinarische Höhepunkt auf mich: das Abendessen im Jagdhof. Und Ambros? Den hab ich dank der ausgelassen Hütten-Gaudi nicht mehr im Kopf.
Ein traditionell eingerichtetes Restaurant mit Holztäfelung und gelben Tischdecken.

Ein festlich gedeckter Tisch in einem traditionellen Restaurant mit Holzvertäfelung.

Ein Teller mit Carpaccio, Roastbeef, Gemüse und Trüffeln wird serviert.

Ein Teller mit Lachs, Süßkartoffeln und einer hellen Soße.

Ein Dessertteller mit Kuchen, einer Kugel und einer Fruchtzubereitung auf einem rot-weiß karierten Tisch.

Ein Speisesaal mit Holzwänden, Geweihen und gedeckten Tischen.

Einladende Restaurantterrasse mit Bergblick und roten Akzenten.

Ein Flur mit einem verzierten Schrank, Wandbildern und blauem Teppich.

Ein gemachtes Bett in einem Hotelzimmer mit Holzvertäfelung.

Auf einem Holzschrank stehen eine Flasche Wasser, Gläser und ein Fernseher.

Ein Tisch mit Obst, einer Rose in einer Vase und einem Teller in einem Hotelzimmer.

Ein rot-weiß karierter Sessel und ein Tisch mit Aschenbecher stehen auf einer Veranda.

Ein Blick auf eine grüne Landschaft mit einem Tennisplatz und Bergen im Hintergrund.

Ein Schwimmbad und ein Whirlpool im Außenbereich eines Hauses.

Ein Innenpool mit Mosaikfliesen und rustikalem Dekor, inklusive Wasserrad.

Eine Sauna mit Holzbänken und einem Ofen.

Blick in die „Sole Grotte“ mit zwei Becken und einer Dampfkabine.

Auf einem Buffet stehen Schüsseln mit Nüssen, Samen und Obst wie Äpfel, Kiwis und Mandarinen.

Innenansicht eines Wellnessbereichs mit Holzbalken und Steinwänden.

Ein Korb mit Handtüchern, Badeschuhen und einer Karte des Jagdhof Spa-Hotels.

Blick auf eine verschneite Berglandschaft mit Skifahrern.

Auf einer Skipiste fahren Menschen Ski und Snowboard; im Hintergrund eine Seilbahn.

Blick aus einem Restaurant auf eine verschneite Berglandschaft mit Skifahrern und Gondeln.

Zwei Köche bereiten Speisen in einer professionellen Küche zu.

Ein Teller mit Spaghetti, Tomaten, Oliven und frischen Kräutern.

Kommentare