Do-it-yourself
Da werden Hocker mit Kaffeesäcken aus Leinen bezogen, dort wird aus Holzpaletten ein Couchtisch.
über Do-it-yourself
Schon ewig auf der Suche nach Einrichtung, die den eigenen Vorstellungen entspricht? Immer mehr Menschen richten ihre Wohnung mit Dingen ein, die sie selbst gefertigt haben. Ein Trend, den das Internet neu befeuert. Zahlreiche Websites widmen sich dem Thema Möbel-Selbstbau. Da werden Hocker mit Kaffeesäcken aus Leinen bezogen, dort wird aus Holzpaletten ein Couchtisch. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel zeigt unter dem Titel Hartz-IV-Möbel, wie aus einem Brett, Gurten und zwei Pölstern der 24-Euro-Sessel entsteht. Auf der IKEA-Hacker-Seite werden Möbel des schwedischen Riesen weiterentwickelt: Lacktische, auf die Mosaike gelegt wurden, Buchstützen aus Holz, die zusammengeleimt einen kleinen Abstelltisch ergeben. Eine Ausstellung zum Do-it-yourself-Kult ist ab 11. Juni im Wiener MAK zu sehen. Unter dem Titel „Nomadic Furniture 3.0. Neues befreites Wohnen“ wird anhand von Beispielen die zeitgenössische Selbstbau-Szene gezeigt. Neben finanziellen Motiven ist der Grund, selbst zur Säge zu greifen, Kritik am Massenkonsum. Außerdem sitzt es sich auf einem selbst gemachten Stuhl einfach besser ...
ulla.gruenbacher@kurier.at
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