Alles balletti: Retter in der Not

Anstoß: Gipfeltreffen
Das Nationalteam trägt die Last auf seinen Schultern, dem österreichischen Fan den Glauben an seinen Fußball nicht restlos zu rauben.

Es wirkt wie eine Mutinjektion. Wie die Aufforderung, an das Unmögliche, an das Systematische im blanken Wahnsinn zu glauben. "... Woki mit deim Popo ... Woki mit deim Uhh, Uhhh ... Häh? Egal. Faszinierend jedenfalls. Mit so einem Refrain ist es neuerdings möglich, sich für einen angeblich großen Wettbewerb zu qualifizieren. Hat sich der Schmerz im Gehörgang einmal in der dafür zuständigen Gehirnwindung beruhigt, sind die Gedanken wieder frei. Um der Chance aus dem Nichts eine Chance zu lassen. Und so bleibt wenigstens, dem Fußball in Österreich für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Erschütternd genug war die vergangene Woche. Salzburg im Europacup? Ein Fall, auch für die traurige Statistik. Die Meisterschaft? Rapid langweilte seine Anhänger mit dem dritten 0:0 in Folge und nennt sich trotzdem Tabellenführer. Die Austria, hoch gehandelter Titelanwärter, verlor gegen den nicht minder hoch gehandelten Abstiegskandidaten aus Kapfenberg. Alt ist das Lied von einer auf der Stelle tretenden Bundesliga. Was jetzt? Das Nationalteam trägt die Last auf seinen Schultern, dem österreichischen Fan den Glauben an seinen Fußball nicht restlos zu rauben. Am Mittwoch beginnt das Länderspieljahr 2012. Ein Erfolg im Test gegen Finnland ist in diesen Tagen fast schon zur Pflicht geworden. Eine Mannschaft ist gefordert, die überwiegend aus Legionären besteht. Spieler, die zum richtigen Zeitpunkt die Bundesliga verlassen haben. Alles ist möglich. In weiterer Folge auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, ein ziemlich wichtiger Wettbewerb übrigens. Zu wenig wird sein, dafür ein paar Mal mit dem Hintern zu wackeln. Aber das wissen sie ohnehin alle. Und das beruhigt.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Reaktion

  • Ergebnisse

  • Kommentar

Kommentare